Australiens Ostküste: 3 Wochen Roadtrip

Aktualisiert: Juli 23


Grenzenlose Freiheit. Ungebunden und jeden Tag woanders sein. Das sind die Sehnsüchte, die einen immer wieder raus in die Natur und in Campervans ziehen und einen das Abenteuer Roadtrip in Angriff nehmen lassen. Einfach drauflos. Sehnsucht Vanlife: Das einfache Leben. Hinter jeder Ecke könnte das Paradies liegen, man muss nur abbiegen und seinem Instinkt folgen. Minimalistisch unterwegs sein, draußen kochen, chillen, morgens aufwachen, die Autoklappe öffnen und da ist er: Der perfekte Start in den Tag mit den schönsten Ausblicken auf Mutter Natur. In Neuseeland hatten wir die ersten Erfahrungen mit Roadtrips und dem Leben in Campervans gemacht. 5 Monate waren wir mit unserem geliebten Mazda Bongo auf der Nord- und Südinsel unterwegs. Haben auf engstem Raum gelebt, tonnenweise Dosenfutter gekocht, sind zu Vogelgezwitscher und Meeresrauschen aufgewacht und haben unser ganz persönliches Neuseeland dabei erlebt. Eine der besten Zeiten unseres Lebens. Das alles wollten wir nun auch in Australien erleben. Die Erwartungen waren hoch. Aber wo? Australien ist riesig und wir hatten nur 3 Wochen Zeit für unseren Roadtrip. Da wir jahrelang in den Kimberleys - Western Australien - gelebt hatten, ging es an die Ostküste.


In diesem Blogpost geben wir nützliche Tipps zum Thema Verpflegung, verraten dir unsere Route und wo wir unseren Camper gebucht haben. Teilen unsere Spartipps, erzählen über unsere Highlights und Flops und geben Ausflugstipps, damit deinem ganz persönlichen 3 Wochen Roadtrip an der Ostküste Australiens nichts mehr im Weg steht.



In diesem Artikel findest du: Der passende Campervan Allgemeine Tipps: ◦ Nützliche Apps ◦ Beste Reisezeit ◦ Planung ◦ Wie lange? ◦ Kosten ◦ Günstig Einkaufen Route Unser Roadtrip – Alle Stopps Unser Fazit



Der passende Campervan

Was kosten Campervans für 3 Wochen Roadtrip entlang der Ostküste? Welche Alternativen gibt es da? Verschiedene Modelle? Verschiedene Anbieter? Welches ist das “richtige” Auto für mich? Die Preise in Australien sind teilweise horrend und die Angebote vieler Anbieter zur Hauptsaison überteuert. Leider bekommt man hin und wieder schlecht gewartete und abgenutzte Fahrzeuge zu utopischen Preisen. Wichtig ist deshalb, sich genau zu informieren, was die jeweiligen Autovermieter genau anbieten.


Verschiedene Anbieter


Anbieter gibt es wie Sand am Meer. Für die Generation Backpacker oder alle, die mit wenig zufrieden sind, gibt es die günstigsten Alternativen von:


  • Wicked Camper

  • Spaceships

  • Hippie Camper

Einige andere große und renommierte Anbieter sind:


  • Mighty Camper

  • Star RV

  • Apollo

  • Autobarn

  • Maui

  • Britz

  • Go Cheap

  • Cruisin Motorhomes


Die Preise für diese Anbieter sind in der Regel etwas höher. Die Auswahl und der Vergleich im Netz dauert ein Weilchen, deshalb solltest du dir erst einmal überlegen, wie groß der Van überhaupt sein soll? Reicht ein normaler Kastenwagen mit Basisaustattung? Soll es ein Van sein, in dem du stehen kannst? Möchtest du einen Kühlschrank drin haben? Legst du Wert darauf, dass der Van wenige Kilometer drauf hat? Oder ist dir das egal? Einige Anbieter schlagen außerdem unübersichtliche Pauschalen drauf, bei manchen Anbietern hat man begrenzte Kilometer im Paket, manchmal hat man aber auch Glück und bekommt vor Ort ein Upgrade vom Fahrzeug. So wie wir. :) ↠ Unsere Wahl: Wir entschieden uns für ein Basic Modell (ohne Kühlschrank) von Hippie Campers.

Routentipp: Nord nach Süd? Oder Süd nach Nord?

Der wohl wichtigste Tipp ist, nicht mit den Touristenmassen zu reisen.

Soll heißen - wenn es irgendwie geht - nicht in der Hauptsaison (Nov-Feb) und entgegengesetzt zu allen anderen. Die meisten Backpacker/Touristen landen in Sydney oder Melbourne, weil es die Flugsuchmaschinen so ausspucken. Was dann passiert: Alle wollen möglichst sofort einen Campervan, um ihren Roadtrip zu starten. So landen hunderte Campervans am Ende der Saison im Norden oder sonst wo in Australien. Die müssen irgendwie zurück, um für die nächste Saison parat zu stehen. Unser Spartipp: Jetzt fängt das Sparen an! Wenn man anstatt von Melbourne oder Sydney → Cairns in die entgegengesetzte Richtung fährt (also von Cairns runter nach Sydney/Melbourne) und das auch noch am Ende der Saison, wurden bei uns aus ca. 980 € Mietpreis für 3 Wochen Roadtrip entlang der Ostküste Australiens nur schlappe 370 €. Für exakt denselben Van mit derselben Ausstattung. Wir waren zum Zeitpunkt der Buchung in Melbourne und selbst mit einem günstigen Inlandsflug nach Cairns (50 € p.P./one way) sparten wir am Ende noch über 50% auf den Mietpreis.


Allgemeine Tipps

Nützliche Apps

  • WikiCamps - mit der App kannst du deinen Standort angeben und schauen, welche Campingplätze sich in der Gegend befinden und was sie kosten. Hin und wieder findet man tolle kostenlose Rastplätze, die sogar über Duschen verfügen.


  • Wi-Fi Finder – diese App zeigt dir alle kostenlosen und auch kostenpflichtigen Plätze, an denen du Internet nutzen kannst. Die App nutzt deinen Standort für die Suche. Man kann die Suchergebnisse filtern (z.B. nur kostenlose Orte finden) und sowohl online, als auch offline genutzt werden.


  • Maps.Me – Unser All-time-Favourite. Sowohl offline, als auch online nutzbar zeigt dir diese App Entfernungen, Sehenswürdigkeiten, ATMs oder Restaurants an.


  • Fuel-Map – Diese App zeigt dir Tankstellen, die sich in deiner Nähe befinden. Egal ob die nächste oder die billigste, die App wird täglich von Einheimischen aktualisiert und bleibt somit immer top aktuell. Gerade wenn du einen Roadtrip in entlegenere Orte Australiens planst, sollte diese App nicht fehlen.


Beste Reisezeit für die Ostküste


Die beste Reisezeit ist wohl kurz vor und nach der Hauptsaison, also von September - Oktober und dann wieder von März - April.

Zu dieser Zeit befinden sich viele Vans im Norden (Cairns) und müssen irgendwie zu den Hauptmietstellen gelangen, für Sparfüchse ist also das die beste Zeit um den günstigsten Deal raus zu schlagen. Man kann bei der Anfrage bei den Mietwagenfirmen auch immer noch mal persönlich nach einem Rabatt nachfragen. Auch wenn ein Nein, oder “nur” 5 % dabei rauskommen. Besser als nichts. In der Hauptreisezeit von November bis Februar kann es auf den Camps teilweise recht voll werden, gerade weil in dieser Zeit (Dez/Jan) die großen australischen Sommerferien liegen und viele Aussies - und Touristen - unterwegs sind.


Planung


Je nachdem wie lange man Zeit hat, sollte man Dinge nicht zu weit im Voraus planen. Es ist gut, sich einen groben Plan mit Hauptzielen festzulegen, dazwischen kann man sich aber getrost treiben lassen. Viele Orte an der Ostküste ähneln sich, daher ist es nicht wirklich schlimm, einen auszulassen.


Unser Tipp wäre hier auf jeden Fall: Wenn du nicht gerade zur Hauptsaison reist, brauchst du eigentlich keine Campingplätze vorher zu reservieren. Bleib flexibel und frei, steck dir nur ein paar feste Ziele und lass dich den Rest deiner Zeit treiben. Dieser Reisestil verspricht das größte Abenteuer-Feeling.

Wie lange sollte man einplanen?


Für unseren Roadtrip von Cairns nach Sydney hatten wir 3 Wochen geplant und das war schlussendlich genau richtig für uns. Mehr Zeit im Land zu haben ist natürlich immer besser, man kann tiefer eintauchen, hat mehr Zeit zum Erkunden und Entspannen.


Kürzer geht natürlich auch, in 2 Wochen ist die Strecke auch machbar, jedoch müsste man dann viel auslassen/ sehr weit pro Tag fahren.

Kosten


Neben den Kosten für den Campervan sind die Hauptkosten auf einem Roadtrip Sprit, Verpflegung und Übernachtung. Spritpreise variieren und sind auf dem Land und in Touristenhochburgen höher, als in größeren Städten. Wenn du einen günstigen Preis entdeckst, tanke. Voll. An der Ostküste gibt es viele Aldi Filialen, die im Vergleich zu anderen Ketten oft am günstigsten sind. Kostenlose Camps gibt es, zu finden sind sie u.a. auf der App Wiki Camps Australia.

Sprit


Entlang der Ostküste variieren die Preise etwas. Im Schnitt kostet der Sprit in den großen Städten wie Sydney oder Brisbane weniger als z.B. in Airlie Beach. Brisbane 1,20 AU$ (0,77 €), Airlie Beach 1,55 AU$ ( 0,99 €).

Übernachtungen an der Ostküste


Reichen von kostenlos (wild campen, einige Rastplätze und versteckte Campingplätze) bis hin zu recht teuer. Das teuerste, das wir sahen war: 35$ ohne Strom, 50$ mit Strom pro Nacht, pro Fahrzeug. Wir schreiben bei allen Camps, die wir weiter unten in diesem Beitrag empfehlen, auch die Preise dazu.

Selbstverpflegung


Der Klassiker auf einem Roadtrip. Wir empfehlen die großen Supermarktketten Coles, Woolworths, IGA und Aldi oder die Wochenmärkte in den größeren Örtchen.

Preisbeispiele ↠ 1 l Wasser (im 8er Pack) – ab 0,50 AU$ - 0,38 € ↠ 1 kg Äpfel – ab 3 AU$ - 1,91 € ↠ Toast – 30 Cent/100g – 0,20 € ↠ Tee – 100er Pack – 3,50 AU$ - 2,23 € ↠ Bier – 1 Kasten (24 Stück) VB – 45 AU$ - 28,70 € ↠ Löslicher Kaffee – Ab 4 AU$/100g – 2,55 € ↠ 1 l Milch – 1 AU$ - 0,64 € ↠ 1 kg Haferflocken – 1,30 AU$ - 0,83 €

Günstig einkaufen


Es gibt eigentlich nur 4 Supermarktketten in Australien. Woolworth, Coles, IGA und Aldi. Die IGA Supermärkte sind recht teuer, dafür gibt es sie aber auch oft in kleinen Orten, in denen man Woolies und Coles nicht findet. Diese gibt es dafür in jeder Stadt, die Preise liegen irgendwo im Mittelfeld. Wer auf Inhaltsstoffe in seiner Nahrung und kleine Preise achtet, für den ist Aldi zu empfehlen. Die Auswahl ist nicht so groß wie bei den anderen Ketten, dafür stimmen die Preise und die Qualität. Aldi-Filialen sprießen wie Pilze aus dem Boden und man findet sie immer häufiger. Das beste: Es gibt deutsche Produkte und sogar Bier! Mehr Tipps und Tricks und Nützliches wie Sim-Karten findest du in unserem Australien Tipps & Tricks Blogpost. Dort geben wir auch viele Infos zum Thema Work & Travel. Denn auch wir fingen als W&H'ler an, bevor wir in unseren Jobs mitten im Outback gesponsert wurden und auf diese Weise länger im Land bleiben konnten.


Route

Wir hatten nichts geplant, was den genauen Verlauf unserer Route anging und buchten unseren Camper relativ spontan, etwa 3 Wochen im Voraus. Sydney nach Cairns? Oder andersherum? Wir einigten uns auf Cairns - Sydney. In 22 Tagen. Zum Zeitpunkt der Buchung befanden wir uns in Melbourne und flogen mit einem Inlandsflug (50 € p.P.) nach Cairns. Diese Option war die günstigste. Auf unseren Roadtrips planen wir so gut wie nichts. Egal ob auf unseren Safaris in Botswana oder Namibia oder unserem abenteuerlichen Roadtrip durch Kasachstan oder Georgien. Wir lieben die Freiheit uns das “treiben lassen” und so entschieden wir erst am jeweiligen Morgen, wohin die Fahrt gehen soll. Im Endeffekt sah unsere Route dann so aus: ↠ Cairns - Mission Beach - Girringun Nationalpark - Airlie Beach - Cape Hillsborough - Capricorn Caves - Rockhampton - Rainbow Beach - Brisbane - Byron Bay - Port Maquarie - Newcastle - Norah Heads

Der Roadtrip

Nachdem wir die Formalitäten bei der Zweigstelle von Hippie Campers in Cairns erledigt hatten, nahmen wir unseren "Tommy" freudestrahlend entgegen. Wir bekamen den Schlüssel und - warum auch immer - ein Upgrade. Neueres, besseres Modell mit Fernseher und Kühlschrank/Gefrierfach. Schlüssel ins Zündschloss, Sonnenbrille auf, Musik an und los. Erstes Ziel: Supermarkt! Schnell noch einkaufen, am besten langlebige und robuste Lebensmittel, die nicht so schnell verderben. Kartoffeln, Reis, Nudeln, Geräuchertes, Dosen, Mehl und paar Bierchen. Danach ging es endlich los! Wir fuhren aus Cairns und schon waren wir auf einer dieser typisch australischen endlos erscheinenden Straßen. Die Landschaft in Queensland ist dschungelmäßig, alles ist grün, dicht bewachsen und hügelig. Zuckerrohrplantagen erstrecken sich soweit das Auge reicht.

Im nächsten Punkt stellen wir dir die Stopps unseres Roadtrips vor. Es gab Highlights und auch Orte/Dinge, die wir uns unserer Meinung nach hätten sparen können. Aber lies selbst.

#1 Mission Beach

Mission Beach ist eine kleine Ortschaft im Norden von Queensland. Hier geht es eher ruhig und beschaulich zu. Es gibt viele schöne, weitläufige Strände, die zum Verweilen einladen. Je nach Jahreszeit solltest du dich aber unbedingt darüber informieren, ob gerade Quallensaison ist oder nicht. Es gibt dort die hochgiftigen Würfelquallen, die uns Menschen im schlimmsten Fall töten können, Infos gibt es direkt im Ort bei der Touristeninformation (Visitor Centre). Darüber hinaus sind dort riesige Salzwasserkrokodile anzutreffen. Schwimmen ist daher nur bedingt zu empfehlen. Es gibt Badestellen mit Netzen, die Quallen abhalten sollen. Wie sicher das Ganze ist, solltest du lieber vor Ort auschecken. Wir chillten ein wenig am Strand, ließen uns die Sonne auf unsere Bäuche scheinen und läuteten unseren Roadtrip ein. Komisches Gefühl, so einen schönen Strand direkt vor der Nase zu haben und nicht ins Wasser zu können.


#2 Wallaman Falls, Girringun Nationalpark

Die Wallaman Falls und der dazugehörige Campingplatz (Stony Creek), sollten der erste Stopp zum Übernachten werden. Picknickplätze, Aussichtspunkte, Wanderungen. All das und noch viel mehr findet man im Girringun Nationalpark. Der Wasserfall befindet sich ungefähr 45 Minuten landeinwärts, wenn man von der Hauptstraße abbiegt. Die Fahrt geht durch Zuckerrohrplantagen und Wälder und schlängelt sich schließlich bergauf. Die Straße ist fast durchgehend asphaltiert. Auf dem letzten Stück des Weges lebt eine riesige Flughundekolonie mit unzähligen Tieren, die verstreut in den Bäumen hingen und so laut schrien, wie wir es noch nie zuvor gehört hatten. Wir dachten erst, es wäre was mit dem Auto.


Angehalten, Motor aus, aber das laute Geräusch verschwand einfach nicht. Ausgestiegen, hoch geschaut und da waren sie: Hunderte Flughunde!


↠ Stony Creek Campingplatz: 22 AU$ p.P. plus 5 AU$ für das Auto. Das Stony Creek Camp ist super, es gibt fließendes Wasser und Duschen. Die Stellplätze sind großzügig und es darf Feuer gemacht werden. Die Übernachtung sollte im Voraus gebucht werden. Es gibt aber auch die Möglichkeit, vor Ort über eine Telefonzelle zu buchen. Das taten wir auch und es funktionierte unkompliziert und schnell. Vom Camp aus kann man zum Wallaman Parkplatz laufen oder fahren und sich den Wasserfall von verschiedenen Aussichtspunkten ansehen oder ein wenig wandern gehen (z.B. den Jinda Walk zum Pool des Wasserfalls). Die Wallaman Falls sind mit 278 m die höchsten einstufigen Wasserfälle Australiens, beeindruckende abgeschiedene Natur mitten im Dschungel. Mit viel Glück kann man in dieser Ecke auch die Kasuare sehen. Flugunfähig und ungefähr so groß wie ein Emu.


#3 Airlie Beach

Die erste Touristenhochburg auf unserem Roadtrip. Airlie Beach ist ein Mekka für Strandtouristen. Die kleine Stadt ist lebhaft und es finden regelmäßig Märkte statt, auf denen lokales Obst, Gemüse sowie Kleidung und Handwerkswaren verkauft werden. Es liegt ein Hauch von Hippy Flair in der Luft und die Einwohner scheinen allesamt entspannt. Wie könnte man auch anders, wenn man einen der schönsten Strände weltweit fast direkt vor der Haustür hat. Den Whitehaven Beach. Um dort hinzukommen muss man allerdings eine Tour mit einem der zahlreichen Ausflugsboote buchen. Man kann aus einer breiten Auswahl schöpfen: Da wären zum einen die Partyboote. Klein, laut, voll gestopft. Dann gibt es noch die sündhaft teuren Luxus Segelboote und zu guter Letzt noch irgendwas dazwischen. Je nach Vorliebe und Geschmack kannst du also das passende für dich raussuchen.


In der Innenstadt von Airlie Beach liegen die kleinen Shops der Anbieter, in denen du die Preise vergleichen und direkt buchen kannst. Preise für ½ Tagestouren: Ab 66 €. Ganztagestouren ab: 110 €. Für mehrtägige Touren (3 Tage) ab 350 €.

Wer es besonders eilig hat und Geld locker sitzen hat, kann sich fliegen lassen und die Schönheit des Riffs aus der Luft bewundern. Preise für Rundflüge starten bei um die 150 € p.P.


Wir hatten im Vorfeld (aus Mission Beach) eine entspannte Segeltour auf einem ehemaligen japanischen Fischerboot gebucht. Der Preis hielt sich in Grenzen (450 AU$ für 3 Tage) und das Beste daran: Es sind maximal 8 Urlauber an Bord und es gibt keine feste Route. Man kann auf der Tour den berühmten Whitehaven Beach betreten und dort ein paar Stunden verweilen oder baden. Mehr dazu findest du in unserem Ise Pearl Artikel. Hinweis: Diese Tour findet leider nicht mehr statt.


Die Küste vor Airlie Beach besteht aus unzähligen Inseln. Viele sind unbewohnt, es gibt aber auch luxuriöse Hotelinseln, auf denen man seinen Urlaub verbringen kann.


#4 Cape Hillsborough

Cape Hillsborough ist ein kleiner Nationalpark an der Küste Queenslands. Die Region ist für ihre gut ausgebauten Wanderwege bekannt und ein beliebtes Wochenendziel der Einheimischen. Es gibt direkt an der Küste einen tollen Campingplatz (Cape Hillsborough Nature Tourist Park), auf dem wir ein paar Nächte verbrachten. Die Anlage bietet alles was man auf einem Roadtrip braucht: Waschmaschinen, warme Duschen und sogar einen kleinen Minigolfplatz. Zur Zeit unseres Besuches (März) war gerade Schmetterlingssaison und überall flogen kleine blaue Falter umher. Zu Tausenden saßen sie in den Bäumen. Für kurze Zeit fühlte sich es an wie in einem kitschigen Disneyfilm.

↠ Cape Hillsborough Nature Tourist Park: Mit Strom: 34 AU$ für 2 Personen, ohne Strom 29 AU$ für 2 Personen. In der Hauptsaison (Schulferien) 45 AU$ und 40 AU$. Rund um das Camp kann man einige kurze Wanderungen starten. Wir machten uns auf den Weg über einen kleinen Holzsteg, vorbei an einer Art Sumpf. Immer mit dabei, die blauen Schmetterlinge. Vögel zwitscherten überall und Truthähne liefen aufgeregt umher. Wir gingen ca. 1 Stunde bis zu einer kleinen Bucht. Dort angekommen machten wir eine kleine Pause und genossen die Ruhe.


Falls du vorhast dort zu schwimmen, ist auch hier eine Warnung fällig: Krokodile! Man kann es nicht oft genug sagen: In Australien ist das immer so ein Ding mit dem Baden. Im Meer lauern oft Haie, im Fluss das Krokodil. Wenn man diesbezüglich Warnschilder sieht, ist man gut beraten, sich dran zu halten.


#5 Capricorn Caves

Die Capricorn Caves befinden sich etwa 23 km von Rockhampton entfernt und was sollen wir sagen? Es war ok. Wir hatten sie erst nicht auf dem Schirm, haben dann aber zufällig ein Schild beim Vorbeifahren entdeckt. Höhlen faszinieren uns, besonders wenn die Tropfsteine die bizarrsten Formationen ergeben und kleine Fledermäuse an einem vorbeihuschen. Nach unserer Ankunft buchten wir direkt eine Führung, ohne kann man die Höhlen leider nicht betreten. Der Preis war allerdings mit 32,50$ p.P. für eine Stunde recht hoch. Mit unserem Guide ging es über eine kleine Hängebrücke hinein. Die Höhle wurde einst von tausenden Fledermäusen bewohnt und an einer Stelle in der Höhle hielt der Guide kurz inne und erzählte uns, dass wir gerade auf einem riesigen Berg von Fledermausexkrementen stehen. Meterdick, etwas rutschig aber zum Glück nicht wirklich stinkend. Das Highlight des Systems ist die Cathedral Cave. Eine ballsaalartige Grotte, in der Bänke platziert wurden und immer mal wieder Konzerte stattfinden. Die Höhle ist stockdunkel und verfügt über eine einzigartige Akustik, wie der Tourguide in einem kleinen Experiment bewies. Er bittet die Besucher Platz zu nehmen, bevor fast alle Lichter ausgeschaltet werden. Dann wird langsam Musik eingespielt. Gepaart mit dem fast nicht vorhandenen Licht und der unglaublichen Akustik war das ein tolles Erlebnis. Gänsehaut pur.

Tipp: Die Touren starten immer zur vollen Stunde. Bei den ersten des Tages (9 bzw. 10 Uhr) stehen die Chancen auf eine kleine Teilnehmerzahl recht gut.

#6 Rockhampton

Rockhampton sollte nur ein kleiner Zwischenstopp auf unserem Weg zum Rainbow Beach werden. Wir hatten im Vorfeld oft gehört, dass es hier das beste Rindfleisch in Australien geben soll. Das Fleisch sei überall exzellent, wurde uns mehrmals zuvor versichert. Wir fuhren ins Stadtzentrum, parkten unseren „Tommy“ und machten uns auf die Suche nach einem geeigneten Lokal. Steakhäuser gab es überall, manche teuer, die anderen eher günstig. Wir entschieden uns für die Mittelklasse. Um es kurz und schmerzlos zu halten, das Steak war eher nicht so. Vielleicht waren wir auch einfach nur im falschen Lokal. Steak essen in Rockhampton hätten wir uns also sparen können.

#7 Rainbow Beach

Diese kleine Stadt liegt direkt an der Küste der berühmten Sunshine Coast. Der Ort ist das Ausgangszentrum für Touren auf die größte Sandinsel der Welt, Fraser Island. Auf Fraser Island werden verschiedenste Aktivitäten angeboten: Von Whale whatching, wandern, bis hin zu Camping, fischen oder einfach mit einem 4WD über die Sanddünen zu brettern. Tagestouren starten hier bei 170 AU$ (109 €).

In Rainbow Beach selbst gibt es eher nicht so viel zu tun, Strand und chillen gehören hier zu den Highlights. Unser Tipp: Einige Campingplätze rund um Rainbow Beach sind nur mit 4WD Fahrzeugen zu erreichen. Alle liegen recht nah am Strand, sind aber teilweise nur durch eine Fahrt durch zentimeterhohen Sand zu erreichen. Wir hatten uns für den S.S. Dorrigo Campingplatz entschieden, suchten uns ein Plätzchen fast direkt am Strand aus und machten es uns gemütlich. Die Campingplätze dort sind sehr simpel, verfügen aber über Toiletten und es darf Lagerfeuer entfacht werden.


↠ S.S. Dorrigo Campingplatz: 20 AU$ p.P.

#8 Lone Pine Sanctuary – Brisbane

Koalas! Leider hatten wir in Australien nie das Glück, einen Koala in der freien Wildbahn zu sehen. Wir lebten die meiste Zeit im Norden Western Australiens, wo man die flauschigen Freunde leider nicht antrifft.

Es gibt im Tierpark die verschiedensten Gehege: Echsen, Ziegen, Kangaroos, Wombats und eben die süßen Koalas. Wir gingen als erstes zu den Lorikeets, den kleinen, bunten Papageien. Jeden Morgen zur Fütterungszeit kommen wilde Schwärme angeflogen und warten hungrig auf die Futter verteilenden Besucher.

Wir spazierten weiter zum Känguru-Streichelzoo-Gehege, kauften uns vorher aber noch einen kleinen Beutel mit Futter. Die Kängurus und Wallabies sind allesamt sehr zahm und lassen sich gegen etwas Futter ausgiebig streicheln. Da wir sehr früh im Gehege ankamen, waren außer uns noch nicht viele Besucher unterwegs. So hatten wir die Kängurus fast für uns alleine.


Der Park füllt sich ab 10 Uhr recht schnell und die Tiere fangen an sich zurückzuziehen. Kann man ihnen nicht verübeln, wenn Dutzende schreiende Kinder auf sie losrennen, und Besucher zwanghaft versuchen Selfies zu schießen.

Ähnliches Bild bei den Koalas, es ist definitiv eine tolle Erfahrung, einen kleinen Koala zu halten. Nur, wir hätten es eigentlich besser wissen sollen! Jeder, der in den Park kommt, will wahrscheinlich dieses eine Foto. Und so werden Bärchen nach Bärchen von den Bäumen geholt und dem zahlenden Gast auf die Arme gelegt. Wenn ein Koala keine Lust hat, kommt eben der Nächste. Das geht den ganzen Tag so. Wenn ich gerade so zurück reflektiere, ist das wohl ein armseliges Dasein dieser Tiere, in einem Park, der sich selbst einen Öko-Stempel aufdrückt. Aber vielleicht ist das Futter ja Bio!

#9 Byron Bay – Hippie Alarm!

Byron Bay, irgendwo im Nirgendwo. Damit ist nicht die Lage des Ortes gemeint, sondern vielmehr das Gefühl, dass uns überkommt, wenn jemand fragt wie wir Byron Bay beschreiben würden. Der kleine Ort ist voll. Voll mit Künstlern, Hippies, Surfern und Querdenkern. Manche von ihnen, weil sie es selbst so wollen, andere weil sie irgendwann mal hängen geblieben sind. Das meine ich auf keinen Fall negativ, vielmehr fanden wir den Ort unglaublich faszinierend, herrlich alternativ und verrückt. Klamottenläden mit Outfits, die man nur in Byron Bay tragen kann, ohne schief angeschaut zu werden, super Cafés und viel Selbstgemachtes. Der Ort war einer der quirligsten der Ostküste. Überall waren Menschen unterwegs, es spielte Musik, war bunt und irgendwie lag positiver Vibe in der Luft. Toller Ort für einen Zwischenstopp oder um eben auch hängen zu bleiben. :)

#10 Nambucca Heads, Port Maquarie & Forster

Wir fassen die drei Ortschaften zusammen, da sie sich aus Besuchersicht sehr ähneln. Dieser Abschnitt der Route, wie auch große Teile des Roadtrips unterscheiden sich kaum. Der Highway zieht sich fast die ganze Zeit an der Küste entlang und Freizeitaktivitäten sind meist mit einem Strandbesuch oder einem Ausflug auf eine Insel verbunden. Das ist der australische Lifestyle, nach dem sich viele junge wie auch ältere Urlauber sehnen. Immer mit der Ruhe, kein Stress, viel Sonne und viel Meer. All das bieten diese Orte und Städte. Hier ein kleiner Wanderweg, da eine Aussichtsplattform, um sich einen Strand mal von oben anschauen zu können.


#11 Blackbutt Reserve – Newcastle

Das Blackbutt Reserve ist ein Tipp für Sparfüchse, die gerne Tiere für lau sehen möchten. Dieser kleine Tierpark liegt recht zentral in der Stadt, der Eintritt ist kostenlos. Es gibt allerhand Vögel, Koalas und andere Tiere zu sehen.


Der Park ist schon etwas älter und etwas heruntergekommen, wurde aber zum Zeitpunkt unseres Besuches renoviert. Es gibt verschiedene Wanderwege und Picknickplätze, an denen man entspannen kann. Er ist nicht der schönste, dafür aber ein kostenloser Park, in dem man ein paar Stündchen verbringen kann.

#12 Norah Heads. Unser letzter Stopp

Dies war unser letzter Stopp, bevor wir unseren Tommy wieder in Sydney haben abgeben müssen. Wir verbrachten zwei Tage nur in der Gegend rund um den Campingplatz (Norah Heads Holiday Park), da dieser über einen Strandzugang verfügte. Wir chillten größtenteils am/im Meer und verbrachten Zeit damit, Surfern zuzuschauen wie sie sich in die Fluten stürzten und surften. Toller Ort zum länger bleiben und im Moment zu leben. ↠ Norah Heads Holiday Park: Mit Strom ab 41 AU$ für 2 Personen, ohne Strom ab 30 AU$ für 2 Pax.


Die letzten Meter - Ankunft in Sydney Nach 3 Wochen Roadtrip entlang der Ostküste Australiens kamen wir nach knappen 2500 gefahrenen Kilometern in Sydney an. Mit dem Camper gab es keine Probleme, auch sonst lief alles nach “Plan”.

Unser Fazit

Wenn man noch nie einen Roadtrip gemacht hat, eignet sich die Ostküste Australiens dafür optimal. 3 Wochen sind eine gute Zeit, wenn du mehr freie Tage zur Verfügung hast, umso besser. Die Straßen sind einfach zu befahren, die Ausschilderung ist gut und der typische Aussie Lifestyle erwartet dich hier. No worries mate!


Mit den Apps als Hilfe kann nichts mehr schief gehen, ebenso ist das Thema Tanken an der Ostküste kein wirkliches Problem. Spätestens alle 100 Kilometer warten Tankmöglichkeiten. Verpflegen kannst du dich ohne große Probleme selbst, hast du darauf keine Lust, warten unzählige Fish'n'Chips oder andere Lokale auf dich. Man taucht selbst schnell in diesen Lifestyle ein, alles geht entspannt zu, die warmen Temperaturen, die Meeresbrise. 3 Wochen Roadtrip vergehen schnell, aber Australien bietet neben der Ostküste noch viele weitere Möglichkeiten, das Land im Van zu erkunden.


Hast du die Strecke selber schon mal befahren, oder planst es zu tun? Welche Erfahrungen hast du gemacht? Lass uns wissen, wie es dir gefallen hat oder ob du vielleicht noch ein paar Tipps für deinen eigenen Roadtrip gebrauchen kannst.

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Kati &   Hermann

Wir sind zwei Backpacker und Reiseblogger, die ihr konventionelles Leben vor vielen Jahren hinter sich gelassen haben.

 

Auf unserer Weltreise erkunden wir ferne Länder und lassen uns gerne treiben. Am liebsten abseits des Mainstream. 

Kati + Hermann

Wir sind zwei Backpacker und Reiseblogger, die ihr konventionelles Leben vor vielen Jahren hinter sich gelassen haben.

 

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