Namibia Reiseinfos

Tipps, Infos und Sehenswertes

Namibia kurz & knapp

Einwohnerzahl

2,3 Mio.

Währung

Namibia Dollar

Klima

Ø 20,3 °C

Sprache

∙ Englisch

Touristenvisum

∙ Kostenlos

∙ 90 Tage

Namibia Landkarte Map.jpg

Lage

Wo genau liegt Namibia?

Namibia ist ein Staat im südlichen Afrika am Atlantischen Ozean. Im Norden grenzt das Land an Angola, im Süden an Südafrika, im Osten an Botswana, Sambia und Simbabwe. Rund 20% der Landfläche Namibias sind geschützte Gebiete.

 

Namibia ist bekannt als Land der Kontraste. Bizarre Landschaften, unglaubliche Weiten, eine artenreiche Tierwelt und seine Urvölker und Stämme wie die Herero oder Himba, die bis heute ihre Traditionen am Leben erhalten, sind nur einige der Highlights.

 

Ebenso findet man in Namibia die älteste Wüste der Welt, die Wüste Namib, die sich über mehr als 1500 km entlang der Atlantikküste erstreckt; teilweise reichen die Sanddünen unmittelbar bis an die Küste. Eine Reise durch Namibia verspricht Abenteuer pur.

Sprache und Verständigung

Wie du dich in Namibia verständigen kannst

Die Amtssprache ist Englisch, es gibt allerdings Dutzende Sprachen, die in Namibia gesprochen werden. Afrikaans, Otjiherero, Khoekhoegowab, vereinzelt auch noch Deutsch, Oshivambo oder Setswana.

 

Religion

 

Das Christentum ist die weitverbreitetste Glaubensrichtung in Namibia. Etwa 90% der Bevölkerung gehören ihm an.

Himba mit Kind
Oryx Antilopen in der Namib wueste namib

Beste Reisezeit

Die beste Reisezeit für Namibia ist der namibische Winter von Ende Juni bis September.

Im Namibischen Winter von Ende Juni bis September herrscht die Trockenzeit und die Temperaturen sind tagsüber angenehm.

 

Viele der Tiere tummeln sich um die Wasserlöcher was Tiersichtungen in den Morgen- und Abendstunden erleichtert.

 

Allerdings sind zu dieser Zeit auch sehr viele Touristen unterwegs, die dementsprechend Preise hoch und Unterkünfte sollten im Voraus gebucht werden.

 

Möchte man abseits der Touristenströme reisen und spontan und ungebunden durch das Land fahren, empfiehlt sich dafür der Februar - April und der November.

 

Wir waren selbst im Februar unterwegs und oft die einzigen in den Camps/Lodges und hatten grandiose Tiersichtungen.

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Fortbewegung

Wie komme ich durchs Land?

Das Fortbewegungsmittel Nr. 1 in Namibia ist der Allradwagen mit Dachzelt.

 

So durch das Land zu reisen verspricht die meisten Abenteuer, das größte Freiheitsgefühl; man bleibt spontan und kann seine Reise individuell, ganz nach seinen Bedürfnissen und Vorlieben, zusammenstellen.

Hinweis: Auf den gut befahrbaren Schotterpisten entlang der klassischen Touristenroute Windhoek - Soussusvlei - Walvis Bay - Etosha kann man auch auf einen Allradfahrzeug verzichten und sich ein "nomales" Auto mieten.

Dann muss man allerdings in einem seperaten Zelt schlafen oder eine teure Lodge zum übernachten buchen,

 

Es gibt außerdem die Möglichkeit, das Land mit einem großen Offroad-Overland Bus im Zuge einer geführten Tour zu erkunden; die Flexibilität und das Abenteuer gehen unserer Meinung nach dann aber komplett verloren.

 

Die größeren Städte sind in Namibia per Bus zu erreichen. Touristenziele werden allerdings nicht angefahren.

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Selbst fahren! Aber wo übernachten?

Camp an der Spitzkoppe in Namibia.jpg

Du suchst günstige und gute Campsites für dein Selbstfahrer Safari Abenteuer durch Namibia?

 

Wir stellen dir in diesem Artikel alle Campingplätze und Lodges vor, die wir angesteuert und auf denen wir selbst übernachtet haben.

 

Preise, Preis-Leistungs-Verhältnis, was uns gut bzw. weniger gut gefallen hat und was man von den verschiedenen Camps aus unternehmen kann

Reisegefahr

Ist Namibia ein gefährliches Reiseland?

Nein! Namibia ist ein sicheres Reiseland.

 

Namibia gilt als eines der sichersten Reiseländer auf dem afrikanischen Kontinent. Die Menschen sind gastfreundlich, offen und interessiert, man kommt schnell ins Gespräch.

 

Natürlich kann man aber auch hier, wie überall auf der Welt, Opfer von Diebstahl, Einbruch oder Trickbetrügern werden. Mit offenen Augen und einem gesunden Menschenverstand durch Namibia zu reisen ist daher empfehlenswert.

Welche Impfungen?

Welche Impfungen sind ratsam?

Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben.

 

Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt auch gegen Hepatitis B, Typhus, Tollwut und Meningokokken-Krankheit empfohlen.

 

Das Dengue-Fieber kann durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen werden, es gibt jedoch keine verlässlichen Informationen zu Ansteckungen und Fallzahlen seitens Namibias.

 

Anders sieht es bei Malaria aus. Diese Krankheit wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich.

Kostenniveau

Ist Namibia ein teures Reiseland?

An sich ist Namibia kein teures Reiseland.

 

Was jedoch ein Loch ins Portmonee reißen kann, sind Übernachtungen in luxuriösen Lodges und natürlich der Allrad-Mietwagen.

 

Alles andere, seien es Camps, Essen gehen, einkaufen oder Ausflüge sind recht günstig (außer im Etosha).

 

Beispiele: Eine Übernachtung auf einem einfachen Camp kostet ab 10 Euro pro Stellplatz, einen Liter Diesel gibt es ab 90 Cent, 5 Liter Wasser kosten etwa 2 Euro.

Stromspannung

Welchen Adapter brauche ich?

In Namibia beträgt die Netzspannung 220 V bei einer Frequenz von 50 Hz.

 

Adapter für Steckdosen

 

In Namibia werden Steckdosen Typ D und M verwendet. Man braucht also einen Adapter, wenn man mit in Deutschland gekauften Elektrogeräten einreist.

Steckdose Typ D in Namibia
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Essen und Trinken

Die Namibische Küche: rustikal, einfach und viel Fleisch

Biltong

 

Luftgetrocknetes Rind- oder Wildfleisch. Unter anderem vom Strauß, Eland, Kudu oder Springbock.

 

Kapana 

 

Kapana ist der Streetfood-Klassiker in Windhuk. Kleingeschnittenes Rindfleisch wird über offenem Feuer gegrillt und anschließend mit einem Dip, der aus Chillies, Tomate und Zwiebeln hergestellt wird, gegessen oder in eine Gewürzmischung gedippt.

 

Pap 

 

Ist ein aus Mais-Grieß oder Maismehl hergestellter Brei, der oft zu einer Art Gulasch gegessen wird.

 

Game 

 

Wildfleisch, wie Springbock, Krokodil, Antilope, Zebra und Kudu, das meist gegrillt serviert wird.

 

Mopane Raupen 

 

Mopane Raupen oder Omagungu, wie sie in Namibia genannt werden, sind eine Delikatesse, werden frittiert gegessen und sind mit einem Proteingehalt von 60% und einem Fettgehalt von 15% sehr nahrhaft.

 

Braai 

 

Als Braai wird in Namibia und anderen Ländern im südlichen Afrika das Grillen auf offenem Feuer bezeichnet.

 

Droewors & Boerewors 

 

Boerewors sind zu einer Schnecke gerollte, würzige Bratwürste aus Rinder- und Hammelfleisch. Droewors ist ein Snack, der auf der traditionellen, mit Koriandersamen gewürzten Boerewors basiert.

 

Omajova-Pilze 

 

Am Fuß von aktiven, besiedelten Termitenhügeln sprießen in der Regenzeit, meist Ende Januar, im Februar oder März handflächengroße Pilze aus dem Boden. Sie gelten als kulinarische Spezialität Namibias.

Potjie Kos 

 

Ein traditioneller Eintopf mit Fleisch- oder Fischeinlage.

Sehenswertes

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Namibia

Skeleton Coast

 

Als Skeleton Coast wird der nördliche Teil der Meeresküste Namibias und deren Hinterland bezeichnet, der von Swakopmund bis zum Kunene, dem Grenzfluss zu Angola reicht. Entlang der Küste liegen Hunderte von Schiffswracks in Ufernähe, Mars- und Mondlandschaften erwarten einen hier ebenso, wie einige der abgeschiedensten Ecken des ganzen Landes.

 

Etosha Nationalpark

 

Namibias größtes Naturschutzgebiet beeindruckt sowohl mit seiner riesigen Salzpfanne, die sich inmitten des Nationalparks befindet, als auch mit einer artenreichen und atemberaubenden Tierwelt.

 

Sossusvlei und Deadvlei

 

Südwestlich von Windhuk, inmitten der ältesten Wüste unseres Planeten, befinden sich die berühmten Sanddünen und die Ton-Pfannen von Sossus- und Deadvlei. Zwei der spektakulärsten landschaftlichen Highlights des Landes.

 

Das Sossusvlei ist eine Salz-Ton-Pfanne, die von orange leuchtenden Dünen umschlossen ist. Das Sossusvlei und die Namib Wüste sind seit 2013 Teil des UNESCO Welterbes.

 

Das Deadvlei ist ebenso eine von Dünen umschlossene Ton-Pfanne in der Namib Wüste im Namib Naukluft Park. Bekannt ist das Deadvlei vor allem für seine surrealen Fotomotive: Tote Kameldornbäume, die in der extremen Trockenheit der Wüste konserviert werden und vom Verwesungsprozess abgehalten werden.

 

Windhoek

 

Die Hauptstadt Namibias ist das wuselige und politische Zentrum des Landes und Startpunkt der meisten Touristen. Neben Kirchen, die an längst vergangene Zeiten als deutsche Kolonie erinnern, kann man hier über authentische Märkte schlendern, verschiedene Crafts Centre oder das Nationalmuseum besuchen.

 

Fishriver Canyon

 

Der Fishriver Canyon liegt im südlichen Teil des Landes und ist mit etwa 160 Kilometer Länge, bis zu 27 Kilometer Breite und bis zu 550 Meter Tiefe der größte Canyon Afrikas.

 

Kolmanskop

 

Oder auch Kolmannskuppe galt Anfang des 20. Jahrhunderts durch den Diamantenabbau als die reichste Stadt Afrikas. Mittlerweile ist es eine verlassene Geisterstadt und Touristenmagnet. Die Wüste holte sich im Laufe der Jahrzehnte zurück, was der Mensch ihr genommen hatte. Die Häuser sind verfallen, der Sand türmt sich meterhoch in den Gebäuden.

 

Twyfelfontain

 

Twyfelfontain liegt im Damaraland im Nordosten Namibias. In dieser Gegend sind auf engem Raum tausende Felsmalereien, aber auch Felsritzungen zu sehen, die von verschiedenen Kulturen stammen und zu den ältesten Darstellungen in Afrika gehören. Über Jahrtausende wurde dieses Areal für Rituale genutzt, Schätzungen lassen vermuten, dass die Bilder bis zu 4000 Jahre alt sein könnten. 2007 erklärte die UNESCO die Fundstelle zum Welterbe.

 

Spitzkoppe

 

Das namibische Matterhorn liegt etwa 120 km nordwestlich von Swakopmund und ist einer der meistfotografierten Berge im Land. Marslandschaften, Abgeschiedenheit, ausgewaschene, abgeschmirgelte Hügel, staubige offroad Pisten, Höhlenmalereien, wilde Tiere; die Spitzkoppe ist ein Highlight jeder Namibia Reise.

 

Epupa Wasserfälle

 

Der Kunene Grenzfluss zwischen Namibia und Angola, im Nordwesten Namibias, stürzt unweit der Ortschaft Epupa rauschend in eine über 40 m tiefe Schlucht. Die Epupa Wasserfälle sind nach der Regenzeit in den Monaten April-Mai am schönsten zu erleben. Baden sollte man im Fluss allerdings nicht: Krokodilgefahr!

 

Himba

 

Die Himba sind ein Ureinwohner-Stamm, die bis heute einem nomadischen Lebensmodell nachgehen. Sie leben vorwiegend im Nord-Westen Namibias in der Kunene Region, auch bekannt als Kaokoland. Bekannt sind sie in der westlichen Welt vor allem für ihr Erscheinungsbild. Lehmhaare, den markanten Schmuck und die ockerrote Haut, die durch Ochre Steine in Verbindung mit Ziegenfett zustande kommt.

 

Achtung bei Tourbuchungen: Viele der Himba Dörfer sind ausschließlich für touristische Zwecke hochgezogen. Menschenzoo-Alarm!

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Einzigartiges Safariabenteuer Namibia
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Tiere erleben im Etosha

Der Etosha Nationalpark steht wohl bei jedem Urlauber auf der Liste, der eine Reise als Selbstfahrer nach Namibia plant. Namibias größtes Naturschutzgebiet besticht mit einer atemberaubenden und artenreichen Tierwelt.

In diesem Blogpost findest du einen authentischen Einblick, unsere Erfahrung und hilfreiche Tipps für Selbstfahrer.

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Authentisch Himba erleben

Die einzige Erfahrung die wir in Namibia unbedingt machen wollten, war ein Treffen mit dem Ureinwohner-Stamm der Himba.

 

So authentisch wie möglich, weg vom Menschen-Zoo, weg vom Mainstream und weg von den gekünstelten für die Touristen hochgezogenen Dörfern, die jeden Tag von Campern und Busladungen voll Menschen nur für das eine Foto besucht werden.

Dinge, die man beachten sollte

Know How und Insiderwissen

  • Achtung bei Offroad-Fahrten: Unfallgefahr! Meist passieren diese Unfälle, weil Entfernungen unterschätzt oder Tagesdistanzen zu großzügig geplant werden. Müdigkeit, Raserei, das kann schnell schiefgehen. Besser zeitig losfahren und sich während seiner 2-3-wöchigen Reise nur auf den Norden oder Süden des Landes beschränken.

  • Auf Schotterpisten maximal 80 km/h fahren, Schleudergefahr!

  • Je weiter man sich von den klassischen Tourirouten entfernt, desto schlechter werden die Straßen.

  • Es herrscht Linksverkehr.

  • Auch tagsüber mit Licht fahren. Das ist in Namibia Pflicht.

 

Namibia Blogartikel

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