Südafrika Norden Reisebericht: 25 Tage Roadtrip auf eigene Faust

Aktualisiert: 17. Dez 2019


Hallo Südafrika. Was wollen wir eigentlich alles unternehmen? Wohin genau reisen? Vor allem wie lange? Roadtrip im Mietauto? Minitaxi? Hostel? Couchsurfing? Eine wirkliche Idee hatten wir, bis wir aus Botswana in Johannesburg ankamen, nicht. Klar war für uns nur, dass wir den Krüger und die Garden Route auslassen wollen. Warum? Beides hat uns nicht wirklich gereizt, interessiert, oder uns dieses kribbeln und die Vorfreude beschert, die wir sonst spüren, wenn wir über Reiseziele nachdenken. Wir kamen gerade von unserem Roadtrip durch Botswana... die Tierwelt und dieses für uns so authentische Afrika, das wir dort erlebten, hätte der Krüger unserer Meinung nach nicht toppen können. Und Tiere vonAsphaltstrassen zu beobachten versprühte auf uns nicht wirklich einen Reiz. Deshalb sparten wir uns das Geld, mieteten einen Kleinwagen und machten uns auf den Weg, den Norden und die Mitte Südafrikas auf eigene Faust zu erkunden.



In diesem Artikel findest du: Panorama Route St. Lucia & iSimangaliso Wetland Park Durban Mooi River/ Giant's Castle Game Reserve Golden Gate Nationalpark Johannesburg Unser Fazit



Die Panorama Route

Die Panorama Route befindet sich in den nördlichen Ausläufern der Drakensberge im Osten Südafrikas. Westlich liegt der Krüger Nationalpark und lässt sich bei Bedarf gut mit einem Besuch der Panorama Route kombinieren. Es gibt viel zu entdecken, viele tolle Aussichtspunkte und alle möglichen Wanderungen, die man starten kann. Felswände, weitläufige grüne Täler, Wasserfälle, der spektakuläre Blyde River Canyon und vieles mehr laden zu einer Erkundungstour auf eigene Faust ein. Wir buchten eine schnuckelige AirBnb Bude in White River und nutzten sie als Ausgangspunkt um den südlichen Teil der Panorama Route rund um Sabie zu erkunden. Den nördlichen Teil entdeckten wir von Graskop aus. In Graskop blieben wir im Valley View Backpackers. Günstig, völlig ausreichend ausgestattet und in toller Lage. Insgesamt verbrachten wir eine Woche in der Region. Drei Tage mit wandern, zwei mit auf gutes Wetter hoffen und zwei mit der Besichtigung der Sehenswürdigkeiten entlang der Panorama Route. Wir haben zu der Panorama Route zwei separate Blogartikel auf unserer Webseite. Falls dich die Region interessiert, schau doch mal vorbei: Wandern entlang der Panoramaroute, mit drei schönen Tageswanderungen und einmal 13 Aussichtspunkte entlang der Panorama Route.

St. Lucia & iSimangaliso Wetland Park

Der Roadtrip ging von der Panorama Route südwestlich an der Grenze von Swasiland in Richtung Meer weiter. St. Lucia und Umgebung standen als nächstes auf der Erkundungsliste. Auf dem Weg dorthin übernachteten wir in Piet Retief bei Fremden auf der Couch, bevor wir im kleinen Örtchen St. Lucia ankamen. Als wir am Morgen aus Piet Retief losfuhren, sagte unser Host noch: Teilweise laufen in St. Lucia Hippos über die Straßen oder trinken gerne mal aus Pools, wenn sie sonst kein Wasser finden können. Wir haben leider keine Nilpferde an Land spazieren sehen, aber das Schild machte es für uns wett.


Was wir sonst so in Südafrika erlebten? Klick dich durch unsere Abenteuer:



Der Ort an sich ist unspektakulär, voller Hotelanlagen und Touristen. Deshalb mieteten wir uns etwas außerhalb in einem AirBnb Zimmer mitten auf einem riesigen Grundstück abseits des Trubels ein. Rund um St. Lucia findet man einige schöne Strände, die zum Baden einladen. Achtung: Die Strömungen in der Region sind sehr stark, baden ist daher nur in Strandnähe empfohlen. In St. Lucia selbst gibt es viele Touristenbüros, die verschiedene Ausflüge anbieten, zudem viele Restaurants und Shops.


Der iSimangaliso Wetland Park

Der iSimangaliso Wetland Park ist ein Nationalpark an der Ostküste Südafrikas, der durch seine vielseitige Landschaft vielen verschiedenen Arten ein Zuhause bietet. Sümpfe, Savannen und subtropische Vegetation sind der perfekte Lebensraum für z.B. Nilpferde, Nashörner oder eine Vielzahl von Vögeln. Es werden u.a. verschiedene Game Drives durch den iSimangaliso Park angeboten, Bootstouren entlang des Flusses (Abfahrtort: Siyabonga Jetty), in dem Krokodile und viele Nilpferde leben. Eine Sichtung wird zu 100% garantiert, denn es leben ca. 800 Nilpferde und 1000 Krokodile im Fluss. Wenn man sich das Geld sparen will, es gibt an der Jetty eine Aussichtsplattform, an der man die Tiere umsonst beobachten kann. In dem Fall wird nur eine kleine Parkplatzgebühr fällig.

Ausflüge im iSimangaliso Wetland Park

Jahreszeitbedingt (Nov.-Feb.) kann man Ausflüge zu den Lederrücken-Schildkröten unternehmen und sie in der Nacht beobachten. Diesen Ausflug wollten wir eigentlich buchen. Das Problem war allerdings, dass unsere Unterkunft ca. 60 km von St. Lucia entfernt lag. Der Ausflug hätte gegen 20 Uhr (Startzeiten variieren täglich) begonnen und bis nach Mitternacht gedauert. Wenn man direkt in St. Lucia übernachtet, sicher kein Problem, wir hätten aber nachts noch bis zu unserem AirBnb fahren müssen. Auf Nachfrage beim Touristenbüro und unserer Vermieterin sagten uns beide unabhängig voneinander „Die Straße ist nachts nicht sicher“. Schade! Walbeobachtungen und Schwimmen/Schnorcheln mit frei lebenden Delfinen können auch gebucht werden. Diese beiden Ausflüge sind ebenfalls jahreszeitenabhängig. Wir machten uns stattdessen auf den Weg, um den iSimagaliso Park auf eigene Faust zu erkunden. Der Park liegt an der nörd-östlichen Küste KwaZulu-Natals und grenzt an Mosambik. Auf Tiere waren wir eigentlich nicht so scharf, eher auf die Landschaft und die Strände. Wir wollten zum Cape Vidal Strand, der mit puderweißem Sand und türkisfarbenem Wasser zu einer Erfrischung einlädt. Wir stiegen aus (parken kostenlos) und machten uns auf den Weg Richtung Strand. Wir konnten das Meer rauschen hören, das Salz schmecken, die frische Brise zerzauste unser Haar. Der Strandabschnitt direkt am Parkplatz war überfüllt, so liefen wir ein paar hundert Meter weg vom Getümmel und hatten dann den ganzen, schönen Strand für uns alleine. Auf dem Rückweg stoppten wir an ein paar Aussichtspunkten, u.a. dem Mission Rocks Beach. Wir fuhren einige der "Self-drive Game Drive Routen" ab, richtiges Afrika-Feeling kam leider nicht auf, da 1.) meist asphaltiert und 2.) viel zu viele Autos unterwegs waren. Nichtsdestotrotz verbrachten wir in und um St. Lucia ein paar entspannte Tage.

Durban, oh Durban

Wir wissen nicht genau, was wir von dir halten sollen, denn wir hatten hier unser abgefahrenstes Erlebnis des gesamten Roadtrips. Nicht was die Stadt an sich angeht, es ging eher um unseren Couchsurfing Host. Als wir die Zusage bekamen, dass er uns für 2 Nächte aufnehmen will, freuten wir uns riesig. Wir hatten zuvor wirklich tolle Erfahrungen mit Couchsurfing gemacht. Wir kamen an seinem Haus an. Tolle Lage, tolles Haus, netter Typ. Er renovierte gerade und wir halfen ihm ein wenig dabei. Als wir uns danach zum Kaffee trinken zusammensetzten, fingen wir an zu quatschen. Erst über unsere Reise, schweiften dann aber in ein düstereres Thema ab.


  • Die ranghöchste Psychologin in Kapstadt wollte mich vor ein paar Jahren umbringen lassen

  • Ich entkam schon mehrere Male knapp dem Tod

  • Ich habe alle Beweise, alles, wirklich alles mit meinem Handy aufgenommen, warte ich spiele es euch schnell vor

  • Meine Ex hat mein Leben zerstört, meine Familie auseinander gerissen und wollte mich auch umbringen lassen

Ähhh, Hermann? Wo sind wir hier gelandet? Mit einem mulmigen Gefühl gingen wir den Abend schlafen. An sich war er ein netter Kerl, wir wollten erstmal den zweiten Tag abwarten und dann entscheiden. Abhauen können wir ja rein theoretisch jederzeit. Als wir am nächsten Morgen aufwachten, hörten wir Stimmen. Wir dachten uns nichts dabei, schauten aus dem Fenster und sahen zwei halbnackte Mädels, die sich in der Scheune im Hinterhof eingenistet hatten. "Mein Kumpel hat mich gefragt, ob ich für ein paar Tage zwei Freundinnen von ihm bei mir aufnehmen kann. Ich hatte keine Ahnung, dass das Prostituierte sind." Irgendwie lustig und schockierend zur gleichen Zeit, wir hatten uns davor ja noch nie in so einem Milieu bewegt. Alle paar Stunden kamen die Mädels fast nackt nach vorne zur Eingangstür gelaufen und fragten unseren Host nach dem Schlüssel für das Garagentor. Als die Herren ankamen, mussten wir uns im Haus „verstecken“. „Ist sonst schlecht für's business.“ -


Sollen wir vielleicht doch abhauen, irgendwie wird das alles langsam komisch. Nicht das am Ende auch jemand uns umbringen will. Wir waren tagsüber unterwegs und verbrachten viel Zeit außerhalb des Hauses. Fuhren durch Durbans chaotisches aber so authentisches afrikanisches Stadtzentrum, schauten uns die Strände an und relaxten bei kalten Smoothies. Unsere Gefühle fuhren Achterbahn, aber wir blieben auch die zweite Nacht. Am Abreisetag waren die beiden Mädels immer noch da, wir tranken früh noch schnell unseren Kaffee, sagten Tschüss und machten uns auf den Weg. Und als wir das Haus gegen 8:30 verließen, standen schon die ersten Freier vor der Tür. Wir sitzen bis heute teilweise fassungslos da, wenn wir an die Geschichten denken, die er uns erzählt und dazu seine Tonaufnahmen vorgespielt hat. Durban, oh Durban! Ich glaube, wir müssen dir irgendwann noch eine zweite Chance geben.

Drakensberge: Mooi River – Giant's Castle Game Reserve

Die Drakensberg Region stand bei uns von Anfang an hoch im Kurs. Wir wollten in die Berge, in die Natur und viel Zeit draußen in traumhafter Kulisse verbringen. Wir hatten gehört, dass die Drakensberge eine der schönsten Regionen in ganz Südafrika sein soll. Da wir an Weihnachten unterwegs waren und unsere Unterkünfte meist nur ein, zwei Tage im Voraus gebucht hatten, war die Auswahl nicht mehr allzu groß. Wir fanden ein kleines schnuckeliges AirBnb Apartment in Mooi River, mitten auf einer Farm. Mit Kamin, kuscheligem Bett, umgeben von Pferden, Hunden und Katzen. So weit, so gut. Das einzige, das während unseres Aufenthalts nicht mitspielte, war das Wetter. Es war kalt, stürmisch und regnete über Tage. An Wandern, oder überhaupt Zeit draußen zu verbringen war nicht zu denken. Am ersten Tag hatten wir noch Glück, fuhren in den Giants Castle Park und schauten uns die spektakuläre Landschaft ohne eine einzige Wolke am Himmel an. Grüne Hügel, steile Klippen, ein kleiner Bach, der sich durchs Tal schlängelt und strahlend blauer Himmel. Wir machten uns auf den Weg zur Info, kauften uns für ein paar Cent die Wanderkarte, knipsten die ersten Fotos und fuhren voller Vorfreude auf die nächsten Tage zurück zu unserer Hütte. Dass die nächsten Tage allerdings so ein Mistwetter herrschen würde, konnte selbst der Wetterbericht nicht vorhersagen. Am nächsten Morgen fuhren wir trotz tief hängenden, dunklen Wolken los. Wir hofften, dass es im 65 km entfernten Giant's Castle vielleicht besser aussieht. Aber genau das Gegenteil war der Fall. Kurz nach 7 kamen wir am Tor des Nationalparks an, bezahlten Eintritt, fuhren durch Nebel, durch Wolken, durch Nieselregen und parkten unser Auto am Startpunkt der Wanderung.


Wollen wir warten? Ja! Vielleicht machen wir einfach kurz ein Nickerchen, vielleicht klart es ja noch auf. 2 Stunden später sah das Ganze nicht besser aus. Die Wolken hingen mittlerweile richtig drin, selbst die Umrisse der Berge waren nicht mehr zu sehen. Wir verbrachten unsere Tage stattdessen vor dem Kamin, mit den Tieren und unseren beiden Hosts. Wir hatten wirklich Glück beim Aussuchen unserer Unterkunft, denn von der ersten Sekunde an fühlten wir uns wohl und waren auf derselben Wellenlänge. Wir halfen beim Füttern der Tiere, Hermann hackte Holz und am zweiten Weihnachtsfeiertag wurden wir sogar zum Familien-Weihnachtsessen eingeladen.

Unser erstes Weihnachten auf Weltreise


So saßen wir da, zwei zerzauste Backpacker, mitten im ländlichen Südafrika, auf einer riesengroßen Farm an einem genauso riesigen Tisch mit einer Familie, die wir gerade erst kennen gelernt hatten. Nach einer Stunde fühlte es sich an, als ob wir tatsächlich dazugehören würden. Wir erzählten Geschichten, aßen, tranken und hatten einen ausgelassenen Tag. Die Gastfreundschaft der beiden hat uns umgehauen und wir werden sicher noch häufiger an unser erstes Weihnachten auf Weltreise zurückdenken. Am letzten Tag, wir hätten eigentlich schon weiter gemusst, wollten wir es noch mal wissen. So machten wir uns um 5 Uhr erneut auf den Weg zum Giant's Castle. Diesmal war das Wetter perfekt. Keine Wolke am Himmel, wir beide euphorisch. Endlich! Was wir da noch nicht ahnten war, dass wir an diesem Tag einen unserer schönsten Tage in Südafrika verbringen würden. Einen Tag, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Die Landschaft, der Wanderweg an sich, die Stille, die Verbundenheit mit der Natur, die wir spürten und der innere Schweinehund, der wieder einmal keine Chance gehabt hat. Was für ein Tag! 4,5 Stunden wanderten wir durch eine Landschaft, die wie gemalt aussah, sagten den Tag gefühlte 100 Mal "Wie schön das hier ist!" und erfreuten uns einfach daran, genau an dem Tag genau an dem Ort zu sein. Diese innere Zufriedenheit zu spüren und zu merken, dass man genau in dem Moment alles richtig gemacht hat. Ohne Worte! Zur Wanderung gibt’s einen extra Blogpost. Wenn dich das Thema interessiert, schau doch mal vorbei, bei einem unserer Highlights in Südafrika: Der World's View Wanderung.

Der spektakuläre Golden Gate Nationalpark

Unser zweiter Stopp in der Drakensberg Region, diesmal etwas weiter landeinwärts. Wir buchten wieder ein kleines Appartement, diesmal in Bethlehem. Wir hatten eigentlich mit Clarens geliebäugelt, weil es einfach näher am Nationalpark liegt, aber: Silvester stand vor der Tür und es war alles restlos ausgebucht. Als wir am Morgen in den Nationalpark fuhren, machten wir kurz Halt in Clarens, einfach um zu sehen, was da so los ist. Die Landschaft und die Natur dort sind wirklich schön, aber der Ort an sich? Schon als wir von der Landstraße abbogen, sagte ich zu Hermann "Zum Glück war hier schon alles ausgebucht." Touristen über Touristen, das kleine Zentrum war eine riesige Fress- und Flaniermeile. Der Golden Gate Nationalpark liegt etwa 60 km von Bethlehem entfernt und unweit der Grenze zu Lesotho. Von Bethlehem erreicht man den Nationalpark in etwa einer Stunde. Eintritt ist gratis, durch den Park führt eine öffentliche Straße, es gibt aber einen Check Point, an dem hin und wieder Kontrollen durchgeführt werden. Schon bei der Einfahrt ist man von hohen Klippen umgeben, goldgelb glänzende Sandstein-Felsvorsprünge und weitläufige grüne Hügel. Im Nationalpark leben u.a. Gnus, von denen wir auf unserer Wanderung eine Menge sahen.


Es gibt einige kurze Wanderungen (z.B. zum Mushroom Rock oder Brandwag Buttress – jeweils eine Stunde), eine recht anspruchsvolle (Wodehouse Peak), und eine, die über 2 Tage geht (Ribbock Trail). Wir entschieden uns für den Wodehouse Peak. In 4-6 Stunden rauf auf 2438 m und wieder runter.

5 Stunden später standen wir wieder genau an der Stelle, an der wir losgelaufen waren. Erschöpft, mit weichen Knien und durchgeschwitzten Klamotten, aber stolz! Wir hatten es geschafft! Unsere bis dato höchste gemeinsame Wanderung. Die Wodehouse Peak Wanderung hat es wirklich in sich, falls du eine Wanderung dorthin planst oder dich das Thema interessiert, schau doch mal vorbei: Wanderungen in den Drakensbergen. Dort findest du alles, von der Länge, der Dauer und unserem Gemütszustand. Hier geht’s zum Video:


Johannesburg. Wo alles begann.

Oh Johannesburg. Hier startete unsere Weltreise. Voll gepackt, gespannt, voller Träume und Hoffnungen landeten wir am 14.11.2017 im Norden Südafrikas. Nach unserem Roadtrip durch Botswana machten wir hier erneut Halt. Um runterzukommen, zu verarbeiten und zu erkunden. Und als wir nach unserem 25-tägigen Roadtrip unser Auto abgaben, passierte auch dies wieder in Johannesburg. Die eine Woche, die wir insgesamt in Johannesburg verbrachten, schliefen wir durchgehend bei Fremden auf der Couch. Unsere erste Erfahrung mit Couchsurfing. Und wir müssen sagen: Bis auf den einen Host in Durban haben wir bis jetzt nur positive Erfahrungen gemacht. Unser erster Host nahm uns mit in eine Shantytown (eine Art illegal errichteter Slum, der als Markt fungierte). Dass wir am ersten Tag unserer Weltreise so einen authentischen Vormittag inmitten der schwarzen Bevölkerung verbringen würden, haute uns aus den Socken. Damit hatten wir nicht gerechnet. Wir probierten traditionelles Pap mit Beilagen (Maispampe mit einer Art Gulasch) und spazierten durch einen Teil Johannesburgs, in den sich normalerweise keine Weißen verirren. Unser zweiter Host nahm uns mit auf verschiedene Straßenfeste, wir probierten uns durch hausgemachte, afrikanische Leckereien und verschiedene, afrikanische Biere. Schlenderten durch Galerien oder verbrachten einen Vormittag im Neighbourgoods Market, in dem Anthony Bourdain vor ein paar Jahren eine seine Folgen gedreht hatte. Unser erster kleiner Fanmoment auf der Weltreise. Unser Host zeigte uns schöne Aussichtspunkte in Johannesburg und fuhr uns sogar zum Apartheid Museum. Alles in Allem hatten wir eine wirklich entspannte Zeit in Johannesburg. Die Idee des Couchsurfing, und dass Einheimische einem ihr Zuhause und ihre Stadt zeigen, finden wir grandios. Wieso wir nicht früher damit angefangen haben, ist uns ein Rätsel. Hätten wir uns in ein kleines Appartement oder Zimmer eingemietet, hätten wir diese authentischen Erfahrungen nie gemacht. Johannesburg, du wirst uns für immer in Erinnerung bleiben. Danke!


Unser Fazit

Wir hatten bewusst etwas mehr Zeit für unseren Roadtrip eingeplant. Erstens weil Weihnachten/Silvester vor der Tür stand und zweitens weil wir in Botswana einen straffen Zeitplan hatten und relaxen wollten. Man kann diese Route bestimmt auch in zwei Wochen schaffen, vorausgesetzt man hat gutes Wetter und kein Problem damit mal etwas länger im Auto zu sitzen. Ursprünglich hatten wir überlegt auch Abstecher nach Lesotho oder Swasiland zu machen, unsere Autovermietung verlangte allerdings Gebühren, die dies für uns unattraktiv machte. Außerdem hatten wir nur den kleinen Polo und in Lesotho hätten wir wenn, dann gerne den Sani Pass befahren. Dafür wird ein 4WD empfohlen. Vielleicht beim nächsten Mal. :)


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Kati + Hermann

Wir sind zwei Backpacker und Reiseblogger, die ihr konventionelles Leben vor vielen Jahren hinter sich gelassen haben. Auf unserer Weltreise erkunden wir ferne Länder und lassen uns gerne treiben. Am liebsten abseits des Mainstream. 

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