Kasachstan Reisetipps: Wissenswertes zur Reiseplanung

Aktualisiert: März 3


Kasachstan ist ein Land, von dem wir nie geplant hatten es zu bereisen. Von dem wir im Voraus nicht einmal wussten, was es dort überhaupt zu sehen oder zu erleben gibt. Von dem unser Bauchgefühl anscheinend aber schon vorher wusste, dass es uns gefallen würde, denn nur wegen ihm sind wir überhaupt auf die Idee gekommen, dorthin zu reisen. Was verbindet man eigentlich mit Kasachstan? Borat? Altrussischen Kitsch? In unseren Köpfen sah Kasachstan zuvor ungefähr so aus: Überbleibsel alten Sowjetcharmes, Plattenbauten, leichter Verfall.

  • Wusstest du, dass es in Kasachstan Canyons gibt, die sich nicht hinter dem Grand Canyon zu verstecken brauchen?

  • Dass es Dutzende traumhafter Gletscher- und Gebirgsseen gibt?

  • Oder singende Dünen oder Berge, die in verschiedenen Farben leuchten?


Wir waren baff, als wir auf unserem Roadtrip von Highlight zu Highlight fuhren. Jeder einzelne Tag brachte uns zum Staunen, wir erlebten hier einen richtigen Reise-Geheimtipp, denn das was wir uns zuvor eigentlich von Georgien erhofft hatten, fanden wir hier. In Kasachstan. Das neuntgrößte Land der Welt ist so vielfältig und das Visum mit 30 Tagen viel zu kurz, um alles zu erleben. Deshalb beschränkte sich unsere Reise auf Astana, Almaty und den Südosten des Landes.


Wir verbrachten zwei Wochen in den größten Metropolen des Landes und fuhren fast zwei Wochen mit einem 4WD auf eigene Faust durchs Land.

Unsere Kasachstan Reisetipps, Wissenswertes zur Reiseplanung. Alles, was wir während unserer 30-tägigen Reise im Land erlebten, alle Tipps zu Unterkünften, Verständigung, Sehenswürdigkeiten oder Verpflegung... all unser Wissen haben wir in diesem Blogpost für dich zusammengefasst. Viel Spaß beim Stöbern und vielleicht sogar beim Planen deiner Reise nach Kasachstan.



In diesem Artikel findest du: Anreise Fortbewegung Roadtrip auf eigene Faust

Was kostet ein Mietwagen pro Tag? Tankstellen Straßenverhältnisse und Fahrstil Drohnengesetze in Kasachstan Unterkünfte Natur und landschaftliche Highlights Kulinarisches Einkaufen & Verpflegung

Sim-Karten Preise Einheimische/Sprache Fazit


Anreise nach Kasachstan


Mit dem Flugzeug


Das Positivste gleich vorweg: Seit dem 1.7.2017 können deutsche Staatsbürger visumfrei für 30 Tage nach Kasachstan einreisen. Flüge gibt es ab Deutschland (Berlin, FFM oder München) schon ab rund 100 € one way nach Astana (heute Nur-Sultan) oder Almaty. Die günstigsten Alternativen haben alle einen Zwischenstopp, z.B. in der Ukraine, Russland oder der Türkei.

Die futuristische Hauptstadt Kasachstans: Nur-Sultan, ehemals Astana

↠ Mit dem Zug


Wenn man es etwas abenteuerlicher mag und genügend Zeit zur Verfügung hat, gäbe es noch die Möglichkeit mit dem Zug anzureisen. Jap, richtig gelesen. Die längste Bahnverbindung, die aus Deutschland startet, endet in Kasachstan. Von Berlin über Moskau nach Astana in unter 100 Stunden. Fast 4000 Kilometer von Europa nach Zentralasien. Ohne Dusche, in älteren Wagons, meist ohne Klima geschweige denn Lüftung, dafür aber auf die wohl authentischste Art zu reisen.

↠ Mit der Fähre


Wenn man gerade durch Georgien, Armenien oder Aserbaidschan reist und weiter nach Kasachstan möchte, gäbe es noch die Option, mit einer Fähre ab Baku (Hafen Alat) über das Kaspische Meer nach Aktau zu setzen. Verbindliche Fahrpläne gibt es allerdings keine.

Wichtig bei der Einreise: Bei Einreise bekommst du eine Migrationskarte, die du unbedingt aufheben solltest. Sie wurde bei uns mehrere Male kontrolliert und sollte sie dir abhanden kommen, könnte dies zu Schwierigkeiten bei der Ausreise oder bei Kontrollen führen. Außerdem solltest du deinen Pass immer bei dir tragen. Für den Fall der Fälle. Wir wurden ein paar Mal kontrolliert, z.B. am Kontrollposten des Kolsai Sees Nr. 2.

↠ Landessprache: Kasachisch und Russisch.


Fortbewegung in Kasachstan


↠ Per Anhalter


Absolut unproblematisch und wirklich zu empfehlen. Diese Art der Fortbewegung ist unkompliziert, günstig und fast überall sieht man Einheimische, die am Straßenrand stehen und Autos herbeiwinken. Wir wurden im Voraus gewarnt, können allerdings nichts negatives darüber berichten. Wir fuhren in Astana und Almaty nur so. Mehrmals täglich kreuz und quer durch die Stadt und hatten nicht ein einziges Mal ein mulmiges Gefühl.


Nichtsdestotrotz sollte man auf sein Bauchgefühl hören und wenn der Fahrer dir aus irgendeinem Grund “merkwürdig” erscheint, lass ihn weiterfahren und halt einfach das nächste Auto an. Als Sicherheitstipp vielleicht noch: Nur in Autos steigen, in denen noch niemand sitzt.

↠ In den Städten: Hier können wir dir nur einen Tipp geben: An den Straßenrand stellen, Daumen raus und warten bis man gegen eine kleine Gebühr mitgenommen wird. Tipp: Kleine Scheine (200er, 500er und 1000er wären hier absolut von Vorteil). So bewegen sich die Einheimischen und als wir das sahen, mussten wir das natürlich auch ausprobieren.


Wir warteten nie länger als eine Minute, kannten nach ein paar Tagen die Preise und verhandelten bei jeder Fahrt (meist erfolgreich) den verlangten Tarif nach unten. Marschrutki, Metro, Busse oder Sammeltaxi wären auch noch eine Alternative, allerdings nur in Almaty. In Astana sahen wir nur Busse. Uber gibt es natürlich auch, die Preise sind teilweise noch niedriger, als wenn man bei Einheimischen einsteigt.

↠ Auf dem Land: Wir sahen auf unserem Roadtrip viele bunte Haltestellen-Häuschen, allerdings keine Busse, die dort anhielten. Auch hier ist per Anhalter fahren die gängigste Methode und auch wir nahmen sowohl Einheimische als auch Touristen mit. Einige ließen wir bezahlen und stockten so unsere Reisekasse auf, andere fuhren gratis mit.


Roadtrip auf eigene Faust

Wir hatten im Voraus ein wenig recherchiert, viele nützliche Infos gab es zu Kasachstan allerdings nicht. Klar, die üblichen „Must do's & must see's” gab es, aber was ist mit Straßenverhältnissen, Tankstellen oder Übernachtungsmöglichkeiten?

Uns war von vornherein klar, dass wir Kasachstan auf eigene Faust erkunden wollten, also musste ein Auto her. Da wir auch etwas abseits der asphaltierten Straßen fahren wollten, mieteten wir uns einen 4WD bei Vladex in Almaty. Und wir müssen beide sagen: Es war das erste 4WD Mietauto unserer Weltreise (Roadtrip Nr.5), mit dem alles glatt lief.


Wir recherchierten lange und verglichen viele Mietwagenfirmen miteinander, aber nur bei Vladex stimmten Preis und Service. Wir können diese Art durch Kasachstan zu reisen nur empfehlen, man bleibt flexibel und spart sich die wirklich happigen und komplett überteuerten Preise der Touranbieter.

Reisen abseits der klassischen Touristenroute. Das geht am besten mit einem Mietwagen

Was es sonst noch in Kasachstan zu sehen und erleben gibt:




Mietwagen in Kasachstan: Was kostet mich das pro Tag?

Ein Allrad-Mietwagen in Kasachstan kostet ab 39 €/Tag.

Sprit pro Liter um die 42 Cent, unser Duster schluckte 10 l/100km. Wir waren 12 Tage mit dem Auto unterwegs, erlebten jeden Tag ein neues Highlight, fuhren insgesamt ca. 1600 km und düsten wohin wir wollten oder blieben länger, wenn es uns irgendwo besonders gut gefiel.

↠ Preisbeispiel Charyn Canyon: Geführte Touren vs. Selbstfahrer

Ein kleines Preisbeispiel an dem deutlich wird, wieviel man sparen kann, wenn man die Ausflüge auf eigene Faust unternimmt.

Geführte Tour


Geführte Touren finden oft nur am Wochenende statt und kosten z.B. von Almaty zum Charyn Canyon 140 US$ (120 €). Wie diese Preise zustande kommen, können wir uns nicht erklären. Vor allem, weil man neben 6-8 Stunden Fahrt nur 2 Stunden am Canyon verbringt. Und das nicht zum Sonnenauf- oder Untergang, wenn die Farben besonders schön leuchten, sondern in der direkten Mittagshitze mit unzähligen anderen Tagesbesuchern.


Selbstfahrer

Was kostet es, wenn man als Selbstfahrer von Almaty zum Charyn Canyon fährt? Mietet man sich zu zweit ein Auto, fährt die 200 Kilometer zum Canyon, zahlt die Eintrittsgebühr und fährt wieder zurück, kommt man pro Person maximal auf - großzügig aufgerundet – 28 €.

4WD: 40 €, Sprit: 10 € und Eintritt: 3,80 €. Das war's. Unser Tipp: Wem das noch zu teuer ist, ein einfacher Pkw tut's auch. Dann wird's noch mal knapp 10 - 15 € günstiger.




Tankstellen in Kasachstan

Tankstellen gibt es in Kasachstans Städten und Dörfern genug, auf dem Land spätestens alle 200 km. In den abgelegeneren Orten wird oft nur 92er Benzin und Diesel verkauft. Viele Autovermietungen werden dich darauf hinweisen nur 95er zu tanken, wir hatten aber ein paar Mal keine andere Wahl als auf das minderwertigere auszuweichen.


Einige Tankstellen, gerade rund um Saty sind oft abgeschlossen bzw. es ist niemand anzufinden. Manchmal hängt eine Telefonnummer an der Tür und manchmal gibt es nebenan Shops, in denen man nachfragen kann, ob jemand von der Tankstelle vor Ort ist.

Hinweis: Uns wurde mehrmals gesagt, dass der Sprit in Saty nur im Notfall getankt werden sollte, da die Qualität dort besonders schlecht sein soll. Unser Tipp: Im Ort Zhalanash, unweit von Saty, gibt es zwei Tankstellen. Lieber dort tanken.

Der Tankvorgang läuft in Kasachstan etwas anders ab, als in Deutschland. Man geht vor dem Tanken in den kleinen Shop, nennt die Nummer seiner Zapfsäule und zahlt den Betrag, der getankt werden soll. Danach wird die Säule frei geschaltet und man tankt entweder selber, oder es kommt ein Tankwart und erledigt den Job.


Möchte man voll tanken, geht man ebenfalls rein, sagt Volltanken (polny bak), geht raus, tankt (oder eben der Tankwart), anschließend geht man rein und zahlt den Betrag. Oft, gerade auf dem Land, kann man nur bar bezahlen. Unser Tipp: Genug Bargeld mitnehmen.

Straßenverhältnisse und Fahrstil

Auch hier gab es nicht wirklich viele Infos, außer: Die Straßen sind mega schlecht und nehmt euch bloß in acht vor betrunkenen Autofahrern und korrupten Polizisten.

Nichts davon können wir bestätigen. Die Straßen waren fast immer in gutem bis sehr gutem Zustand, die Autobahnen auf europäischem Niveau und die Schotterpisten hatten wir uns auch schlimmer vorgestellt. Nur der Weg zum Kaindy See und zum Aktau Gebirge war an manchen Stellen etwas holprig.


Wenn du schon mal Offroad gefahren bist, werden dich die Straßen in Kasachstans Südosten jedenfalls nicht herausfordern. Wenn du planst etwas abseits der üblichen Tourirouten zu fahren, würden wir dir auf jeden Fall einen 4WD empfehlen.

Leere Straßen und unendliche Weiten

Planst du Tagesausflüge von Almaty aus zum Kolsai, Issyk, zur Turgen Gorge oder dem Big Almaty See, dann reicht ein normaler PKW, die Straßen sind asphaltiert. Die Straße zum Charyn Canyon wird gerade ausgebaut und selbst die letzten 10 km sind flache, einfach zu fahrende Schotterpiste, für die man definitiv keinen Allradantrieb braucht. Betrunkenen Autofahrern sind wir nicht begegnet und lediglich im Großstadtdschungel von Almaty hatten wir ein paar Situationen, in denen etwas ruppig und nicht vorausschauend gefahren wurde.

Korrupte Polizisten haben wir keine erlebt, wir wurden zwar mehrmals angehalten und kontrolliert, allerdings nach wenigen Minuten freundlich durchgewunken. Kleiner Tipp: Einfach Deutsch reden und so tun, als ob man nichts versteht, dann lassen sie relativ schnell locker.

Geschwindigkeitsbegrenzungen sind innerorts 60 km/h, auf Landstraßen und Autobahnen 110 km/h. Achtung: An einigen Abschnitten – gerade von Kapchagai nach Almaty – ist fast durchgehend 60er Zone (auf der Autobahn) und es stehen alle paar Kilometer Polizisten und blitzen/ziehen raus. Gut zu wissen: In Kasachstan ist es übrigens Vorschrift, immer mit Licht zu fahren.

Noch ein Tipp: Wenn man angehalten wird und pusten soll, immer darauf bestehen, dies in einem Krankenhaus durchführen zu lassen.



Drohnengesetze in Kasachstan

Wir fragten persönlich beim Ministerium für Transport nach und herausgekommen ist dies:


Ja, es ist erlaubt in Kasachstan eine Drohne zu fliegen, aber es gibt ein paar Dinge, auf die du achten solltest.

  • Drohnen ab 1,5 kg müssen beim Ministerium für Transport in Astana (Nur-SUltan) angemeldet werden.

  • Für alle leichteren Drohnen gilt: Kasachstan ist ein Paradies für Drohnenpiloten.

  • Es darf überall geflogen werden. Ausnahme: In der Nähe von Flughäfen, militärischen Einrichtungen, Regierungsgebäuden und über Menschenansammlungen.

  • Maximale Flughöhe in der Stadt: 120 m und immer mit Sichtkontakt.

  • In der freien Natur darf auch höher geflogen werden. Genaue Regularien scheint es dort nicht zu geben.

Unterkünfte in Kasachstan

Auch hier hatten wir im Voraus nichts gebucht oder geplant. Auf unsere Lieblings-App Maps. me ist so ziemlich immer Verlass und sie zeigte uns von Gästehäusern bis Hotels alles an. In einigen Orten gibt es allerdings nur ein, zwei Hotels... wenn diese dann eher Hü als Hott sind, bleibt einem nichts anderes übrig, als weiterzufahren. Ist uns z.B. am Kapchagai See passiert. Dort fanden wir die Gästehäuser/Hotels so furchtbar, dass wir uns dazu entschlossen weiterzuziehen.

In den Touristenorten, wie z.B. Saty oder in Basshi gibt es Gästehäuser an jeder Ecke. Manchmal stehen kleine Schilder an der Tür, wenn nicht, kann man Einheimische fragen. Oft kamen sie auf uns zu und boten uns an, bei ihnen zu übernachten.

Wir ließen uns immer den Preis im Voraus sagen, schauten uns das Zimmer an und entschieden dann. Preise p.P. und Übernachtung fangen im Doppelzimmer mit geteiltem Bad bei 2500 Tenge (5,90 €) an. Obergrenzen gibt es nicht. Man hat die Wahl zwischen “nur Übernachtung” oder “mit Verpflegung”. Das kann dann aber locker bis zu 8.000 Tenge p.P. (19 €) kosten und war es unserer Meinung nach oft nicht wert. Wir verpflegten uns auf dem Roadtrip größtenteils selber.

Erwarte in Kasachstan keinen europäischen Standard, außer du checkst in einem teuren Hotel ein. Gästehäuser sind authentische, einfach gehaltene Häuser, in denen man meist mit den Gastgebern zusammen unter einem Dach wohnt.


In z.B. Saty haben viele der Gästehäuser kein fließend Wasser, nur einen tropfenden Wasserhahn, kein Klo und keine Dusche. Für diesen “Luxus” muss man dort tiefer in die Tasche greifen.

Wir übernachteten in Saty in einem einfachen Gästehaus bei einem alten Ehepaar. Das Klo war eine Grube mit Holzbrett oben drüber, die Dusche war eine Banja (Sauna), die vom Opa bei Bedarf mit Holz befeuert wurde. Kostet extra – 500 Tenge (1,20 €) pro Person. Abgeduscht wurde sich mit eiskaltem Wasser, das in einer Tonne gelagert wird. Schöpfkelle war ein kleiner rostiger Stieltopf.

Typisches Klo im ländlichen Kasachstan. Eine Grube im einfachem Holzhaus

Wenn du planst in deinem eigenen Zelt zu campen, herzlichen Glückwunsch! Das ist wahrscheinlich die beste Alternative, gerade im Sommer. Gecampt werden darf so ziemlich überall und es ist meist gratis (außer in den Nationalparks). Equipment kann man in Almaty kaufen. Ein einfaches Zelt kostet ab 15 €, ein Schlafsack ebenfalls und eine Isomatte gibt's ab 8 €.


Natur und landschaftliche Highlights

Hier können wir beide aus tiefster Überzeugung sagen: Kasachstan hat uns umgehauen!

Wir erlebten:


  • Türkis-grüne Gebirgsseen

  • Alpenpanoramen

  • Tannenwälder

  • Weite Täler

  • Unendliche Steppe

  • Halbwüsten

  • Canyons

  • Singende Sanddünen

  • Schneebedeckte Berge

  • Gletscher

  • Bunte Berge


Und das alles recht nah beieinander. Es ist also egal, was deine landschaftlichen Vorlieben sind, du wirst es in Kasachstan finden. Wir haben nur einen klitzekleinen Teil dieses riesigen Landes erkundet und das, was wir gesehen haben, lässt nur vermuten, was sonst noch auf Abenteurer wartet, die sich trauen Kasachstan auf eigene Faust zu erkunden.



Bunte Berge, beeindruckende Landschaften und null Touristen. Willkommen in Kasachstan

Kulinarisches

Kasachstan ist bekannt für seine Hammel- und Pferdefleischgerichte. Kulinarische Klassiker wären z.B.:


  • Beschbarmaq. Lasagneartige Teiglagen mit fett gekochtem Hammelfleisch, die mit der Hand gegessen werden.

  • Manty wären auch zu empfehlen, eine Art gefüllte Teigtasche mit Fleisch, Möhren und Zwiebeln, aber auch hier gibt es Dutzende verschiedene Zubereitungsarten.

  • Schaschlik. Fleischspieß in den verschiedensten Variationen, von Ente über Schaf, bis hin zu Schwein.

  • Plow, ein Reisgericht mit Fleisch und Mohrrüben.

  • Laghman, Nudeln mit Brühe und Gemüse.

Getränkemäßig gibt es an fast jeder Ecke Kymyz (gegorene Stutenmilch) oder Schubat (gegorene Kamelmilch). Zum Snacken findet man überall Kurt, kleine feste “kreideartige” Stücke, die aus saurer Milch hergestellt werden. Vorzugsweise Pferdemilch. Unser Tipp: Der hausgemachte Kurt auf dem Land schmeckt besser, als der industriell hergestellte in den Städten.


Einkaufen & Verpflegung

In den großen Städten wie Astana und Almaty gibt es Supermärkte, die denen in Europa in nichts nachstehen. Komischerweise sind hier die Preise teurer, als in den Tante-Emma-Läden.

Wir waren in den Städten oft auswärts essen, kauften aber auch hin und wieder Brot, Wurst, Gemüse usw. am Straßenrand und in kleinen Shops ein. Die Auswahl ist begrenzt, einige Shops sind besser ausgestattet, in einigen gibt es hausgemachte Teilchen oder frisches Brot. Wasser, Eis, Softgetränke findet man allerdings überall.


Preisbeispiele:


  • 5 l Wasserkanister 0,69 €

  • Mittelgroßes Laib Brot 0,24 €

  • 150 Gramm Wurst am Stück zwischen 1-2 €

  • Eine 0,5 l Flasche Softdrink gibt's ab 40 Cent

  • Ein Plombir (Eis) kostet 33 Cent

Preise in Restaurants variieren. Ist man in Almaty oder Astana unterwegs, zahlt man etwas mehr. Vorspeisen, Hauptgänge, Getränke für zwei Personen kosten hier zwischen 15-25 €. In kleineren Orten die Hälfte. In Scharkent zahlten wir für einen voll gedeckten Tisch gerade einmal 11 € und waren danach pappsatt.


Achtung: Dadurch, dass Kasachstan ein vorwiegend muslimisches Land ist, gibt es in manchen Restaurants keinen Alkohol zu bestellen. In Supermärkten und Tante-Emma-Läden bekommt man aber so gut wie immer was. 0,5 l Bier kosten im Shop ab 50 Cent.



Sim-Karten

Es gibt in Kasachstan verschiedene Anbieter, z.B. Kcell, die Datenpakete anbieten. Für 15 GB inklusive der Nummer zahlten wir rund 8 Euro. Das Problem war allerdings, dass wir in Orten wie Saty, am Charyn Canyon oder im Altyn Emel Nationalpark keinen Internetempfang hatten. Man hat zwar Netz (sehr schlechtes), aber eine Verbindung mit dem Internet war mit Kcell leider nicht möglich. Dafür funktionierte es in Städten und größeren Orten sehr schnell und ohne Probleme.

Preise in Kasachstan

Die Preise in Kasachstan sind für Europäer mehr als erschwinglich. Wir zahlten nie mehr als 9 € pro Nacht/p.P. Unsere günstigste Unterkunft kostete nur 5,50 € pro Nacht/p.P. und wir hatten ein riesengroßes sauberes Zimmer mit Wifi und geteiltem Bad. Handtücher gab es in allen Gästehäusern dazu.


  • Transport innerhalb der Städte ist mit den Einheimischen-Taxis recht günstig. Fahrten kosten zwischen 1-3 € pro Fahrt.

  • Unser Allrad-Mietwagen kostete 39 € am Tag.

  • Sprit (95er) kostet 42 Cent.

  • Eintritte in Nationalparks sind mit maximal 2 € p.P. auch im Rahmen. Für das Auto zahlt man extra, 50 Cent.

  • Für eine 24-stündige Fahrt mit dem Zug von Astana nach Almaty zahlten wir zusammen unter 35 €.

Unsere Gesamtkosten in Kasachstan findest du hier.

Einheimische/Sprache


Einheimische


Die Einheimischen sind unglaublich gastfreundlich und gesellig. Oft saßen wir zusammen und quatschten über Gott und die Welt. Wenn man dann auf die Frage: Und? Wie gefällt euch Kasachstan? positiv antwortet, ist das Eis sofort gebrochen. Wir bekamen viele hilfreiche Tipps und Infos von Einheimischen und wurden oft zum Essen/Tee trinken eingeladen.


Sprache

In Kasachstan wären Russischkenntnisse auf jeden Fall von Vorteil. Wir haben fast niemanden kennen gelernt, der Englisch sprechen konnte. Das sollte dich aber nicht davon abhalten dieses wunderbare Land zu erkunden, denn heutzutage helfen Übersetzungs-Apps. Hände und Füße gehen zur Not auch.

Unser Fazit

Das waren sie. All unsere Kasachstan Reisetipps und Wissenswertes zur Reiseplanung. Kasachstan war die Überraschung unserer bisherigen Reise. Nichts über das Land gewusst, nichts geplant, sondern einfach wieder mit dem Flow gegangen und es hat sich mehr als ausgezahlt. Denn wo keine zu hohen Erwartungen sind, können auch keine enttäuscht werden.

Wir erlebten Landschaften, die wir nicht mal in unseren kühnsten Träumen mit Kasachstan in Verbindung gebracht hätten..

..schwitzten in einer traditionellen kasachischen Sauna, wanderten Kilometerlang durch die Berge, naschten haufenweise wilde Himbeeren, staunten über die Farben der Natur und erfreuten uns daran, dass Kasachstan wirklich noch ein Geheimtipp ist. Gerade wenn man sich traut das Land selbst zu erkunden und es auch abseits der klassischen Routen zu erleben.

Wir fühlten uns von der ersten Sekunde an sicher und wohl, wurden von Einheimischen in Astana auf der Straße in Kasachstan willkommen geheißen, tranken Tee mit Omis und ließen uns Geschichten über das Leben und die Geschichte Kasachstans erzählen. Wir erlebten 30 wunderbare Tage im Land, würden jederzeit wiederkommen und können dir eine Reise nach Kasachstan wirklich nur ans Herz legen.



Suchst du Inspirationen für Reiseländer abseits des Mainstream? Wie wäre es mit Zentralasien?





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Kati + Hermann

Wir sind zwei Backpacker und Reiseblogger, die ihr konventionelles Leben vor vielen Jahren hinter sich gelassen haben. Auf unserer Weltreise erkunden wir ferne Länder und lassen uns gerne treiben. Am liebsten abseits des Mainstream. 

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