Georgien Reisetipps: Wissenswertes für deine Reise

Aktualisiert: 6. Dez 2019

Georgien. Noch nie darüber nachgedacht, dieses geheimnisvolle Land am Rande Europas zu bereisen? Warum nicht? Georgien bietet alles, um einen unvergesslichen Urlaub zu erleben.


Nach 47 Tagen im Land und einem dreiwöchigen Roadtrip auf eigene Faust, bei dem wir zuvor keinerlei Unterkunft gebucht hatten und erst morgens entschieden, wie wir den Tag verbringen wollen, werden wir in diesem Artikel all unser Wissen und all unsere Reisetipps und Highlights für (d)eine gelungene Georgien Reise mit dir teilen.


Denn eines ist garantiert: Atemberaubende Aussichten in Swanetien, Dutzende Gletscher, alte Höhlenstädte, Wanderungen durch unberührte Natur, den abgelegenen und wenig besuchten Waschlowani Nationalpark, authentische Bergdörfer, Badeorte am Schwarzen Meer, Canyons, die mit türkisem Wasser nur darauf warten von dir erkundet zu werden. Klingt gut? Ist es auch!


Authentisches Bergdorf in Georgien

In diesem Artikel findest du Georgien Reisetipps:


Anreise Fortbewegung

Vom Flughafen Tiflis in die Stadt Straßenverhältnisse und Fahrstil Unterkünfte Natur und landschaftliche Highlights

Georgien im Herbst/Winter Kulinarisches Einkaufen Preise Einheimische/Sprache Fazit



Anreise nach Georgien


Die Anreise von Deutschland nach Georgien ist mittlerweile unkompliziert und sogar recht günstig. Direktflüge nach Tiflis gibt es z.B. ab München, Berlin, Köln/Bonn, Wien oder Amsterdam. Wizzair fliegt von Memmingen, Dortmund und Schönefeld nach Kutaissi. Die Flugzeit beträgt etwa 3,5 Stunden. Preise gibt es one way ab 40 €. Mit Umstiegen, z.B. in Riga, Kiew oder Prag, ist eine Anreise natürlich auch möglich und lässt sich eventuell sogar mit einem Städtetrip kombinieren.


Blick auf Georgiens Hauptstadt Tiflis

Vom Flughafen Tiflis in die Stadt

Es gibt zwei Möglichkeiten vom Tbilisi International Airport in die City zu gelangen.


Mit dem Bus


Die günstige, allerdings auch zeitintensivere Variante ist der Bus Nr. 37, der direkt vor dem Ankunftsterminal losfährt. Kostenpunkt 0,50 Lari (15 Cent), Dauer um die 40 Minuten.

Mit dem Taxi

Die entspanntere, dafür aber teurere Alternative wäre eine Taxifahrt. Kostenpunkt hier zwischen 15 und 25 Lari (4,5 - 7,5 Euro). Mehr solltest du auf keinen Fall bezahlen. Die Fahrt dauert maximal 20 Minuten. Verhandeln geht immer, lass dich nicht direkt auf den erstgenannten Preis ein.


Fortbewegung in Georgien: Wie komme ich von A nach B?


Die Fortbewegung in Georgien gestaltet sich als relativ einfach und günstig.


Mit der Marschrutka


Es gibt Dutzende Kleinbusse (Marschrutki), die dich günstig von Stadt zu Stadt bringen. Abfahrt ist direkt im Zentrum oder an Bahnhöfen. Meist wird gewartet, bis das Auto voll ist, bevor es los geht. Der Preis von Kutaissi ins 150 km entfernte Batumi beträgt etwas über 3 €.


Zwischendurch werden Pausen eingelegt, Snacks und Getränke können an Straßenständen gekauft werden. An vielen Kleinbussen steht die Destination mittlerweile auch in lateinischen Buchstaben dran, ansonsten kann man vor Ort immer nachfragen, ein paar Brocken Englisch versteht so gut wie jeder in Georgien.

Einen Fahrer mieten


Man kann sich in Georgien auch ohne weiteres einen Wagen mit eigenem Fahrer mieten, wenn man auf seiner Reise den verrückten und teils waghalsigen Verkehr nicht selbst erfahren will. Preise hierfür können wir nicht nennen, da wir mit eigenem Allradwagen (ohne Fahrer) unterwegs waren. In Tiflis' Altstadt stehen viele Autos mit Angeboten zu Ausflügen und Touren bereit. Einfach hingehen und fragen.


Mit dem Mietwagen

Wir mieteten den Wagen von einem Einheimischen, den wir zuvor nie gesehen hatten - er wurde uns von unseren Couchsurfing Hosts in der Ukraine empfohlen. Wir zahlten weniger als die Hälfte des Preises einer großen internationalen Mietwagenfirma. Schreib uns bei Interesse gerne an und wir geben die Kontaktdaten weiter.


Lust auf noch mehr Georgien? Dann klick dich durch unsere Abenteuer:


Mit dem Zug


Ansonsten gibt es noch die Möglichkeit mit dem Zug von A nach B zu kommen. Preise hierfür sind ähnlich wie die der Marschrutki. Fahrtzeiten z.B. mit knapp fünf Stunden von Batumi bis Tiflis auch fast identisch.


Nachtzüge können ebenfalls genutzt werden, u.a. auf den Strecken Batumi-Tiflis, Batumi-Jerewan, Tiflis-Jerewan oder Tiflis-Baku. Preise Batumi-Tiflis ab 9 € in der zweiten Klasse, Kutaissi - Tiflis ab 3 €. Fahrtzeit jeweils 5 Stunden.

Mit dem Taxi


Taxi fahren innerhalb der Städte ist zudem recht günstig. In Tiflis zahlten wir nie mehr als 5 Lari (1,75 €).


Straßenverhältnisse und der verrückte Fahrstil der Georgier


Die Straßenverhältnisse sind in den Städten und auf den Autobahnen und Landstraßen "recht gut", rechne aber damit, dass hier und da eine Bodenwelle oder ein tiefes Schlagloch auftauchen kann. Jederzeit. Ohne Vorwarnung.


Abseits der üblichen Touristenrouten sind die Schotterpisten teils nur im Schritttempo befahrbar. Kühe grasen am Straßenrand oder relaxen mitten auf der Fahrbahn, Fußgänger nehmen fast die gesamte Fahrbahn in Anspruch. In Georgien musst du auf alles gefasst sein. Jederzeit. Egal wohin deine Reise geht, würden wir auf jeden Fall einen 4WD empfehlen, damit du flexibel und ungebunden bleibst und abgelegene Orte erreichen kannst, zu denen sich nicht viele Touristen verirren.

Der Fahrstil der Georgier ist einfach zu beschreiben: Rücksichtslos und verrückt!

Bis zum Ende unseres Roadtrips saß Hermann hochkonzentriert am Steuer. Gerade in den Städten wird ohne Regeln gefahren. Es wird gehupt, gerast, geschlafen, gedrängelt. 4-spurig auf 2 Spuren gefahren und ohne Rücksicht auf Verluste rübergezogen. Oft sind es nur Millimeter bis zum Crash. Die Hupe wirst du also in Georgien oft benutzen und hören.

Zebrastreifen werden normalerweise ignoriert. Wenn du als Fußgänger unterwegs bist, solltest du nicht warten bis ein Auto hält, sondern mit Umsicht einfach über den Fußgängerüberweg laufen. Sonst wirst du morgen noch an der Straße stehen. Denn freiwillig hält kaum jemand.

Einen relativ normalen Straßenverkehr erlebten wir nur auf Landstraßen und in den Bergen. Wobei wir auch hier nur knapp einem Frontalzusammenstoß entkamen. Eine Marschrutka kam auf einer kurvigen Gebirgsstraße mit 80 km/h um die Kurve gebrettert. Natürlich auf der Gegenfahrbahn - ohne Anzeichen auf die vorhergesehene Spur zurückzufahren. Eine Vollbremsung rettete uns und das Leben, denn neben uns ging es 50 Meter in die Tiefe.

Unser Tipp: Fahr achtsam, passiv und lass dich nicht in Bedrängnis führen. Und: Benutz deine Hupe, auch wenn du überholst. Gerade in den Bergen.


Unterkünfte in Georgien

Der Tourismus in Georgien boomt seit einigen Jahren. Zwar entdecken erst jetzt westliche Touristen das Land im Kaukasus für sich; Russen, Ukrainer und Polen sind allerdings schon seit Jahren unterwegs. In Scharen.

Dementsprechend wirst du auch in Georgien so ziemlich alles an Hotels finden, was dein Herz bzw. dein Geldbeutel begehren.


Von einfachen Gästehäusern und Hostels, die gerade in Kutaissi spottbillig sind (4 p.P.), bis hin zu neuen, luxuriösen AirBnb Buden und 5 Sterne Hotels. Couchsurfing ist in Georgien auch ein heißes Thema, es gibt viele Hosts in den verschiedensten Regionen des Landes und du bekommst einen authentischen Einblick in das Leben.


Typisches Gästehaus in den Bergen Georgiens

Batumi war auf unserer Reise das teuerste Pflaster, was Unterkünfte angeht, Kutaissi das günstigste. Bist du mit dem Zelt unterwegs, hast du natürlich die Freiheit dort zu campen, wo du möchtest. Es gibt zwar einige Campingplätze, die meist an Häuser und Grundstücke Einheimischer angeschlossen sind, wild campen geht in Georgien allerdings so ziemlich überall. Bitte vergiss aber nicht, deinen Müll anschließend wieder mitzunehmen. :)

Planst du allerdings einen Abstecher in den Waschlowani Nationalpark, ist hier das wild campen nicht erlaubt, Campingplätze oder alternativ die Bungalows müssen im Voraus gebucht werden.


  • Unser Reisetipp: Wir buchten während unseres Roadtrips keine Unterkunft vor, sondern entschieden erst am Morgen wo wir überhaupt hinfahren wollen und wo wir dann eventuell übernachten werden. So zu reisen können wir in Georgien nur empfehlen.


Es gibt viele Gästehäuser, einfach am gewünschten anhalten, nach dem Preis fragen, sich das Zimmer zeigen lassen und dann entscheiden ob's passt oder nicht. Verhandeln geht auch, so drückte ich z.B. den Preis in einem Gästehaus in Sighnaghi um mehr als 60%.


Unsere Tipps zum Übernachten in Georgien

Leli's Guesthouse* in Sighnaghi. Ganz tolle Unterkunft mit herzensguter Gastgeberin. Sie liegt zwar im historischen Zentrum der Stadt, jedoch etwas abseits vom Schuss und somit in ruhiger Lage. Vom Balkon im Zimmer hat man einen wunderbaren Blick.

Veranda Guesthouse* in Kazbegi/Stepantsminda. Einfache Unterkunft im georgischen Stil mit üppigem Frühstück und Wahnsinns-Ausblick von der Dachterasse.

Guesthouse Elene* in Gori. Preislich schwer zu toppen bietet auch dieses Homestay eine authentische Erfahrung. Üppiges Frühstück, sauber und man kann seinen Mietwagen sicher im Innenhof parken.

Roza's Guesthouse* in Mestia. Schönes Ambiente, sehr hilfsbereite Gastgeberin, leckeres Frühstück. Das Guesthouse liegt zentral, dennoch ruhig und die Gastgeberin Roza spricht Englisch.


Natur und landschaftliche Highlights

Georgien ist klein, hat aber dennoch unglaublich viel zu bieten. Die Abgelegenheit und Wildnis im Waschlowani Nationalpark, die majestätischen Berge rund um Stepansminda, Dutzende Gletscher, die wunderschöne Bergregion in Swanetien, die kilometerlangen Strände am Schwarzen Meer, geothermale Felder und kleine Schlammvulkane oder authentische kleine Bergdörfer.


Dazu die verschiedensten Wanderwege, egal ob für Tages- oder Mehrtagestouren, es ist für jeden Geschmack und jedes Fitnesslevel etwas dabei.

Selbst im kleinen Georgien gibt es unendliche Weiten
Bergidylle in Swanetien
Einsamkeit im Waschlowani Nationalpark

Georgien im Herbst/Winter: Was gibt es zu beachten?

Hinzuzufügen wäre, dass eine Reise in diesen Jahreszeiten etwas problematisch werden könnte. Dadurch, dass viele der Gebäude alt sind und die meisten Unterkünfte nun mal einfache Gästehäuser sind, haben diese in den Wintermonaten oft Schwierigkeiten mit Warmwasser oder Heizung. Stromausfälle sind außerdem weit verbreitet, dies kann allerdings auch im Frühjahr/Sommer passieren.

Zudem sind in den Wintermonaten viele Sehenswürdigkeiten wie Museen geschlossen. Eine Anfahrt nach Swanetien ist wenn überhaupt nur bedingt möglich, Uschguli z.B. ist meist mehrere Monate aufgrund der schwierigen Straßenverhältnissen und zugeschneiter Serpentinen von der Außenwelt abgeschnitten. Dieses betrifft neben Uschguli eine Vielzahl anderer Bergdörfer und Regionen, wie z.B. Tuschetien.


Kulinarisches: Eine der besten Küchen der Welt


Ein weiteres Highlight ist in Georgien die einheimische Küche. Recht deftig und fettig, aber für unseren Geschmack genau richtig und unglaublich lecker. Einfache, herzhafte Gerichte, die selbst in den Touristenhochburgen bezahlbar sind.


Wie wäre es z.B. mit dem traditionellen "Käsebrot" Kachapuri, den gefüllten, oben zugedrehten Teigtaschen Khinkali, Fleischspießen (Schaschlik), Kebabs, Bohnen, Auberginen mit einer Knoblauch-Walnusspaste oder einem einfachen, aber umso leckereren Salat.


In Georgien schmecken Tomaten glücklicherweise noch nach Tomaten und nicht nach rot gefärbten Luftknödeln, wie die aus den Gewächshäusern Europas.

Was du außerdem nicht verpassen solltest ist der georgische Wein. Wir probierten uns durch und müssen sagen: Unglaublich vielfältig und unglaublich lecker. Wir haben nicht ein einziges Mal für Wein bezahlt, sondern bekamen ihn immer gratis im Gästehaus oder von Menschen, die wir gerade erst kennen gelernt hatten.

Wenn du es eine Nummer stärker magst: Probier Cha-Cha, eine Art Schnaps, der aus Trauben hergestellt wird. Auch für Cha Cha zahlten wir in unseren fast 7 Wochen im Land nichts; wir wurden immer eingeladen.

Über georgisches Bier hatten wir im Voraus nichts Gutes gelesen, müssen aber sagen: Es schmeckt. In den Supermärkten gibt es eine Riesenauswahl, 2 Literflaschen für umgerechnet 2 Euro. Wenn du nicht auf deutsches Bier verzichten kannst: Das gibt's hier auch.


Einkaufen in Georgien

In größeren Städten (Batumi, Kutaissi oder Tiflis) gibt es ganz normale Supermärkte, wie wir sie aus Deutschland kennen. Die Auswahl ist groß, die Preise recht niedrig. Ist man in ländlicheren Regionen unterwegs, wirst du an vielen kleinen Tante Emma Läden und Bäckereien vorbeifahren.


Typischer kleiner Shop in Georgien

Die Auswahl ist hier begrenzter, aber wenn du so wie wir auf dein Budget achtest, findest du auch hier immer etwas zu Essen. Brot, Wurst, Dosen, Getränke, Eis; oft gibt es auch deftige oder süße Backwaren zu niedrigen Preisen. Unser Tipp: In den Bäckereien ist das Brot meist noch warm, frischer und günstiger, als in den Tante Emma Läden


Obst, Gemüse, gekochten Mais, kleine Snacks und Tschurtschchela (Nüsse mit Trauben-Kuvertüre überzogen) findest du oft an Ständen am Straßenrand. Einfach anhalten und einpacken.


Unser Tipp: Nimm einen Stoffbeutel o.ä. zum Einkaufen mit. In Georgien herrscht ein Plastiktüten-Wahn und jeder noch so kleine Artikel wird mindestens in eine Tüte gepackt.


Preise in Georgien


Jetzt zum interessantesten Unterpunkt - den Preisen. Georgien ist ein günstiges Reiseland, soviel sei gesagt. Selbst mit unserem Allradwagen, den wir uns für 21 Tage mieteten, selbst mit dem Sprit, selbst mit fast jeden Tag essen zu gehen und selbst mit jeden Tag im Gästehaus schlafen blieben wir unter unserem Budget von 33 € p.P/Tag.


Preisbeispiele


  • Unser Mietwagen: 650 € für 21 Tage

  • Sprit: ca. 90 Cent pro Liter

  • 10 Liter Wasserkanister: Ab 90 Cent

  • Unterkünfte: Von 4 € für ein einfaches Doppelzimmer mit geteiltem Bad in Kutaissi bis hin zu 25 € für eine gesamte Wohnung mit Wifi, Klima, Waschmaschine, nur wenige hundert Meter vom Meer in Batumi. Mehr als 25 € pro Nacht zahlten wir nie.

  • Restaurantbesuche schlugen meist mit um die 15 € (für uns beide) zu Buche, darin enthalten waren 2 Bier, Vorspeisen und verschiedene Hauptgerichte. Wir verließen jedes Restaurant gut bis sehr gut gesättigt.

  • Eintritte zu Sehenswürdigkeiten: Ab 2 Euro

Die meisten Sehenswürdigkeiten, wie z.B. das David Garedscha Höhlenkloster, ein Besuch der Gergeti Dreifaltigkeitskirche, den alten, sowjetischen Seilbahnen in Chiatura sind kostenlos. Wir bezahlten nur für einen Besuch in der alten Höhlenstadt Uplistshike (2,50 € p.P.) und für den Eintritt in den Waschlowani Nationalpark (ca. 3 € p.P.).

Wanderungen und Ausflüge in die Natur oder zu Canyons sind meist gratis. Den Okatse Canyon haben wir bewusst ausgelassen (zu touristisch und es wird Eintritt verlangt um den Canyon von einer Hängebrücke anzuschauen), am Martvili Canyon fuhren wir auch weiter und badeten ein paar hundert Meter weiter gratis und ganz alleine im türkisen Wasser.


800 Meter von dem Touristenhotspot entfernt, den alle anderen besuchten und 9 € Eintritt pro Person zahlten. Die Prometheus Höhle ließen wir ebenfalls links liegen, nachdem uns an der Kasse gesagt wurde, man könne nur mit Guide und Gruppe durch die Höhle spazieren. Außerdem schien uns auch hier der Preis zu hoch für georgische Verhältnisse.


Geld abheben


Geld abheben kann man so ziemlich in jeder Stadt, in einigen größeren Restaurants kann man mit Karte bezahlen, üblicher ist allerdings die Bargeldzahlung. Auch in den Tante Emma Läden und Gästehäusern. All unsere Ausgaben und wofür wir genau wie viel Geld ausgaben, kannst du in unseren Georgien Reisekosten nachlesen.


Die Einheimischen: Sie machten unsere Reise vollkommen


Die Einheimischen hier in Georgien haben unsere Reise erst zu dem gemacht, was sie war. Auch, wenn sie im ersten Moment etwas grimmig dreinschauen - vor allem die älteren Herren - ist normalerweise nach einem netten Hallo und kurzem Plausch das Eis gebrochen. Wir wurden oft eingeladen, egal ob Wein, Tee, Limo, Cha Cha oder gleich ein ganzes Barbecue am Grenzfluss zu Aserbaidschan.

Wir bekamen hilfreiche Tipps zu abgelegenen Regionen und Geheimtipps, die wirklich noch welche sind und mieteten unser Auto bei einer Person, die wir nie zuvor gesehen hatten, die keine Papiere von uns wollte, keine Unterschrift... nichts.

Die uns das Auto abends um 23 Uhr direkt vor die Tür brachte. Die uns auf Bier einlud, uns stetig mit Tipps versorgte und bei der wir uns fühlten, als ob wir uns schon ewig kennen würden. Wir können dir nur empfehlen ungezwungen und frei durchs Land zu reisen. So ergeben sich die besten Geschichten und so wirst du eine wunderbare Zeit mit den Einheimischen verbringen. Wir haben in Georgien Freunde gefunden, die wir bestimmt eines Tages erneut besuchen werden.

Verständigung: Klappt es mit Englisch?


Sprachlich kommt man mit Englisch zurecht, gerade in den größeren Städten sollte die Verständigung kein Problem sein. Die Fahrer der Marschrutki kriegen (meist) ein paar Brocken zusammen, in den Gästehäusern ist es meist auch kein Problem, und wenn doch, wird schnell jemand dazugeholt, der weiterhelfen kann.


Ist man in den Bergen und in abgelegeneren Regionen unterwegs, helfen Russisch-Grundkenntnisse ungemein. Viele der Bewohner hier sind älter und sprechen kein bis fast kein Englisch.


Unser Fazit

Wie schon gesagt, Georgien boomt. Und dieser Boom kommt jetzt auch langsam in den westlichen Ländern an. Georgien 2018 noch als Geheimtipp anzupreisen, können wir so nicht unterschreiben.


In manchen Orten wie z.B. Mestia geht das authentische Flair leider fast komplett flöten, da in dem Gebirgsdorf in Swanetien viele Hotels und Gästehäuser im Schweizerischen Chaletstil gebaut werden und das Traditionelle damit etwas in den Hintergrund rückt.

In Batumi wird kräftig investiert, der Badeort am Schwarzen Meer erinnert an eine Mischung aus Dubai vor 15 Jahren, Macau und Las Vegas. Mit kaum noch eigener Identität. Blickt man allerdings etwas hinter die Kulissen, erkennt man, wie der Ort wohl einst ausgesehen haben mag. Russen, Türken und sogar Donald Trump haben das Potenzial erkannt und wollen den größtmöglichen Gewinn aus den Touristenmassen ziehen.

Nichts desto trotz hat uns Georgien landschaftlich umgehauen. Wir sahen Dinge, von denen wir nicht wussten, dass es sie hier überhaupt gibt. Oder verbindet ihr Georgien mit kleinen Schlammvulkanen und geothermalen Aktivitäten? Wir spazierten an Gletschern entlang, an Millionen bunter Gebirgsblümchen vorbei und erlebten eine Insektenvielfalt, wie wir sie noch nirgendwo sonst auf der Welt gesehen haben.


Gute Laune mitten im Nirgendwo

Kurz gesagt: Wir hatten eine geniale Zeit und würden Georgien immer wieder so bereisen, wie wir es gemacht haben. Ohne Route, ohne Plan, nur mit einem Allradwagen. Dadurch, dass du mit einem deutschen Pass 365 Tage visafrei im Land bleiben darfst, brauchst du dich auch nicht zu beeilen.

Wir würden dir auf jeden Fall empfehlen, Georgien so schnell wie möglich zu besuchen, wenn du es noch möglichst echt und authentisch erleben möchtest. Wenn du noch die zerfallenen Relikte der sowjetischen Vergangenheit sehen möchtest, in einfachen Gästehäusern übernachten willst und die günstigen Preise auskosten magst.


Ganz viel Spaß bei deiner Reise. Falls du dir visuelle Inspiraton holen möchtest, hier geht es zu unseren Georgien Vlogs auf Youtube.


Richtlinien

Kontakt

Shop

Kati + Hermann

Wir sind zwei Backpacker und Reiseblogger, die ihr konventionelles Leben vor vielen Jahren hinter sich gelassen haben. Auf unserer Weltreise erkunden wir ferne Länder und lassen uns gerne treiben. Am liebsten abseits des Mainstream. 

  • Bunt um die Welt Facebook Page
  • Bunt um die Welt Youtube Kanal
  • Bunt um die Welt Instagram
  • Bunt um die Welt Pinterest
  • Bunt-um-die-Welt-twitter
  • Weltreise Blog Feed
Bunt-um-die-Welt-Flamingo-Logo-schwarz

Copyright  © Bunt um die Welt | Der Weltreiseblog 2020