Impfungen

 
 

Impfungen vor einer Weltreise

 

Ein wichtiges Thema, mit dem man sich vor Beginn der großen Reise auseinander setzen sollte.

Einige Ärzte werden dir so viele Impfungen wie möglich empfehlen, wenn du planst um die Welt zu tingeln, andere hingegen werden vorschlagen, die Route zusammenzustellen und darauf deine Impfungen abzustimmen.

 

Jeder muss für sich selber je nach Route und Reiseart entscheiden, was einem wichtig ist und worauf man eventuell verzichten kann. Wir haben für dich die gängigsten Impfungen für Auslandsaufenthalte zusammengefasst. Das Häkchen zeigt dir, welche wir selbst haben.

 

Man sieht die Namen der Krankheiten immer mal wieder beim durchblättern des Impfpasses, aber auseinandersetzen tun sich damit wahrscheinlich nur die wenigsten. Deshalb gibt es unsere kurze und knackige Übersicht für dich zum Durchstöbern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gegen Dengue-Fieber wurde 2016 eine Impfung (Dengvaxia) auf den Markt gebracht, die allerdings noch in den Kinderschuhen steckt und großflächig getestet wird.

 

Gegen Malaria gibt es noch keine Impfung. Man kann sich aber mit Prophylaxe-Tabletten schützen. Mehr dazu weiter unten.

Kosten:

 

Wir beide sind seit Jahren nicht mehr in Deutschland krankenversichert und können dir daher nichts über die Übernahme der Kosten von den Krankenkassen sagen. Wir haben alle Impfungen in Deutschland machen/auffrischen lassen und immer bar dafür bezahlt.

 

In Australien, wo wir vor der Weltreise fast 4 Jahre lebten, wären die Impfungen auch alle möglich gewesen, jedoch um einiges teurer, da wir dort bei jedem Arztbesuch (trotz privater Krankenversicherung) einen hohen Betrag zahlen mussten, um überhaupt einen Arzt sehen zu können. Der Impfstoff käme dann noch zusätzlich dazu. Tipp: Du musst nicht alle Impfungen schon in Deutschland im Voraus stechen lassen. Wenn du während der Reise merkst, dass du vielleicht doch noch eine Impfung benötigst, geh einfach in das örtliche Krankenhaus. Genug Bargeld und deinen internationalen Impfpass solltest du dabeihaben.

 

Tetanus: (Wundstarrkrampf)

 

 

Infektion:

 

Durch Bakterien, die hauptsächlich aus dem Erdreich und von Tierkot stammen. Man kann sich weltweit mit Tetanus anstecken, die Ansteckung erfolgt über eine verunreinigte Wunde.

 

Symptome:

 

Krämpfe, Kribbeln, Taubheitsgefühl an der Wunde, Schweißausbrüche, Kopfschmerzen und im schlimmsten Fall Erstickungsgefahr, wenn die Atemwege betroffen sind.

 

Inkubationszeit:

 

In der Regel 3 Tage bis 3 Wochen.

 

 

Polio:

 

Infektion:

 

Durch Viren im Stuhl. Übertragung durch Schmierinfektion aber auch verschmutztes Trinkwasser. Tröpfcheninfektion daher auch möglich. Hoch ansteckend.

 

Symptome:

 

Man merkt meist nichts von der Erkrankung. Die Anzeichen, wie Fieber, Hals und Kopfschmerzen kann man meist nicht zuordnen. Weitere Symptome können sein: Lähmungen der Arm- und Beinmuskulatur und im schlimmsten Fall der Sprech-, Schluck- und Atemmuskulatur.

 

Inkubationszeit:

 

3-35 Tage.

 

 

Diphtherie:

 

Infektion:

 

Wird durch Bakterien vor allem durch Tröpfcheninfektion übertragen. Man kann sich weltweit anstecken. Die Bakterien infizieren die Haut und Schleimhäute und können sich weiter im Körper ausbreiten. Infektion der Atemwege. Es setzen sich dort dauerhafte Beläge fest.

Zudem bildet sich ein Gift, das Herz, Niere und Leber dauerhaft schädigen kann.

 

Symptome:

 

Fieber, Bauchschmerzen, Gliederschmerzen. Erstickungsgefahr. Irreparable Schäden durch das Gift des Diphtherie-Bakteriums. Im schlimmsten Fall Herzversagen oder Nervenlähmung.

 

Inkubationszeit:

 

2 – 5 Tage.

 


Keuchhusten: (Pertussis)

 

 

Infektion:

 

Die Bakterien werden durch Tröpfcheninfektion übertragen. Man kann sich weltweit anstecken. Auch durch Menschen übertragbar, die unbemerkt erkranken. Sehr ansteckend.

 

Symptome:

 

Wochenlanger unspezifischer Husten. Schnupfen, Niesen, Heiserkeit. Gewichtsverlust, Lungen- und Mittelohrentzündung auch möglich. Schwer zu behandeln, da er selten erkannt wird.

 

Antibiotika verhindern zwar, dass der Erreger weitergegeben wird, ändern jedoch nichts am weiteren Verlauf der Krankheit.

 

Inkubationszeit:

 

Meist 9 – 10 Tage.

 

 

Hepatitis A + B:

 

Infektion:

 

Hepatitis A: Durch Bakterien, die mit dem Stuhl ausgeschieden werden. Schmierinfektion. Aber auch durch verunreinigte Lebensmittel. Man kann sich weltweit anstecken, vorwiegend aber in Ländern mit niedrigem Hygienestandard.

 

Hepatitis B: Übertragung durch Blut und Körperflüssigkeiten. Viele der Erkrankten bekommen Gelbsucht, in 10% der Fälle geht die Krankheit in eine chronische Hepatitis B über.

 

Weltweit entstehen jede dritte Leberzirrhose und mehr als jeder zweite Leberkrebs durch eine chronische Infektion.

 

Symptome:

 

Hepatitis A: Durchfall, Erbrechen, Bauchschmerzen, Abgeschlagenheit, Gelbsucht.

 

Hepatitis B: Grippe, Fieber, Abgeschlagenheit, Erbrechen, Gliederschmerzen, Durchfall. Später dunkler Urin. Wird in vielen Fällen anfangs nicht als Hepatitis B erkannt.

 

 

Inkubationszeit:

 

Hepatitis A: 15 – 50 Tage.

 

Hepatitis B: 40 – 200 Tage.

 

 

Typhus:

 

Infektion:

 

Durch verunreinigtes Trinkwasser und Lebensmittel, die mit den erregerhaltigen Ausscheidungen von infizierten Menschen (Stuhl oder Urin) kontaminiert sind. Die Gefahr sich anzustecken besteht weltweit, gerade in Ländern mit niedrigem Hygienestandard.

 

Symptome:

 

Bauchschmerzen, Übelkeit, Fieber, Durchfall. Die Krankheit kann tödlich verlaufen. Bis zu 4% der Erkrankten bleiben Dauerausscheider und somit Krankheitsüberträger.

 

Inkubationszeit:

 

In der Regel 3 – 60 Tage.

 

 

Gelbfieber:

 

Infektion:

 

Das Virus wird durch Stechmücken übertragen (auch tagsüber).

 

Symptome:

 

Die Symptome finden schubweise statt. Erst Fieber, dann fühlt man sich wieder normal, dann ein erneuter Fieberschub, der weiter zur Leberentzündung führen kann, begleitet von einer Gelbsucht infolge der Leberschädigung, sowie Schmerzen im Unterleib. Andere Symptome sind: Kopf- und Muskelschmerzen, Fieber, Übelkeit, Appetitlosigkeit. Leber- und Nierenversagen.

 

Der Körper wird vergiftet, es folgt Koma und Tod bei schwerem Verlauf. Die Todesrate liegt bei ca. 20%.

 

Inkubationszeit:

 

3 – 6 Tage.

 

 

Tollwut:

 

Infektion:

 

Virusinfektion. Übertragung durch Speichel infizierter Tiere (z.B. Hund, Fuchs, Fledermaus). Man kann sich weltweit anstecken.

 

Symptome:

 

Krämpfe, Kopfschmerzen, Unwohlsein, Halluzinationen, Verwirrtheit, aggressives Verhalten. Das Virus wandert durch die Nervenbahn ins Rückenmark und weiter ins Gehirn und endet meist tödlich, wenn die Krankheit unbehandelt bleibt.

Nach Delirium und starken Krämpfen folgt dann meist einige Tage später der Tod.

 

Inkubationszeit:

 

In der Regel 20 – 70 Tage, jedoch auch nach einigen Tagen bis hin zu einem Jahr möglich.

 

Ich selbst wurde als Kind in Russland von einem Straßenhund mit Verdacht auf Tollwut gebissen. Der Impfstoff war knapp, ich hatte aber Glück und bekam noch eine Dosis. Weitere Beschwerden oder Symptome blieben zum Glück aus. Wenn das Virus erstmal seinen Weg ins Gehirn gefunden hat, ist eine Impfung sinnlos.

 

 

Malaria:

 

Infektion:

 

Übertragung durch Moskitos, vorzugsweise zwischen Sonnenunter- und -aufgang. Es gibt gegen Malaria keine Impfung, nur Prophylaxetabletten.

 

Symptome:

 

Finden in Schüben statt. Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Schwäche, Erbrechen, Husten, Durchfall, Kreislaufkollaps, Schüttelfrost. Regelmäßige Fieberschübe (alle paar Tage) sind auch möglich.

 

Inkubationszeit:

 

1 Woche – 25 Tage.

 

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Unsere Erfahrung nach 5 Monaten Afrika: Wir waren zur Regenzeit in Botswana, Simbabwe und Namibia unterwegs und kauften uns die Malariaprophylaxe vor Ort in einer Apotheke. Ein Mal in Botswana und ein Mal in Namibia. Zum Bruchteil von dem, was die Tabletten mit gleichem Wirkstoff in Deutschland gekostet hätten. Wir möchten dir hiermit nur mitteilen, dass es möglich ist, die Tabletten auch dort zu kaufen. Informiere dich trotzdem bei einem Arzt, wäge die Risiken und Möglichkeiten ab und entscheide selbst, was du machen möchtest.

 

Nebenwirkungen, die wir während der Einnahme hatten: Teils starke Übelkeit am Morgen, Brechreiz, verwirrte Träume, extrem sonnenempfindliche Haut.

 

Mehr Infos zur Malariaprophylaxe findest du in unserem Erfahrungsbericht aus Botswana.

 

 

Dengue-Fieber:

 

Infektion:

 

Das Virus wird durch Mücken übertragen, die auch tagsüber aktiv sind. Eine Impfung gegen das Dengue-Fieber (Dengvaxia) wurde 2016 auf den Markt gebracht, befindet sich allerdings noch in der Testphase.

 

Symptome:

 

Oft unspezifische Symptome. Fieberausbrüche, fleckiger Hautauschlag, Kopf, Muskel- und Gliederschmerzen. Die Krankheit kann tödlich verlaufen.

 

Inkubationszeit:

 

3 – 14 Tage.

 
 
 
 
 
 
 
 

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Kati + Hermann

Wir sind zwei Backpacker und Reiseblogger, die ihr konventionelles Leben vor vielen Jahren hinter sich gelassen haben. Auf unserer Weltreise erkunden wir ferne Länder und lassen uns gerne treiben. Am liebsten abseits des Mainstream. 

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