Mongolei Reiseinfos

Tipps, Infos und Sehenswertes

Mongolei: kurz & knapp

Einwohnerzahl

3,2 Mio.

Währung

Tugrik

Klima

Ø -3,2 °C

Sprache

∙ Mongolisch

Touristenvisum

∙ Kostenlos

∙ 30 Tage

Lage

Wo genau liegt die Mongolei?

Die Mongolei ist ein Binnenstaat im östlichen Teil Zentralasiens und hat mit Russland und China nur zwei direkte Nachbarn.

 

Die Mongolei zählt etwa 3,3 Mio. Einwohner und gehört mit einer Bevölkerungsdichte von gerade einmal 1,8 pro km² mit zu den am dünnsten besiedelten Ländern der Welt.

 

Besonders interessant ist die Höhenlage der Mongolei; etwa ein Drittel des Landes zählt zum Hochgebirge, die Durchschnittshöhe des Landes liegt bei etwa 1580 Meter über dem Meeresspiegel, der niedrigste Punkt liegt auf 532 Metern im Osten des Landes, unweit vom Choch Nuur See.

Sprache und Verständigung

Wie du dich in der Mongolei verständigen kannst

Die offizielle Landessprache der Mongolei ist Mongolisch, es wird aber je nach Region zusätzlich noch Kasachisch, Burjatisch oder Tuwinisch gesprochen.

 

Mit Russisch (gerade bei der älteren Bevölkerung) und Englisch (bei der jüngeren) kommt man allerdings ohne Probleme zurecht.

 

Wie in jedem Land freuen sich die Einheimischen natürlich sehr darüber, wenn man als Reisender ein paar Worte in der Landessprache beherrscht.

 

Religion:

 

Die weitverbreitetste Religion in der Mongolei ist der Buddhismus, gefolgt von indigenen Religionen wie dem Schamanismus.

 

Seit der Demokratisierung im Jahre 1991 können sich auch Religionen wie das Christentum oder der Islam frei im Land entfalten

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Beste Reisezeit

Die beste Reisezeit für die Mongolei ist von Mai – September.

In der Mongolei herrscht ein stark kontinental geprägtes Klima, das durch lange, arktisch kalte und trockene Winter bestimmt wird.

 

Temperaturen von -50 Grad können im Winter auftreten. Im Januar beträgt die Durchschnittstemperatur -15 Grad Celsius im Süden und -35 Grad Celsius im Norden.

 

Die Sommer sind dagegen teilweise sehr heiß, mit Temperaturen bis zu 45 Grad, gerade in der Gobi Wüste. Ansonsten ist das Klima in den Sommermonaten recht warm, aber feucht.

 

Die Durchschnittstemperatur im Norden der Mongolei liegt im Juli bei etwa 10 Grad, im Süden bei etwa 22 Grad. Es kann es vorkommen, dass selbst im Juli noch Flächen im Gebirge und Seen gefroren sind.

 

Der Frühling und Herbst haben nur eine Dauer von wenigen Wochen, es gibt starke Temperaturschwankungen zwischen Tages- und Nachtwerten von bis zu 30 Grad.


Die Hauptstadt Ulan Bator gilt im Winter als kälteste Hauptstadt der Welt. Die Tagesdurchschnittstemperaturen liegen von Oktober - April unter dem Gefrierpunkt. Es gibt allerdings sage und schreibe 260 Sonnentage pro Jahr.

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Fortbewegung

Wie komme ich durchs Land?

Es gibt drei nennenswerte Fortbewegungsmöglichkeiten:

 

  • Mit einer geführten Tour (4WD, Fahrer, Guide), alle Kosten inklusive–Ein Auto inkl. Fahrer buchen

  • Auf eigene Faust mit dem Mietwagen/Allradwagen

  • Mit eigenem Fahrzeug–Mit einem Pferd in der Mongolei gibt es Dutzende Touranbieter, die alles von Privattouren, Fototouren, Wandertouren, Pferdetreckingtouren, bis hin zu Reisen im klassischen UAZ anbieten.

 

Preise starten bei etwa 50$ pro Tag/Person in einer 6-8er Gruppe.

 

Eine Privattour mit eigenem Fahrer und Guide (meist im Landcruiser) kostet um die 100$ pro Tag/Person.

 

Es gibt die Möglichkeit, einen privaten Fahrer inkl. Auto zu mieten. Preise starten hier bei etwa 60$/Tag. Nicht inkludiert ist der Sprit und die Verpflegung und Übernachtung für den Fahrer.

 

Möchte man vor Ort einen 4WD mieten und die Mongolei auf eigene Faust im Allradfahrzeug erkunden, starten Preise für einen voll ausgestatteten Wagen bei etwa 150$ pro Tag.

 

Reist du mit eigenem Fahrzeug um die Welt, ist das wahrscheinlich die entspannteste und beste Variante, das Land zu erkunden.Man kann sich vor Ort auch ein Pferd kaufen und auf eigene Faust das Land erkunden.

 

Bunt um die Welt Tipp:

 

Wir würden an dieser Stelle empfehlen, unbedingt ein Visum zu beantragen um so länger als 30 Tage im Land bleiben zu können.Die Mongolei ist ein riesengroßes Land, die Entfernungen weit und um es entspannt und ausgiebig zu erkunden, braucht man unserer Meinung nach mehr als 30 Tage.

Mongolei: Eine Tour buchen oder selber fahren?

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Sind die Straßen und die Infrastruktur wirklich so schlecht, dass man es nicht auf eigene Faust probieren kann?

 

Und wie authentisch ist das Reiseerlebnis noch, wenn gefühlt 90% der Touristen die gleichen Strecken abfahren und in den gleichen Camps übernachten?

 

Wir versuchen dir in diesem Blogartikel Antworten etwas Licht ins Dunkel zu bringen, welche Vor- und Nachteile eine geführte Tour durch die Mongolei hat.

Reisegefahr

Ist die Mongolei ein gefährliches Reiseland?

Nein! Die Mongolei ist ein sicheres Reiseland.

 

Als Gefahr wurden wir and dieser Stelle nur erwähnen, dass die Entfernungen gerne unterschätzt werden.

 

Wenn man auf eigene Faust und eigenem Autor reist, man sich bewusst sein sollte, dass die Sehenswürdigkeiten teils mehrere Tausend Kilometer voneinander entfernt liegen und es tagelang über Stock und Stein über die hügeligen Landschaften gehen kann.

 

Weit weg von asphaltierten Straßen. Straßenschilder gibt es abseits der Asphaltstraßen keine, man sollte Erfahrung im Offroadfahren und Navigieren mitbringen.

Welche Impfungen?

Welche Impfungen sind ratsam?

Für die direkte Anreise aus Deutschland sind keine speziellen Impfungen notwendig.

 

Als Reiseimpfungen werden allerdings Impfungen gegen:

 

- Hepatitis A und Tollwut

bei Langzeitaufenthalt auch gegen:

 

- Hepatitis B, Typhus, Meningitis (A/CW/Y) und FSME empfohlen.

Kostenniveau

Ist die Mongolei ein teures Reiseland?

Rechnet man die teuren Touren einmal weg, ist die Mongolei ein sehr günstiges Reiseland.

 

Unterkünfte gibt es ab etwa 10$ p.P./Tag, ein Liter Sprit kostet etwa 1.10 Euro, ein Hauptgericht in einem lokalen Restaurant kostet etwa 2 Euro.

Stromspannung

Welchen Adapter brauche ich?

In Mongolei werden die Steckdosen Typ C und E verwendet.

 

Wenn man aus Deutschland anreist, braucht man keinen Reisestecker-Adapter für die Mongolei. Deutsche Stecker passen.

Die Netzspannung beträgt 220 V bei einer Frequenz von 50 Hz.

Essen und Trinken

Die mongolische Küche ist im Wesentlichen durch Fleisch und Milchprodukte geprägt.

Boodoog

 

Eine ganze Ziege, die mit Zwiebeln, Kartoffel und heißen Steinen gefüllt wird, die das Tier von innen gart. Dieses Gericht wird traditionell auch aus einem Murmeltier gekocht.

 

Khorkhog

 

Traditionell wird hier Lammfleisch mit Kartoffeln und Gemüse wie Karotten in einem offenen Topf gekocht.

 

Buuds

 

Gekochte Teigtaschen, die mit Rind, Lamm, Zwiebeln, Knoblauch, und Pfeffer gefüllt und gedünstet werden.

Chuuschuur

 

Gebratene oder frittierte Teigtaschen, die mit Fleisch, Zwiebeln, Knoblauch, Salz, Kümmel und manchmal anderen Gewürzen gewürzt, zubereitet werden.

 

Tsuivan

 

Fleisch mit Nudeln, traditionell meist mit Rind oder Schaf. Dazu gibt es je nach Verfügbarkeit Kohl, Zwiebeln oder Karotten.

 

Guriltai Shul

 

Eine Hammelfleischsuppe, die mit Nudeln und Gemüse serviert wird. Oft wird hierfür sehr fettiges Fleisch genutzt.

 

Budaatai khuurga

 

Gekochter Reis mit Lamm oder Rind, dazu Zwiebeln, Kohl, Karotten, teilweise Paprika oder Ei.


Airag

 

Fermentierte Stutenmilch, die durch ein Tuch gesiebt, in einem fassgroßen, offenen Sack aus Rindsleder (Khukhuur) gegeben und mit einem Holzstampfer (Buluur) einige Zeit kräftig umgerührt wird.

 

Wie beim Kefir erfolgt die Gärung aufgrund einer Kombination von Milchsäurebakterien und Hefepilzen. Airag enthält bis zu 2% Alkohol.

 

Choormog

 

Ist ein joghurtähnliches, dickflüssiges und homogenes, leicht alkoholisches Milchprodukt mit säuerlichem Geschmack, das in der Mongolei überwiegend aus Yakmilch hergestellt wird.

 

Suutei Tsai

 

Der Klassiker in der Mongolei und Willkommensgetränk ist der Suutei Tsai, der Milchtee. Er wird aus Wasser, Milch, Teeblättern und Salz hergestellt.

Sehenswertes

Die schönsten Sehenswürdigkeiten der Mongolei

Ulan Bator

 

Die wuselige Hauptstadt und Ausgangspunkt vieler Aktivitäten in der Mongolei. Hier findet im Juli das Nationalfest Naadam über mehrere Tage statt. Die Mongolen messen sich in den drei traditionellen mongolischen Sportarten: Ringkampf, Bogenschießen und Pferderennen. Rund um das Station sind Streetfoodstände aufgebaut, es herrscht Volksfeststimmung.

 

Gobi Wüste

 

Die Gobi Wüste ist ein weiträumiges Trockengebiet in Zentralasien. Sie besteht aus zusammenhängenden, vielgestaltigen Wüsten- und Halbwüstenlandschaften. Spektakuläre Sehenswürdigkeiten sind u.a.

 

  • Bajandsag, oder auch Flaming Cliffs, Felsformationen in der zentralasiatischen Gobi.

  • Die singende Düne Khongoryn Els

 

Karakorum

 

Ist eine Ruinenstätte, liegt im Zentrum der Mongolei und war zwischen 1235 und 1260 Hauptstadt des Mongolischen Reichs.

 

Tsaatan Nomaden

 

Die Tsaatan Rentier Nomaden leben weit abseits jeglicher Zivilisation in tipi-ähnlichen Zelten, den so genannten Urts ganz im Norden der Mongolei. Der Weg dorthin ist beschwerlich, es führen keine Straßen dorthin, die letzten Kilometer legt man auf dem Pferderücken zurück. Was man vorfindet ist einfaches Leben, Dutzende Rentiere und Natur pur.

 

Altai Tavan Bogd Nationalpark

 

Ist ein Nationalpark ganz im Westen der Mongolei, südlich vom Tavan Bogd, dem mit 4374 Metern höchsten Berg der Mongolei. Tagelange Wanderungen durch unberührte Natur, zu Gletschern oder Berggipfeln wie dem Malchin Peak sind genauso drin wie Traumblicke auf einsame Bergseen oder Tierbeobachtungen.

 

Potanin-Gletscher

 

Der Potanin Gletscher ist mit 14 Kilometern der längste Gletscher der Mongolei und befindet sich im Altai Tavan Bodg Nationalpark. Die Landschaften sind geprägt von Schneebedeckten Berggipfeln, glasklaren Seen und einer unendlichen Weite sowie Abgeschiedenheit.

 

Khuvsgul See

 

Der zweigrösste See der Mongolei liegt auf etwa 1600 m, befindet sich im Norden, nicht weit von der russischen Grenze. Er ist 136 km Lang, bis zu 40 km breit und an seiner tiefsten Stelle 262 m tief und speichert etwa 70% des Trinkwasser-Vorkommens der Mongolei. Der Khuvsgul See ist ein beliebtes Touristenziel, gerade am Südwestufer sprießen Gercamps aus dem Boden.

 

Ölgii

 

Ist die Hauptstadt der Bayan Ölgii Provinz ganz im Westen. Von den knapp 30.000 Einwohnern stammen die meisten von den Kasachen ab. Ölgii ist für ihre kasachische Musik, ihre Stickereien und Kunst und natürlich für das Adler Festival bekannt. Man bekommt hier nochmal einen ganz anderen Einblick in die mongolische Kultur.

Gorchi-Tereldsch-Nationalpark

 

Dieser Nationalpark liegt etwa 55 km östlich von Ulan Bator.

Im Süden des Parkes liegt das Dorf Terenj, das durch eine asphaltierte Straße an die Hauptstadt angeschlossen ist; hier findet man dementsprechend auch die größte Dichte an touristischen Unterkünften. Der weitaus größere, nördlichere Teil des Nationalparks ist jedoch weitgehend unbesiedelt, kaum zugänglich aber dafür umso abenteuerlicher.

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Einzigartiges Abenteuer Mongolei
Zahme Rentiere lassen sich streicheln.jp
Die Rentiere der Mongolei

Wir verbrachten 3 Tage und 2 Nächte bei den Tsaatan Rentier Nomaden und berichten in diesem Reisebericht über unsere Erfahrung, das harte Leben in den Bergen und die Übernachtung in einer der einfachsten “Unterkünfte” unserer gesamten Weltreise. Ganz ohne fließend Wasser oder Toiletten.

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Tsagaan Suvarga: Bunte Klippen

Die Tsagaan Suvarga sind eine beeindruckende Klippenformation im nordöstlichen Teil der mongolischen Gobi Wüste. 

Wir wollen dir in diesem Blogartikel einen Überblick über diese landschaftliche Sehenswürdigkeit verschaffen und Tipps zur Übernachtung mitten im Nirgendwo geben.

Dinge, die man beachten sollte

Know How und Insiderwissen

  • Die Entfernungen sind lang, man sollte genug Zeit einplanen. Die Anreise zu den Tsaatan Nomaden oder zum Altai Tavan Bogd Nationalpark dauert bis zu 4 Tage in eine Richtung

  • Reist man auf eigene Faust, sollte man etwas Erfahrung in Offroad-Navigation mitbringen 

  • Straßenbeschilderung gibt es abseits der Asphaltstraßen keine

  • Bargeld ist die gängigste Bezahlart

  • Ist man als Vegeratier/Veganer unterwegs, sollte man am besten für sich selber kochen, es gibt (außer in Ulan Batar) wenig bis fast keine Auswahl an vegetarischen/veganen Gerichten

 

Mongolei Blogartikel

Wissenswertes, Tipps und ehrliche Reiseberichte

Kati &   Hermann

Wir sind zwei Backpacker und Reiseblogger, die ihr konventionelles Leben vor vielen Jahren hinter sich gelassen haben.

 

Auf unserer Weltreise erkunden wir ferne Länder und lassen uns gerne treiben. Am liebsten abseits des Mainstream. 

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Kati + Hermann

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