Camping in Namibia: Campsites und Lodges für deinen Roadtrip

Aktualisiert: 17. Dez 2019


Du suchst günstige und gute Campsites für dein Roadtrip Abenteuer durch Namibia? Wir stellen dir in diesem Artikel alle Campingplätze und Lodges vor, die wir angesteuert und auf denen wir selbst übernachtet haben. Preise, Preis-Leistungs-Verhältnis, was uns gut bzw. weniger gut gefallen hat und was man von den verschiedenen Camps aus unternehmen kann.

Wie auch schon in Botswana, mieteten wir uns in Namibia für 22 Tage ein Allradfahrzeug, um das Land auf eigene Faust zu erkunden. Unser Roadtrip beschränkte sich auf die Mitte und den Norden des Landes, wir wollten uns nicht hetzen und zu viele Kilometer an einem Tag fahren.

Da unser Budget alleine mit dem Auto schon fast gesprengt war, haben wir alle 22 Tage auf mal mehr, mal weniger einfachen Campingplätzen verbracht. Die Preisspanne variierte dabei von ca. 3 € p.P./Nacht, bis hin zu 21 € p.P./Nacht. Alle Camps fuhren wir spontan an, wir haben für unseren Namibia Roadtrip nichts vorgebucht und meist erst am selben Tag entschieden, wo wir die Nacht verbringen werden. Viele Camps hatten wir ganz für uns alleine; wir müssen allerdings dazu sagen, dass wir in der Nebensaison unterwegs waren.

Alle Preise sind pro Person und pro Nacht angegeben.



Camp #01: Sossus Oasis Camp in Sesriem

Preis: 145 N$ (~10 €) - geteilte Waschhäuser/ 200 N$ (~13 €) - eigenes Waschhaus

Pro:

  • Tankstelle und gut ausgestatteter Shop direkt am Camp

  • großzügige Stellplätze

  • Braai-Bereich, Wasseranschluss, Strom auf jeder Campsite

  • tolle Aussichten

  • saubere "outdoor" Waschhäuser


Contra:

  • Nichts


Wir haben uns für den Stellplatz mit geteiltem Waschhaus entschieden, was unserer Meinung nach völlig ausreichend ist. Die teureren Plätze verfügen über eine kleine, überdachte Hütte mit eigenem Klo/Dusche, die günstigeren Plätze nur über Bäume, die Schatten spenden. Pool ist in beiden Bereichen vorhanden.

Die Umgebung von Sesriem hat einiges zu bieten, wie z.B. den Sesriem Canyon, der nur ca. 5 km vom Camp entfernt liegt. Achtung: Es muss ein bewachtes Tor passiert werden. Eintritt 170 N$ (~11 €). Wenn du es mit den Sossusvlei/Deadvlei Sanddünen kombinierst, musst du nur einmalig Eintritt zahlen. Sossusvlei und Deadvlei liegen ca. 70 km vom Camp entfernt. Die Schranke für die Nutzung der Straße zu den Dünen öffnet um 6:30 Uhr, die ersten Touristen stehen allerdings schon um 6:00 Uhr davor.


Camp #2: Tiger Reef Campsite in Swakopmund

Preis: 180 N$ p.P. (12 €) in der Nebensaison, Stellplatz inklusive. In der Hauptsaison kommen dann noch 150 N$ (10 €) extra für den Stellplatz dazu.

Pro:

  • saubere, sehr geräumige Waschhäuser

  • eigener, abgegrenzter Bereich

  • Braai-Bereich, Strom

  • gratis Internet

  • überdachte Sitzbereiche


Contra:

  • nichts besonderes, etwas "eng"

  • ohne besondere Aussicht

Das Camp liegt direkt in Swakopmund und somit in der Nähe von Restaurants, es gibt im Ort zudem viele Shops und Tankstellen. Die Campingplätze sind nichts besonderes, jedoch ausreichend. Für uns waren Strom und gratis Wifi und die geräumigen Waschhäuser der größte Bonus.

Swakopmund und Walvis Bay lassen sich gut miteinander kombinieren. Surfen auf Sanddünen, Flamingos in der Bucht, Quadtouren durch die Wüste oder Parasailing sind nur einige er Aktivitäten. Außerdem eignet sich der Ort gut, um nochmal seine Reserven aufzufüllen und zu tanken, bevor man in Richtung Skeleton Coast oder ins Landesinnere fährt.

Was wir in Namibia sonst so erlebten? Klick dich durch unsere Abenteuer:




Camp #3: Spitzkoppe Rest Camp an der Spitzkoppe

Preis: 165 N$ p.P. (11 €)

Pro:

  • unglaubliche Natur um einen herum

  • abgeschiedene, großzügige Stellplätze

  • man hat seine Ruhe

  • eigener Braai-Bereich

  • sauberes Plumpsklo auf jedem Stellplatz

  • viel zu unternehmen

Contra:

  • je nach Nr. des Stellplatzes sind die Duschen recht weit entfernt

  • kein Strom, fließend Wasser

Dieses günstige Camp in Traumlage hat uns unglaublich gut gefallen (wir hatten Stellplatz Nr. 15). Die Location und die großzügigen, abgeschiedenen Campingplätze waren der Wahnsinn. Fließend Wasser und Strom gibt es auf den Campsites nicht, allerdings gibt es eine Bar mit angrenzenden Duschen, die benutzt werden können.


Außerdem ein kleiner Shop, in dem es z.B. Bier (35 N$ - 2,33 €) oder Feuerholz (5 kg/45 N$ - 3 €) zu kaufen gibt. Ausflüge können direkt an der Rezeption gebucht werden.

Da wären z.B. Reiten: 1 Std. für 300 N$ (20 €) oder 2 Std. für 450 N$ (30 €). Ansonsten kann man noch eine geführte Tour zu den Höhlenmalereien für 55 N$ p.P. (3,67 €) buchen. Es werden verschiedene Touren angeboten, wie buchten die zum Bushmans Paradise. Festes Schuhwerk nicht vergessen, es geht steil bergauf. Da wir noch etwas Zeit übrig hatten, zeigte unser Guide uns noch das Small Bushmans Paradise. Diese Malereien liegen nur wenige Meter von der Fahrbahn entfernt und sind einfacher zu besichtigen.

Es gibt einige Aussichtspunkte (wie z.B. die Rock Pools oder die Stone Bridge), die auf eigene Fast erkundet werden können. Wir sind die Rock Pools bis oben auf den Gipfel rauf und hatten von dort oben die beste Sicht auf die Spitzkoppe. Da die Felsen alle sehr ausgewaschen sind, sind sie leicht begehbar, selbst mit Flip Flops.


Campsite #4: Springbokwater Gate Camp am Parkeingang zur Skeleton Coast

Preis: 40 N$ p.P. (2,67 €)

Pro:

  • mitten im Nirgendwo

  • 'Marslandschaft'

  • sehr günstig

  • sauberer Platz

  • Braai Bereich, Strom am Waschhaus

  • keine Mücken

Contra:

  • Waschhäuser etwas in die Jahre gekommen

Hier sind wir gelandet, weil uns die Preise an der Skeleton Coast zu teuer waren. Ein Chalet an der Terrace Bay kostet 1210 N$ p.P. (80,67 €), ein Campingplatz an der Torra Bay kostet 240 N$ p.P (16 €).

Am Ausgang bzw. Eingang des Skeleton Coast Parks - je nachdem aus welcher Richtung man kommt - fanden wir durch Zufall dieses kleine, recht einfache, für uns aber völlig ausreichende Springbokwater Gate Camp. Zu unternehmen gibt es dort nicht wirklich etwas, die Einheimischen freuen sich aber, wenn man sich zu einem Plausch zu ihnen gesellt. Ansonsten kann man hier verschiedenste Kristalle zu günstigen Preisen kaufen. Diese kosteten hier nur einen Bruchteil der Preise, die an Touristenhochburgen, wie z.b. Twyfelfontein verlangt werden.


Campsite # 5: Aababis Mountain Camp in Twyfelfontein

Preis: 120 N$ p.P. (8 €)

Pro:

  • eines der günstigsten Camps der Region

  • schattige Plätze

  • outdoor Klos/Duschen

  • nette, schattige Bar

  • einige Plätze haben Wasseranschluss und Braai Bereich

Contra:

  • wirkte etwas lieblos und vernachlässigt

Achtung: In diesem Camp nur Barzahlung möglich. Wir machten erst am Mowani Mountain Camp Halt, als wir allerdings den Preis hörten (275 N$ p.P. - 18 €), entschieden wir uns weiterzufahren. Einige Kilometer weiter landeten wir dann im Aababis Camp. Billiger, auch in toller Location gelegen, mit hauseigener Bar. Außer uns war niemand dort. Dieses Camp ist eher was für Leute mit nicht zu hohen Ansprüche. Die outdoor Duschen und Klos sind sehr, sehr einfach. Strom gibt es keinen, unser Stellplatz hatte aber einen Wasseranschluss und Braai Bereich.

Die Umgebung lädt zu einigen Aktivitäten ein, z.B. einer Erkundung der Höhlencarvings. Mit einem Guide, ohne geht leider nicht, macht man sich auf den Weg und erkundet ca. 1,5 Stunden die Region mit den verschiedenen Carvings und deren Bedeutungen. Die Tour kostet 100 N$ p.P. (6,7 €).

Ansonsten kann man den Burnt Mountain besichtigen. Lohnt sich unserer Meinung nach nicht. Als wir hin sind konnten wir den "verbrannten" Berg schon sehen und wollten eigentlich nur schnell einen Fotostopp einlegen. Als wir sahen, dass man dafür Eintritt zahlen musste, drehten wir um. In der Umgebung gibt es noch den Petrified Forest. Man kann dort versteinerte und uralte Baumüberreste besichtigen. Die Tour kostet für 30 Minuten 100 N$ (6,7 €).


Campsite #6: Sophienhof Lodge

Preis: 200 N$ p.P. (~13 €)

Pro:

  • inmitten toller Natur gelegen

  • Strom, Braai und Wasseranschluss an jedem Stellplatz

  • gratis Wifi

  • saubere Waschhäuschen

  • sehr gepflegte Anlage

  • Pool, Bar, Restaurant

Contra:

  • Nichts


Da wir die Tage davor in Camps ohne Strom und Wifi waren, wollten wir nochmal die volle Ladung Luxus genießen, bevor wir uns auf den Weg in den Etosha Nationalpark machten. Die Anlage ist riesig, wir waren die einzigen Camper vor Ort.


Die Lodge verfügt über ein 8000 Hektar großes, privates Game Reserve, in dem alles von Leoparden bis zu Giraffen zu Hause ist. 3 Stunden Game Drive für 2 Personen kosten 250 N$ (16,7 Euro). Außerdem kann man sich in der Lodge Fahrräder ausleihen und einen Teil des Parks auf dem Rad erkunden. Hier machten wir auch das beste Schnäppchen, was Feuerholz angeht. Zahlten wir an der Spitzkoppe noch 45 N$ (3 €) für 5 kg, bekamen wir hier 20 kg für 50 N$ (~3 €).



Campsite #7: Halali Camp im Etosha Nationalpark

Preis: 310 N$ p.P. (~21 €)

Eintritt in den Etosha: 80 N$ p.P./Tag (~5€), Auto 10 N$/Tag (0,7 €)

Pro:

  • liegt direkt im Nationalpark

  • Strom, Braai Bereich an vielen Stellplätzen

  • Shop, Bar, Restaurant

  • Wasserloch direkt am Camp

Contra:

  • das mit Abstand "unschönste" Camp während unserer Roadtrips durch Botswana und Namibia

  • lieblos, in die Jahre gekommen, ungepflegt

  • teilweise demolierte Waschhäuser

  • zu teuer für das, was man bekommt

  • riesengroße Anlage, sehr touristisch

Dieses Camp suchten wir uns aus, weil es am praktischsten für uns lag. Wir hatten erst überlegt außerhalb des Parks zu übernachten, als wir dann aber die Entfernungen berücksichtigten, machte das für uns keinen Sinn mehr. Das Camp ist ok für eine Nacht, mehr aber auch nicht. Vom Camp kann man zu Fuß zum campeigenen Wasserloch spazieren und Tiere im Sonnenuntergang beobachten. Internet kostet: 150 MB = 50 N$ (~3 €)


Das Camp bietet geführte Game Drives an: 3 Stunden tagsüber: 610 N$ (~41 € - mind. 2 Personen) oder einen Nacht Game Drive, 3 Stunden: 730 N$ (49 €). War uns persönlich zu teuer, zumal von den Game Drive Autos auch nur die Routen abgefahren werden, die man mit seinem eigenen Auto sowieso befahren kann.



Campsite #8: Namutoni Camp im Etosha Nationalpark

Preis: 310 N$ p.P. (~21 €)

Eintritt in den Etosha: 80 N$ p.P./Tag (~5 €), Auto 10 N$/Tag (0,7 €)

Pro:

  • direkt im Etosha Nationalpark

  • nicht ganz so überlaufen wie das Halali Camp

  • schöne, schattige Stellplätze

  • Strom, Braai am Stellplatz

  • campeigenes Wasserloch

  • Bar, Shop, Pool, Restaurant

Contra:

  • die Anlage machte einen netteren Eindruck als das Halali Camp, dennoch wirkte es etwas vernachlässigt und lieblos

  • Preis-Leistungs-Verhältnis nicht in der Waage

Das Namutoni Camp war unser zweiter Stopp im Etosha. Dieses Camp ist kleiner und etwas gepflegter als das Halali Camp. Auch von dieser Anlage werden Game Drives angeboten. Minimum 2 Personen. Tagsüber 3 Stunden: 610 N$ (41 €), Nacht Game Drive 3 Stunden = 730 N$ (49 €). Karten für den Park können in beiden Camps gekauft werden. Preise für Erfrischungsgetränke im moderaten Bereich. Cola: 90 Cent. Bier: 1,20 €.



Campingplatz #9: Das Ondawanga Rest Camp

Preis: 110 N$ p.P. (~7 €)

Pro:

  • günstig

  • eignet sich gut als Zwischenstopp auf dem Weg vom Etosha zu den Ruacana Falls

  • im Ort gibt es Märkte, Shops und genügend Tankstellen

  • Strom, Braai auf den Stellplätzen

  • Restaurant

  • bewachte Anlage

Contra:

  • sehr kleines Camp mit mini Stellplätzen

  • Hinterhof Feeling

  • man teilt sich das Waschhaus mit den Restaurantgästen

Hier machten wir nur Stopp, weil uns der Weg ansonsten vom Etosha zu den Ruacana Falls zu weit gewesen wäre. Der Ort Ondawanga bot sich für uns super an, da wir unbedingt noch ein paar Vorräte auffüllen und wieder volltanken mussten. Dieses Camp eignet sich eher für Reisende ohne zu hohe Ansprüche, da es wirklich sehr einfach ist. Das Restaurant verfügt über eine einfache Karte mit moderaten Preisen.



Campingplatz #10: Die Ruacana Eha Lodge

Preis: 140 N$ p.P. (~9 €)

Pro:

  • gepflegte Anlage

  • viele schattige Stellplätze

  • Braai, Strom und Wasseranschluss an jedem Stellplatz

  • gratis Wifi

  • Restaurant, Pool

  • saubere Waschhäuser

Contra:

  • Nichts

In der Lodge machten wir Halt, weil wir die Ruacana Falls besichtigen wollten; leider floss zu unserem Besuch Anfang Februar absolut kein Wasser. Kein einziges Tröpfchen. Wir hatten trotzdem eine angenehme Zeit. Man kann vom Camp Ausflüge buchen oder einfach die Seele baumeln lassen. Der Platz ist sehr gepflegt, sauber und einladend. Im Ort ist außerdem eine Tankstelle vorhanden, was für uns auf dem Weg zu den Epupa Falls dringend nötig war. Auch auf diesem Camp waren wir die einzigen Gäste. Gut, günstig und wirklich zu empfehlen.



Camp #11: Epupa Falls Lodge & Campsites

Preis: 150 N$ p.P. (10 €)

Pro:

  • direkt am Kunene Fluss und an den Epupa Wasserfällen gelegen

  • saubere Waschhäuschen mit open air Duschen

  • geräumige, schattige Stellplätze direkt am Fluss

  • Braai, Wasseranschluss

  • gratis Wifi

  • Restaurant, Bar, Poolbar

Contra:

  • Nichts

Als wir im kleinen Ort Epupa ankamen, hatten wir die Auswahl zwischen verschiedenen Campplätzen. Einige von ihnen sehr einfach, nur mit Klohaus ausgestattet, andere top gepflegt mit Swimmingpool. Wir fuhren alle Camps an, fragten nach Preisen und entschieden uns für das mit dem für uns besten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Das Camp liegt direkt an den Wasserfällen, man hört es den ganzen Tag rauschen. Die Stellplätze sind groß, schattig und direkt am Fluss gelegen. Zu Fuß sind es nur wenige Minuten, bis man direkt vor den Wasserfällen steht. Abgrenzungen gibt es keine, der Eintritt ist kostenlos. Uns hat es hier so gut gefallen, dass wir insgesamt 3 Nächte blieben. Vom Camp werden verschiedene Ausflüge angeboten.


Es gibt hier keinen Strom, nur im Restaurant an einer Steckdose. Trinkwasser gibt es keines, es wird das Wasser aus dem Fluss benutzt (ungefiltert). D.h., dass der Pool eine leicht bräunliche Färbung hat. Achtung: Nur Barzahlung. Im Ort gibt es einen kleinen, lokalen Shop, der mit dem nötigsten ausgestattet ist. 5 l Wasserkanister können im Camp gekauft werden: 45 N$ (3 €).

Campsite #12: Opuwo Country Lodge

Preis: 180 N$ p.P. (12 €)

Pro:

  • saubere Waschhäuser

  • Strom, Braai, gratis Wifi (an der Rezeption und Poolbereich)

  • Pool, Restaurant, kleiner Shop

  • schöne Anlage

  • das Camp liegt etwas abgelegen vom Hauptkomplex

Contra:

  • so gut wie kein Schatten

  • lieblose Stellplätze und Camp an sich

  • Mitarbeiter eher uninteressiert

Das Camp war für eine Nacht ok. Es liegt auf einem Hügel, von dem man Opuwo überblicken kann. Als Camper kann man den Infinity Pool direkt am Hauptgebäude benutzen, der mit wirklich schönen Aussichten einlädt. Im Camp patrouillieren nachts zwei bewaffnete Securities. Auf Nachfrage sagten sie uns: Das ist für eure Sicherheit, es kommen Nachts gerne mal Diebe vorbei.

Opuwo ist die Himba Hochburg Namibias. Überall kann man (überteuerte) Touren buchen, um "authentische" Himba zu treffen. Mit etwa 800 -1000 N$ (54 – 67 €) ist man dabei. Dort werden busweise Touristen vorgekarrt, abgeladen, Fotos geschossen und weitergefahren. Wenn man Himba nur „sehen“ will, reicht ein Besuch in Opuwo, dort laufen sie durch die Straßen, man begegnet ihnen beim Einkaufen.


Opuwo an sich fanden wir ganz interessant, man sah sowohl Hereros, Himba und andere Stämme friedlich miteinander leben. Wenn man an einer echten und authentischen Erfahrung interessiert ist, was Himba angeht, sollte man in Richtung Nord-Westen weit weg der Dörfer und weit weg von den großen Schotterpisten fahren.


Campsite # 13: Olifantrus Camp im Etosha Nationalpark

Preis: 310 N$ p.P. (21 €)

Pro:

  • schönstes Camp im Etosha

  • direkt im Nationalpark gelegen

  • Schatten vorhanden

  • Strom auf einigen Plätzen

  • Braai, Wasseranschluss

  • campeigenes Wasserloch für Tiersichtungen

  • kleiner Shop

  • nette Mitarbeiter

Contra:

  • etwas teuerer

Das Olifantrus Camp hat uns im Etosha am besten gefallen. Es ist das neuste Camp und machte auf uns einen schönen und ruhigen Eindruck. Die Stellplätze sind super, es ist nicht zu groß und es ist nur ein Camp, d.h. es gibt keine Lodges auf dem Gelände. Das Wasserloch kann jederzeit besucht werden, Tiersichtungen sind fast immer drin. In allen Camps im Etosha kann mit Kreditkarte bezahlt werden.


Campsite #14: Die Kaoko Bush Lodge

Preis: 150 N$ p.P. - (10 €)

Pro:

  • sehr ruhig

  • nur eine handvoll Stellplätze

  • jeder Stellplatz hat eigene Dusche & Klo

  • schattige Plätze

  • Braai, Wasseranschluss, Strom

  • Pool, Restaurant, Wifi

Contra:

  • Nichts

Dieses Camp fuhren wir an, weil wir zuvor im Krankenhaus in Kamanjab waren und danach nicht allzu weit fahren wollten. Wir müssen sagen: Es hat uns wirklich gut gefallen. Es gibt nur drei, vier Stellplätze, alle haben eigene Klohäuschen, alles ist sauber und gepflegt. Es gibt ein kleines Restaurant und angeschlossenen Shop. Ein Bier kostet 20 N$ (1,30 €). Vom Camp kann man Wanderungen unternehmen und es werden Game Drives angeboten. In der Region gibt es viele Zebras, Giraffen und Antilopen.



Campsite #15: Frans Indongo Lodge

Preis: 130 N$ p.P. (8,7 €)

Pro:

  • tolle Anlage

  • Camp liegt abseits der Lodges

  • schöne Aussichten

  • sehr ruhig

  • Braai Bereich, Feuerholz gratis

  • Pool, Wifi, Shop

  • Restaurant

  • hauseigenes Guckhäuschen und Wasserloch, an dem es nur so von Antilopen wimmelt

Contra:

  • kein Strom

Hier trafen wir auf die freundlichsten Mitarbeiter unserer gesamten Namibia Reise. Die Lodge ist eher was für den gut betuchteren Geldbeutel, die Campingplätze fanden wir für uns aber mehr als ausreichend. Die Aussichten sind top und am Abend und am Morgen kamen uns Mountain Zebras besuchen. Strom gibt es leider keinen, in den Waschhäusern sind aber Kerzen ausgelegt. Warmes Wasser wird von den Mitarbeitern per Feuer gemacht. Von der Lodge aus können Game Drives unternommen werden.


Campsite # 16: Die Dum Transkalahari End Resort

Preis: 150 N$ p.P. (10 €)

Pro:

  • großes, top gepflegtes Camp

  • jeder Stellplatz hat eigenes Klohäuschen inkl. Dusche

  • überdachter Bereich

  • Braai, Strom, Wasseranschluss

  • Wifi

  • gratis Feuerholz für Warmwasser

  • Restaurant, Pool

  • kleiner Damm zum Angeln liegt direkt vor der Anlage

Contra:

  • direkt an der Landstraße gelegen, Lärm hält sich aber in Grenzen

  • Tonnen von Mücken (lag aber an der Regenzeit)

Das Camp befindet sich gerade im Umbau, aber das Potenzial ist jetzt schon erkennbar. Bis zum Ende der 1960er war es ein Gefängnis. Bis heute erkennt man Überreste, wie z.B. die vergitterten Fenster im Restaurant. Ist auf jeden Fall mal was anderes.


Die Stellplätze sind großzügig angelegt, top gepflegt und mit allem ausgestattet, was das Camperherz begehrt. Uns hat es hier so gut gefallen, dass wir eine weitere Nacht geblieben sind. Einkaufsmöglichkeiten befinden sich im Ort.



Campsite #17: Gondwana Farm House


Preis: 175 N$ p.P. – (~12 €)

Pro:

  • großzügige, schattige Stellplätze

  • Braai-Bereich, Strom, Wasseranschluss

  • saubere Klohäuser

  • liegt etwas abgelegen zum Hauptbereich

  • Pool, Restaurant, kleiner Shop mit lokalen Produkten

  • nette, hilfsbereite Mitarbeiter

Contra:

  • Nichts

Dieses Camp sollte unser letztes werden und wir hofften auf etwas nettes zum Abschluss. Als wir ankamen waren wir freudig, es war eine große Anlage, die wie eine Oase mitten in den Ausläufern der Kalahari Wüste lag. Top gepflegt mit einer angeschlossenen Farm. So ziemlich alles, was im Restaurant verkauft wird, wird hier angebaut. Eigene Gemüseplantage, hauseigene Schlachterei. Wir bekamen eine gratis Führung am Nachmittag. Die Preise im Restaurant sind mehr als angemessen, vor allem das Lunchmenü.

Als wir am Morgen wegfahren wollten, entschlossen wir uns noch mal kurz im Hauptbereich der Anlage vorbeizuschauen, Tschüss zu sagen und unsere Mails zu checken. Als wir vertieft auf unsere Handys starrten, sahen wir aus dem Augenwinkel etwas in unsere Richtung kommen. Eine Mitarbeiterin servierte uns zwei Gläser alkoholfreien Sekt und zwei Herztörtchen mit Schokocreme. Gratis! Einfach so! Was für ein toller Abschluss unseres Roadtrips.

Das waren sie. Eine Auswahl guter und günstiger Lodges, Farms und Campingplätzen, auf denen wir während unserer 22 Tage Roadtrip durch Namibia übernachtet haben. Wir waren durchweg zufrieden. Mal mehr, mal weniger. Hier kommt es aber sehr auf die eigenen Bedürfnisse und Ansprüche an.

Wir sind nur weitergefahren, wenn uns der Preis unangemessen erschien bzw. als wir in Torra Bay (Skeleton Coast) nach dem Preis für eine Nacht Camping fragten und wir nach unserer Nationalität gefragt wurden. Uns ist klar, dass Namibier und Südafrikaner weniger zahlen, aber als dann gefragt wurde, aus welchem europäischen Land wir kommen und in einer Preisliste der entsprechende Preis rausgesucht wurde, ist uns die Lust vergangen. Wir fuhren weiter und fanden den Abend noch das Camp #4, das Springbokwater Rest Camp für unter 3 € p.P.

Wir hoffen, dass wir dir ein wenig helfen konnte, Campsites für deine Namibia Route zusammenzusuchen. Happy roadtrippin'.


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Kati + Hermann

Wir sind zwei Backpacker und Reiseblogger, die ihr konventionelles Leben vor vielen Jahren hinter sich gelassen haben. Auf unserer Weltreise erkunden wir ferne Länder und lassen uns gerne treiben. Am liebsten abseits des Mainstream. 

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