Die besten Reisetipps für Kirgisistan

Aktualisiert: März 21


Wir haben für dich in diesem Artikel die besten Reisetipps für Kirgisistan, einem uns Westeuropäern so unbekanntem und geheimnisvollen Land, zusammengefasst. In Kirgisistan gibt es alles, was das Abenteuer- und Outdoor-Herz begehrt; Schneebedeckte Gipfel, mehrtägige Pferdetrekkingtouren, atemberaubende Wanderungen, abwechslungsreiche Landschaften, günstige Preise und das Beste? Viele Touristen sind nicht unterwegs und man erlebt das Land (noch) in seiner Ursprünglichkeit.


Pferdetrekking durch die Berge Kirgisistans

Wir hatten im Voraus keine genaue Vorstellung, was genau wir sehen und erleben wollten, fest stand nur: Eine Pferdetrekkingtour buchen und ein bisschen ins Nomadenleben eintauchen. Wir hatten (wie immer) keine genaue Route und entschieden erst vor Ort - oft auf Empfehlung von Einheimischen - wohin uns unsere Reise führen würde. In diesem Artikel findest du unsere besten Reisetipps und Wissenswertes für deine Reise nach Kirgisistan. Alles, was wir während unserer 23-tägigen Rundreise im Land erlebten, alle Tipps zu Unterkünften, Sim-Karten, Verständigung oder Verpflegung. Viel Spaß beim Stöbern und vielleicht sogar beim Planen deiner Reise nach Kirgisistan.



In diesem Artikel findest du Kirgisistan Reisetipps zu: Anreise Beste Reisezeit Fortbewegung Drohnenregularien in Kirgisistan Unterkünfte Natur und landschaftliche Highlights Kulinarisches Einkaufen & Verpflegung Sim-Karte Preise Einheimische/Sprache Fazit


Anreise nach Kirgisistan

Direktflüge aus Deutschland nach Bischkek, Kirgisistan gibt es leider keine. Ab Berlin fliegt Aeroflot z.B. über Moskau nach Bischkek, alternativ gibt es Flüge ab München. Ab Düsseldorf wird die Stadt Osch angeflogen. Diese Flüge haben ebenso mindestens einen Zwischenstopp, meist in Russland oder der Türkei. Wenn du als Selbstfahrer oder Langzeitreisender unterwegs bist, bieten sich natürlich Grenzübergänge auf eigene Faust aus Usbekistan, Kasachstan oder z.B. Tadschikistan an. Es gibt Reisebusse, Marschrutki (Kleinbusse), Shared Taxis oder eben das eigene Auto, das einen über die Grenze bringt.


Der Grenzübergang aus Kasachstan, z.B. der in Korday, ist völlig unproblematisch, hier erlebten wir die schnellste Abwicklung unserer bisherigen Reise und waren nach 10 Minuten an beiden Grenzkontrollen durch.

Beste Reisezeit

Die Hauptsaison für Outdooraktivitäten ist in Kirgisistan von Juni bis Mitte September. Hier ist das Wetter am beständigsten, du wirst dort zu dieser Jahreszeit allerdings die meisten Touristen antreffen. Du träumst von privaten Pferdetrekkingtouren mit eigenem Guide?


Das kostet in der Hauptsaison richtig viel Asche, in der Nebensaison ab Mitte September ist es hingegen fast selbstverständlich, dass man sich über eine Privattour freuen kann. Selbst wenn man in der Hauptsaison eine private Tour bucht, wird es mit großer Sicherheit passieren, dass man spätestens im Jurtencamp auf andere Touristen trifft und sich Jurten mit ihnen teilen muss. Wenn du in der Nebensaison reisen möchtest – was wir empfehlen würden - wirst du Preise für geführte Touren vorfinden, die um die 30% günstiger als zur Hauptsaison sind. Ebenso kannst du Glück haben, so wie wir es hatten, dass wir die Jurtencamps fast für uns alleine hatten und unseren Schlafplatz mit niemandem außer einer sehr aktiven Mäusefamilie teilen mussten.

Idyllisch gelegene Jurten in Kirgisistan

Hinweis: Es kann in den Bergen – gerade zur Nebensaison ab Mai/Mitte September - sehr kalt werden. Behalte dies im Hinterkopf, wenn du zu Hause deine Sachen packst. Einige Dinge können hier in Kirgisistan nachgekauft werden, wie z.B. Handschuhe oder Wollsocken (für je 1 € mit einem Wollanteil von über 70%), andere Dinge, wie wasserabweisende Hosen sind in ländlichen Gebieten hingegen schwer zu bekommen.


Zelte, Schlafsäcke und Equipment kann man vor Ort (z.B. in Kochkor oder Karakol) mieten, Preise hierfür variieren.


Jurtencamp inmitten schneebedeckter Berge

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Fortbewegung in Kirgisistan

Mit der Marschrutka

Am einfachsten und günstigsten ist die Fortbewegung mit den Marschrutki (Kleinbussen). Meist fahren sie vom Busbahnhof oder direkt aus dem Zentrum des Ortes ab; und zwar dann, wenn alle Plätze gefüllt sind. Die Preise sind fest und du wirst bei dieser Reiseart nicht über den Tisch gezogen, sondern zahlst genau denselben Preis wie die Einheimischen.


Teilweise dauert es allerdings ein Weilchen, bis alle Plätze gefüllt sind. Wir warteten im Schnitt zwischen 20 Minuten und 1,5 Stunden bis es los ging.

Mit dem Shared Taxi

Sind meistens etwas größere Autos, in die ca. 6 Personen passen. Auch sie fahren von den Busbahnhöfen oder teilweise direkt aus den Stadtzentren los. Preise sind hier Verhandlungssache und sobald man wie ein Tourist aussieht (was nicht besonders schwer ist in Kirgisien) werden utopische Preise verlangt. Deine Verhandlungskünste entscheiden hier also über den Preis.


Unser Tipp: Frage erst bei Einheimischen (z.B in deinem Guest House) nach dem reellen Preis, bevor du bei den Fahrern anfragst. Erscheint dir der verlangte Preis zu hoch, tu so, als ob du kein Interesse hast, geh weiter und frag bei anderen Fahrern nach. Normalerweise versammeln sich nach ein paar Minuten mehrere Fahrer und bieten dir günstigere Preise an.

Mit einem privatem Taxi

Ist man zeitlich sehr eingespannt bzw. hat einfach keine Zeit oder große Lust zu warten, bis sich ein Shared Taxi oder eine Marschrutka füllt? Dann empfiehlt sich auf jeden Fall das private Taxi.


Beachte allerdings: Die Preise haben dann fast europäisches Niveau. Für eine Fahrt von Karakol bis zur kasachischen Grenze verlangen Fahrer 60 US$. Völlig utopisch in einem Land wie Kirgisistan. Auch hier kommt es also auf deine Verhandlungskünste an.

Per Anhalter fahren

Auch das ist in Kirgisistan möglich und auf den Haupt-Touristenrouten (Bischkek-Kochkor-Karakol) auch ohne Probleme möglich, wenn man genug Zeit mitbringt.

Kleiner Busbahnhof in Kirgisistan

Was man bei all den oben genannten Möglichkeiten beachten sollte: Teilweise wird gerast, auf der falschen Spur gefahren oder waghalsig überholt. Da ist es egal, ob privates Taxi oder Marschrutka. Bei den Marschrutki haben wir uns allerdings am sichersten gefühlt.


Pausen werden auf den Fahrten mit der Marschrutka alle 2-3 Stunden eingelegt, meist an einer Raststätte, an der es Toiletten - gegen Bezahlung 5 Som (0,06 €) - und kleine Shops gibt, die Getränke, Snacks und teilweise auch frische Backwaren für wenige Cent verkaufen.

Unsere Erfahrung


In Kirgisistan waren wir ohne Mietwagen unterwegs und erkundeten das Land so, wie sich die Einheimischen fortbewegen, mit der Marschrutka (Minibus).

Wir starteten in Bischkek und erlebten eine Großstadt, die authentischer kaum sein könnte. Besondere, einzigartige Bauwerke und die typischen Touristenspots findet man hier eher nicht, dafür kann man in das Leben der Kirgisen eintauchen, welches sich größtenteils auf den Straßen abspielt.


Es wird gefeilscht, die kurioseste Ware an den Mann gebracht und man hat einfach das Gefühl, mitten drin anstatt nur dabei zu sein. An jeder Ecke gibt es kleine Shops, lecker duftende Bäckereien und langweilig wird es auf den Straßen der Hauptstadt Kirgisiens wirklich nie. Sich kurz mal wiegen lassen für 5 Cent? Kein Problem, denn hier und da sitzen Omis am Gehweg, die neben Obst und Gemüse auch eine Waage parat stehen haben.

Bewegt man sich stadtauswärts in Richtung ländlicherer Gebiete, wird das Ganze eine Nummer aufregender. Hier buchten wir unsere mehrtägigen Pferdetrekkingtouren, hier schliefen wir in Jurten auf über 3000 Metern, hier ging es an rauschenden Flüssen und Tannenwäldern vorbei, aber ebenso über Hochplateaus durch die unendliche kirgisische Weite.


Jurtencamps mitten im Nirgendwo, traditionelle Kost, Kirgisistans wunderschöne Gebirgsseen. Hier marschierten wir durch 40 Zentimeter tiefen Schnee und wurden mit atemberaubenden Aussichten belohnt.


Drohne fliegen in Kirgisistan

Darf ich meine Drohne in Kirgisistan fliegen? Definitiv ja! Wie schon in Kasachstan hat man als Drohnenpilot in Kirgisistan das große Los gezogen. Außer den Bestimmungen, sich von der Nähe von Flughäfen, militärischen Einrichtungen, Regierungsgebäuden und über Menschenansammlungen fernzuhalten, und die maximale Flughöhe von 120 Metern (also Sichtweite) nicht zu überschreiben, hat man hier so ziemlich freien Flug. In der freien Natur darf auch höher geflogen werden. Genaue Regularien scheint es dort nicht zu geben. Achtung bei Flügen am Ala-Kul See, wenn es bewölkt ist. Dort scheinen bei schlechtem Wetter aufgrund elektromagnetischer Felder gerne einmal Drohnen zu verschwinden. Ganze vier Stück in drei Monaten erzählten uns die Einheimischen.

Unterkünfte: Hotels oder doch lieber Jurten?

Hier hat man je nach Fülle des Geldbeutels die verschiedensten Optionen.


  • Hotels

  • Hostels

  • Einfache Gästehäuser

  • Gesamte Wohnungen

  • Jurten - Unserer Meinung nach ein absolutes Muss, wenn man in Kirgisien unterwegs ist.

Achtung bei den Jurten: Es gibt mittlerweile viele Jurtencamps, die speziell für Touristen hochgezogen wurden und die außer dem ersten Blick nichts mit den traditionellen handgemachten Modellen gemeinsam haben. Sie verfügen über ein Metallgestell und werden mit einer Art Plastikfolie umwickelt. Die Wärme vom Ofen hält sich in diesen Jurten nur sehr kurz. Importiert werden sie aus China. In Altyn-Arashan z.B. gibt es nur noch ein Jurtencamp (VipTravel), das Übernachtungen in traditionellen „echten“ Jurten anbietet. Das Gestell der traditionellen Jurten ist aus Holz gefertigt und mit Leder/Fellen abgedeckt. Die Wärme hält sich hier um einiges länger, als in den chinesischen Nachbauten.


Traditionelle, kirgisische Jurte. Schön bunt und gemütlich

Gut zu wissen: In abgelegenen Jurtencamps in den Bergen gibt es nur sehr einfache Toilettenhäuschen. Eine Grube mit Holzbrett drüber, das war's. Keine Spülung, keine Keramikschüssel, oft kein Toilettenpapier. Wer hier auf Bergromantik und 5 Sterne Resorts hofft, wird leider enttäuscht werden.

Gästehäuser


  • Meist einfach eingerichtet

  • Doppelzimmer gibt es schon ab 5 € p.P.

  • Badezimmer wird geteilt

  • Waschmaschinen oft vorhanden und können entweder gratis oder gegen eine kleine Gebühr von etwa 100-150 Som (1,25 – 1,88 €) benutzt werden

  • Frühstück teilweise inklusive

  • Bei Bedarf, wenn man z.B. einen mehrtägigen Trekking-Ausflug plant, kann man sein Gepäck in den Gästehäusern verstauen. Abschließbare Räume gibt es selten, meist steht das Gepäck dann im Gemeinschaftsraum.


Unsere Tipps zum Thema Übernachtung in Kirgisistan

Guesthouse Nur in Kochkor. Dieses authentische Gästehaus wird von herzensguten Gastgebern geführt, die alles in ihrer Macht stehende tun, einen entspannten Aufenthalt zu gewährleisten. Ein üppiges, leckeres Frühstück ist genau so dabei, wie ein gepflegtes Ambiente und saubere Zimmer.

Guesthouse Tunduk in Karakol. Recht zentral gelegen verbrachten wir hier mehrere Nächte in authentischer Atmosphäre und fühlten uns sehr wohl. Die Zimmer sind recht groß und sauber, das Gemeinschaftsbad immer schön kuschelig warm.


Es gibt eine Gemeinschaftsküche und eine Waschmaschine, die man gegen Bezahlung nutzen kann. Viele Restaurants in der Umgebung da unweit der Hauptstraße gelegen, ebenso befindet sich ein authentischer Markt gleich die Straße runter.


Einfaches Gästehaus

Natur und landschaftliche Highlights

Hier können wir beide aus tiefster Überzeugung sagen: Kirgisistan wird dich umhauen, wenn du dich auf in Richtung Natur machst.

Egal, ob deine Leidenschaft wandern, trekken oder reiten ist, Kirgisistan hat auf jeden Fall das Richtige für dich parat. Mehrtägige Touren auf eigene Faust sind absolut kein Problem, gezeltet werden kann so ziemlich überall und manchmal findet man mitten im Nirgendwo ein paar Jurten, in denen man die Nacht verbringen kann.


Wenn du lieber mit Guide unterwegs bist? Auch kein Problem. Es gibt Dutzende Anbieter, die mehrtägige Reitausflüge oder Wandertouren in die Berge organisieren. Dich erwarten:


  • Dichte Wälder

  • Weite Täler

  • Nicht endende Steppenlandschaft

  • Beeindruckende Gletscher

  • Wunderschöne Gebirgsseen

  • Heiße, natürliche Quellen mitten in den Bergen

Pferdetrekking durch Bilderbuch-Landschaften

Pferdetrekking in Kirgisistan

Wir buchten zwei Pferdetrekkingtouren, die landschaftlich unterschiedlicher kaum sein konnten. Auf dem Weg zum Song Kul See trabten wir durch eine unendliche Weite, über Hochplateaus, über schneebedeckte Gipfel, durch rauschende Gebirgsflüsse, an riesengroßen Tierherden vorbei, bis wir am zweitgrößten Gebirgssee der Welt ankamen. Unser Ausritt nach Altyn Arashan und dem Ala-Kul See erfreute uns mit Blicken auf 5000er Gipfel, dichte Tannenwälder und Aussichten, die an Österreich oder Kanada erinnerten. Wir badeten in natürlichen heißen Quellen und wanderten die letzten steilen 500 Meter zum Ala-Kul See hinauf, der auf knapp 4000 Metern liegt. Die Aussicht, die uns dort oben erwartete? Einmalig! Du findest hier mehr Infos über die Song Kul und Ala Kul Pferdetrekkingtour, was es gekostet hat, wie genau das alles abläuft, ob man ohne Reiterfahrung zurecht kommt, wie das mit der Verpflegung aussieht und wie man eigentlich übernachtet. Alles Wissenswerte quasi, wenn auch du einen Abstecher in das Nomadenleben planst.


Preisbeispiele Pferdetrekking in der Nebensaison


  • 3 Tage, 2 Nächte zum Song Kul See: 112,50 € p.P.

  • Tage, 2 Nächte nach Altyn Arashan + Ala Kul See: 131,25 € p.P



Kulinarisches

Kirgisien hat kulinarisch so einiges zu bieten, die Klassiker drehen sich hauptsächlich um Hammel-, Pferde- und Rindfleisch. Vegetarier haben es nicht ganz so einfach, mittlerweile gibt es allerdings in fast allen Restaurants Gerichte, die kein Fleisch enthalten.

  • Beschbarmak: Das Nationalgericht Kirgisiens. Gekochtes Pferdefleisch, das mit hausgemachten Nudeln serviert wird.

  • Kurdak: Wahlweise Rind oder Schafsfleisch, das mit Kartoffeln und Zwiebeln serviert wird.

  • Schaschlik: Fleischspieße in allen möglichen Variationen. Von Schwein, Rind, Huhn, Ente bis hin zu Schaf oder Truthahn.

  • Manti: Gefüllte, gegarte Teigtaschen. Meist sind sie mit Fleisch, Karotten und Zwiebeln gefüllt.

  • Samsa: Gefüllte Teigtaschen, die an Samosas erinnern. Gefüllt werden sie mit allem möglichen, von Gemüse, über Fleisch bis hin zu Käse.

  • Lagman: Lagman findet man wirklich auf jeder Speisekarte. Dieses Nudelgericht mit Gemüse und Fleisch gibt es in zwei Variationen. Einmal als eine Art Eintopf mit viel Flüssigkeit und einmal als gebratene Version. Unbedingt beide probieren.

  • Lepeschka: Frittierte kleine Brotstücke, die eigentlich überall dazu bestellt werden.

  • Plov: Wie in vielen seiner Nachbarstaaten gibt es dieses Reisgericht an jeder Ecke. Traditionell wird es mit Karotten, Fleisch und einem kleinen Salat serviert.



Einkaufen & Verpflegung

Lebensmittelgeschäfte, kleine Garküchen, die frisch gebratenen Schaschlik verkaufen oder Stände, die Getränke becherweise am Straßenrand an den Mann bringen, gibt es in Kirgisistan an jeder Ecke. Dazu unzählige Bäckereien – probier dich unbedingt durch das Sortiment, Brotlaibe fangen bei 0,19 € das Stück an - die Auswahl zum Snacken und um den kleinen Hunger zwischendurch zu stillen, ist wirklich riesengroß.


Die Tante Emma Läden sind teils richtig gut ausgestattet, mit Tiefkühl Produkten, wie z.B. Pelmeni, Molkereiprodukten, Getränken und Kosmetikartikeln. Große Lebensmittelriesen, wie wir sie aus Deutschland kennen, haben wir allerdings keine gesehen.


Preislich gesehen kann man in Kirgisien so gut wie nichts falsch machen, es ist alles sehr günstig. Einen Schaschlik Spieß gibt es ab 1,30 €, ein Becher Kwas am Straßenrand kostet 10 Cent, einen voll gedeckten Tisch in einer einfachen Garküche (Stolovaja) gibt es ab 5 € für 2 Personen.


Hinweis: Leider herrscht in Kirgisien Plastiktütenwahnsinn und wirklich jeder Artikel wird in Tüten verpackt. Empfehlenswert wäre es, einen Stoffbeutel mit auf Reisen zu nehmen und direkt an der Kasse zu sagen, dass man keine Tüte möchte.


Sim Karten in Kirgisistan

Hier könnte sich Deutschland eine Scheibe abschneiden, denn Sim Karten in Kirgisistan zu besorgen und aufzuladen ist kinderleicht, an jeder Ecke möglich und spottbillig. Wir entschieden uns für den Anbieter Beeline und waren durchweg zufrieden. Beeline Shops gibt es so ziemlich in jedem kleinen Ort, die Tarife sind günstig und das Aufladen funktioniert einwandfrei.

Beeline - Tarifübersicht

  • Tarif „Prosto“, was soviel wie „einfach“ bedeutet

  • Kostet für eine Woche 95 Som (1,13 €)

  • Inkl. 4 GB Datenvolumen, Innlands-Telefonaten und SMS

  • Von nachts um 1 bis morgens um 7 hat man zudem unlimited Datenvolumen und in dieser Zeit wird beim surfen, hoch- bzw. runterladen nichts vom Tarif abgezogen

  • Zusatzoption: Unter anderem 5 GB für 80 Som (1 €).

Die Sim Karte kauft man direkt im Beeline-Shop, dort wird einem auch geholfen den ersten Tarif aufzuladen und sich mit den Automaten vertraut zu machen, an denen man ab sofort sein Guthaben selbstständig aufladen kann. Diese Automaten gibt es in vielen größeren Tante Emma Läden. Sie nehmen 5 Som (0,06 €) Bearbeitungsgebühr, d.h. wenn der Tarif 95 Som kostet, bezahlt man im Endeffekt 100 Som. Das Internet ist schnell und der Empfang in den Ortschaften sehr gut. Lediglich in abgeschiedenen Regionen könnte es mit dem Empfang schwierig werden.


Preise in Kirgisistan

Kirgisien war bis jetzt (in 11 Monaten Weltreise) eines unserer günstigsten Reiseländer. Wir gönnten uns wirklich alles, buchten uns ein eigenes kleines Appartement im Zentrum Bischkeks, waren jeden Tag auswärts essen, unternahmen zwei mehrtägige Trekkingtouren und blieben weit unter unserem Tagesbudget von 33 € p.P.


Preisbeispiele


  • Einfache Zimmer in Gästehäusern gibt es z.B. ab 5 € p.P.

  • Eine Portion Plov (Reisgericht mit Karotten, Fleisch & Salat) gibt es in einheimischen Restaurants schon ab 1 €

  • Ein Liter Kompott (Fruchtsaft) kostet im Restaurant ab 50 Cent

  • Ein Brotkorb ebenfalls ab 50 Cent

  • Ein Liter Sprit kostet in Kirgisistan etwa 50 Cent

  • Eine mehrstündige Fahrt mit einer Marschrutka gibt es ab 200 Som (2,50 €).


Preise für Obst und Gemüse auf den vielen lokalen Märkten sind ebenfalls günstig, ab wenigen Cent kann man sich hier mit lokalen, saisonalen Produkten eindecken. Das einzige, was etwas teurer ist, sind Pferdetrekkingtouren.


In der Hauptsaison kosten sie im Schnitt 160 € p.P. für 2,5-3 Tage, in der Nebensaison gibt es dieselbe Tour für 110 €. In Kochkor sind die Touren etwas günstiger als in Karakol.


Ansonsten ist Kirgisistan für Sparfüchse, aber auch für alle anderen wirklich zu empfehlen. Hier bekommt man noch etwas für sein Geld, hier kann man es sich ohne Reue richtig gut gehen lassen.


Einheimische/Sprache

Die Kirgisen sind ein herzliches und gastfreundliches Volk. Wir erlebten hier schöne Stunden inmitten Einheimischer, wurden von vorne bis hinten betüddelt, mit literweise Tee und hausgemachten Leckereien versorgt und immer freundlich empfangen. Wenn wir uns kurzzeitig verlaufen hatten, z.B. auf dem Weg zum Busbahnhof, mussten wir nie lange warten, bis uns jemand zur Hilfe kam.


Wir fühlten uns von der ersten Sekunde an wohl und hatten in diesem Land wirklich das Gefühl mittendrin anstatt nur dabei zu sein.

Wenn man ohne Russischkenntnisse ins Land reist, könnte dies in einigen Situationen, gerade abseits der Haupttouristenpfade, etwas schwierig werden, im Großen und Ganzen ist es allerdings gut machbar.


Die Fahrer der Marschrutki und Taxis verstehen ein paar Brocken Englisch, die junge Generation spricht ebenfalls ein wenig Englisch und in einigen Restaurants gibt es mittlerweile englische Speisekarten oder zumindest Bilder, die einem beim auswählen helfen. Wenn man Pferdetrekking Touren bucht, gibt es Guides, die teilweise gutes Englisch sprechen.


Die Kirgisen sind herzensgute Menschen und werden uns noch lange in Erinnerung bleiben

Zur Not gibt es heutzutage nützliche Übersetzungsapps, die bei Verständigungsproblemen helfen. Die Sprachbarriere und Angst davor sich nicht zurechtzufinden, sollten dich nicht davon abhalten Kirgisistan einen Besuch abzustatten. Das macht doch gerade das Abenteuer aus und wir sind uns sicher: Du wirst es nicht bereuen!

Unser Fazit

Das waren sie, unser gesamten Reisetipps und Wissenswertes für deine Reise nach Kirgisistan. Abschließend können wir nur sagen: Trau dich und schau dir dieses Land mit eigenen Augen an. Wir erlebten 23 wunderbare Tage und würden jederzeit erneut nach Kirgisistan reisen. Die Landschaft hat uns umgehauen, wir fühlten uns direkt beim Betreten kirgisischen Bodens wohl und dieses warme Gefühl zog sich durch unsere gesamte Reise.

Wir schlemmten uns durch die kirgisische Küche, tauschten uns mit Einheimischen aus und erfuhren so aus erster Hand, wie sich das Leben als Nomaden anfühlen mag. Wir trabten kilometerweit durch abgeschiedene Regionen und erlebten eine Gastfreundschaft, an die wir noch lange zurückdenken werden. Auf was wartest du noch? Das Nomadenleben ruft.



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Kati + Hermann

Wir sind zwei Backpacker und Reiseblogger, die ihr konventionelles Leben vor vielen Jahren hinter sich gelassen haben. Auf unserer Weltreise erkunden wir ferne Länder und lassen uns gerne treiben. Am liebsten abseits des Mainstream. 

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