Botswana Reisetipps: Wissenswertes für Selbstfahrer

Aktualisiert: 18. Dez 2019


Ein Selbstfahrer Roadtrip durch Botswana steht wahrscheinlich nicht auf jedermanns Liste. Wenn doch, können wir dir jetzt schon sagen: Herzlichen Glückwunsch! Du hast dir ein atemberaubendes Land ausgesucht. Botswana ist kein günstiges Reiseland, dennoch kann man mit ein paar Tipps hier und da etwas sparen. Wir verraten dir wie und teilen in diesem Blogpost unsere gesammelten Reisetipps und Wissenswertes für deine ganz persönliche Safari als Selbstfahrer. Für 22 Tage mieteten wir uns einen Allradwagen mit Dachzelt, waren kreuz und quer in Botswana unterwegs und unternahmen einen kurzem Abstecher nach Simbabwe. Welche Erfahrungen wir gemacht haben, auf was man achten sollte, wie die Straßenverhältnisse sind, ob man Malariaprophylaxe braucht, was die beste Reisezeit ist und vieles mehr kannst du hier nachlesen.



In diesem Blogartikel findest du Botswana Reisetipps zu: Beste Reisezeit & Klima Fortbewegung Straßenverhältnisse Offroad Fahrten Unterkunft Aktivitäten Nationalparks und Game Reserves Game Drives und Tiere Einkaufen/Tanken Malariaprophylaxe Wie lange sollte ich meine Botswana Reise im Voraus planen? Sicherheit Kleidung Reisetipps: Kurz und knackig



Beste Reisezeit und Klima

Die Beste Zeit und somit Hauptreisezeit für eine Selbstfahrer Safari durch Botswana ist im dortigen Winter von Mai - August.


  • Winter: Die beste Reisezeit ist der botswanische Winter von Ende Mai bis August, da hier das Wetter am beständigsten ist. Im Winter regnet es so gut wie nie, die Temperaturen sind tagsüber sehr angenehm (20-25 Grad), können nachts dafür gerne mal auf 5 Grad, teilweise auch tiefer, fallen. An passende Kleidung sollte gedacht werden.

  • Sommer: Der afrikanische Sommer herrscht in Botswana von November bis Februar. Die Regenzeit startet für gewöhnlich im November und zieht sich meist bis in den Februar durch. Zur Regenzeit können starke, monsunartige Regenfälle auftreten, die über mehrere Tage andauern können. Im Sommer ist es recht heiß (und schwül), je nachdem wo man unterwegs ist. Temperaturen von 35 Grad und höher sind keine Seltenheit. Nachts kühlt die Luft etwas ab, Temperaturen von ca. 20 Grad sind aber zu erwarten.

Die meisten europäischen Touristen bevölkern das Land von Mai – August. Dementsprechend voll kann es in den Lodges und Campingplätzen werden.


Botswana will Massentourismus bewusst vermeiden und hat eine sehr interessante Strategie gewählt: Lieber weniger Touristen im Land, die dafür aber mehr Geld ausgeben. Das kommt sowohl den Tieren, als auch der Natur zugute.

Je nachdem, was man also in Botswana vorhat, können verschiedene Reisemonate interessant werden. Möchte man eine grüne Oase mit Tieren vorfinden, kommt man im April. Wobei die Tierherden dann weit verstreut sind, da es einen Überfluss an Nahrung gibt. Zur klassischen Reisezeit von Mai-Oktober sind die Verhältnisse für Tiersichtungen am besten.

Möchte man Junge sehen und man ist abenteuerlustig, kann man auch riskieren zum Anfang der Regenzeit zu reisen. Das ist genau das, was wir gemacht haben und wir können sagen: Es lohnt sich. Die meisten Touristen sind mittlerweile abgereist und wir haben teilweise ganze Campingplätze und Nationalparks/Game Reserves für uns alleine gehabt. Wir haben von fast allen Tieren, die wir während unseres Roadtrips gesehen haben, auch Junge zu Gesicht bekommen.


Fortbewegung in Botswana


Auch hier kommt es darauf an, was du planst zu erleben. Ein normales Auto ist möglich, dann musst du aber alle Game Drives und Unternehmungen in Nationalparks buchen und das kann teuer werden. Zudem ist fraglich, ob sich dann überhaupt das "richtige" Afrika-Safari-Feeling einstellt. Tiersichtungen auf eigene Faust, schlafen im Dachzelt, Abende am Lagerfeuer.


  • Mit dem Overland Bus: Wenn du gar keine Lust auf Fahrerei hast, gibt es auch geführte Bustouren. Wir haben während unseres Roadtrips ein paar Busladungen voller Touristen gesehen. Die Busgrößen sind unterschiedlich, meist sind allerdings größere Busse mit etwa 20 Personen unterwegs. Eigener Fahrer, Guide und Koch inklusive. Aktivitäten kosten extra. Die Routen der verschiedenen Anbieter ähneln sich und starten oft in Namibia oder Südafrika. Kosten für solch eine Busreise: 10 Tage ab 1000 €, das sind dann aber wirklich die einfachen Touren, ohne großartige Highlights.

  • Mit einem 4WD: Unser Reisetipp ist auf jeden Fall: Ein Allradfahrzeug mit Dachzelt mieten. Es gibt die verschiedensten Anbieter und Modelle, (Toyota Hilux und Toyota Landcruiser sind da die gängigsten), beide nehmen sich nicht wirklich was. Der Preis ist bei beiden Fahrzeugen ähnlich, wir zahlten knapp über 100 € pro Tag für unseren Landcruiser inklusive Dachzelt und Campingequipment.

Der größte Vorteil beim Reisen auf eigene Faust: Man bleibt ungebunden und frei, kann sich seine Zeit selber einteilen und auch mal eine Nacht länger bleiben, wenn es einem irgendwo besonders gut gefällt. Man kann mit dem Auto Game Drives auf eigene Faust unternehmen, nach Lust und Laune stehenbleiben und solange man möchte die wilden Tiere beobachten.

Im Mietpreis ist das ganze Campingequipment, Kühlschrank, Wassertank, Werkzeug, GPS, Dachzelt, Tisch, Klappstühle und vieles mehr enthalten. Versicherungen variieren von Anbieter zu Anbieter, bei einigen kann/muss man Glas und Unterboden oder Vollkasko (wenn man das denn unbedingt braucht) dazu buchen.

Tipps zum Offroad-Fahren: Wir waren mit einem Landcruiser unterwegs, sind teilweise durch tiefen Sand gefahren, haben uns aber zu keiner Sekunde unsicher gefühlt. Wenn man plant, solche Tiefsandpassagen zu befahren, sollte man ein wenig Übung haben, teilweise ist man in den Arealen komplett alleine unterwegs und müsste sich zur Not selbständig (umgeben von allen möglichen Wildtieren) freischaufeln.

Gut zu wissen: In Botswana herrscht Linksverkehr, an den man sich aber wirklich schnell gewöhnt, denn viele Autos sind nicht unterwegs.

Straßenverhältnisse in Botswana

Die Straßenverhältnisse in Botswana würden wir mit ganz gut beschreiben. Es gibt meist einspurige asphaltierte Landstraßen, ansonsten viel Schotterpisten und Sandwege. Rund um die Hauptstadt Gaborone, aber auch Francistown, findet man mehrspurige Autobahnabschnitte. Die klassischen Touristenrouten (Maun über Nata nach Kasane) sind fast alle durchweg asphaltiert und sehr einfach und sicher zu befahren. Es gab auf unserer Reise allerdings eine Straße, die uns in Erinnerung bleiben wird, der Straßenabschnitt der A 3 kurz vor Maun. Solche Schlaglöcher haben wir auf asphaltierten Straßen noch nie gesehen. Während unserer Reise (Nov. 2017) waren Straßenarbeiter allerdings damit beschäftigt diese zu füllen.

Geschwindigkeitsbegrenzungen in Botswana:

  • Nationalparks: Max. 40 km/h

  • Landstraßen: Max. 120 km/h

  • Auf tiefsandigen/schlaglöcherigen Passagen: Teilweise sind nur 20 km/h oder gar Schrittempo drin.


Unbedingt auf die Schilder und die Geschwindigkeitsbegrenzungen achten und sich dran halten. Wir wurden geblitzt und zahlten für 13 km/h zu schnell fahren ca. 30 €. Diskutieren mit den Beamten war zwecklos. Außerdem sollte man auf Kühe, Esel und Ziegen achten. Diese grasen teilweise direkt an der Straße, überqueren sie mit ihrer Herde oder chillen gemütlich auf dem Mittelstreifen. In Botswana wird in diesen Situationen der Warnblinker eingeschaltet, um nachfolgende Autos vor den herumstehenden Tieren zu warnen. An einigen Straßenabschnitten springen einem gerne auch mal Impalas vor das Auto, oder es grasen Elefanten direkt neben der Autobahn.

Fahren nach Anbruch der Dunkelheit wird von fast allen Autoverleihern nicht gestattet, was in unseren Augen vernünftig ist, es sind einfach zu viele Tiere unterwegs.

Was wir in Botswana sonst so erlebten? Klick dich durch unsere Abenteuer:



Offroad Fahrten

Offroad Fahrten gehören unserer Meinung unbedingt dazu, wenn man eine Selbstfahrer Safari durch Botswana plant. Je nachdem, was du auf deiner Reise sehen willst, wirst du nicht drumrumkommen, auch mal im Sand zu fahren. Dieser kann in Abschnitten wirklich tief werden, sodass es passieren kann, dass du mit deinem Auto anfängst zu schwimmen. Etwas Übung und Kenntnisse über Fahrzeugabstimmungen sind daher von Vorteil. Reifendruck einstellen, Freischaufeln oder Reifen wechseln solltest du für den Notfall beherrschen.

Wenn du in abgeschiedene Gegenden fährst, empfiehlt es sich als Kolonne, also mit mehreren Fahrzeugen zu fahren. Besonders,wenn du einen Besuch im CKGR (Central Kalahari Game Reserve) planst.

Ein Tipp für Fahrten in Salzpfannen: Nur auf Spuren fahren, auf denen vor einem schon einmal jemand unterwegs war. Sicher ist sicher. Plane immer genug Zeit für deine Fahrten ein, manche Straßen haben es wirklich in sich. Schlaglöcher, ausgetrocknete, tiefe Wasserlöcher, Tiefsand, Steine auf der Fahrbahn und umherwandernde Tiere. Genug Proviant und Wasser solltest du außerdem immer dabei haben. Der wichtigste Tipp ist allerdings: In jeder Ortschaft volltanken bzw. Kanister auffüllen. Sicher ist sicher.

Unterkünfte: Luxus Lodge oder einfache Campsite?

Da gibt es in Botswana so ziemlich alles: Von Luxus Lodges für tausend Euro die Nacht, bis hin zu Campingplätzen für 6 € die Nacht. Je nachdem, wie hoch dein Budget ist, kannst du also aus einem breiten Sortiment schöpfen.


Du bist auf der Suche nach dem ultimativen Safariabenteuer? Dann kannst du in Botswana sogar in der Wildnis zwischen Löwen und Elefanten campen, ganz ohne Zaun!

Dafür bieten sich z.B. der Nxai Pan Nationalpark oder das Tuli Wilderness Game Reserve super an. Gut zu wissen: Viele Campingplätze, Lodges oder Safaritents haben in vielen Orten ein begrenztes Kontingent. Wenn du also unbedingt auf diesem einen tollen Campingplatz (oder Lodge) übernachten willst, könnte es sich lohnen im Voraus zu buchen, gerade wenn du in der Hauptreisezeit (Mai-August) unterwegs bist. Mehr zu den Unterkünften unseres Roadtrips inklusive allen Preisen findest du in unserem Botswana Campingplatz-Artikel, in dem wir dir zehn Camps vorstellen.

Aktivitäten in Botswana: Tierbeobachtungen, Okavango Delta, Game Drives?

Die meisten Reisenden kommen wohl wegen Botswanas weitestgehend intakten und lebendigen Tierwelt. Abenteuer Safari! Riesige Elefantenherden, Nilpferde, Nashörner, Hippos, Zebras, Giraffen, Impalas, und und und, wirst du hier zu Gesicht bekommen. Zudem kann je nach Fülle des Geldbeutel die tollsten Dinge unternehmen: Wie wär's z.B. mit einem Rundflug per Flugzeug oder Helikopter über das Okavango Delta? Wir würden dafür den Helikopterflug empfehlen, da sie offene Türluken haben und tiefer fliegen, als Flugzeuge. Die Flugzeuge haben nicht immer "perfekte" Scheiben, teilweise sind sie zerkratzt und etwas milchig. Die Preise für Rundflüge im Kleinflugzeug sind allerdingsum einiges niedriger.


  • Helikopterrundflug Okavango Delta: 1 Stunde im 3 Sitzer: Um die 770 €.

  • Im Kleinflugzeug: 1 Stunde im 3 Sitzer: Um die 345 €.

Ansonsten natürlich Game Drives, entweder auf eigene Faust, was sich anbietet, wenn man mit einem 4x4 unterwegs ist, oder eine geführte Tour. Um Löwen/Leoparden/Erdmännchen z.B. zu sehen, empfehlen sich die geführten Drives, da die Guides genau wissen, wo sich die Tiere aufhalten. In einigen Nationalparks/Game Reserves werden Löwen/Leoparden gechipt, um sie besser für Touristen orten zu können. Wir haben während unseres Roadtrips nur einen geführten Game Drive gemacht und hatten uns dafür das Tuli Wilderness Game Reserve im Osten Botswanas ausgesucht. Einzigartige Landschaften, eine unglaubliche Fülle an Tieren und (wichtig für uns) keine gechipten Tiere.

Weitere Aktivitäten wären z.B.

  • Village Walks durch verschiedene, kleine Örtchen, in denen man viel über das Leben der Menschen in Botswana erfährt. Teilweise werden Schulen, Polizei oder Marktplätze besucht

  • Expeditionen in die Salzpfannen

  • Bootstouren bzw. Mokoro-Fahrten (traditionelle Holzboote) durch das Okavango Delta

  • Bush Walks, in denen einem die dort heimische Flora und Fauna nahe gebracht wird

Nationalparks und Game Reserves

Es gibt in Botswana eine Vielzahl an Nationalparks und Game Reserves. Sie variieren in ihrer Größe, aber in allen sind die Tiere und die Landschaft das Highlight.

Angefangen beim CKGR (Central Kalahari Game Reserve), über den Nxai Pan Nationalpark, der durch seine Salzpfanne und tausendjährigen Baobabs besticht, den Makgadikgadi Nationalpark, der Salzpfannen (Ntwetwe) und Tiefsandpassagen mit atemberaubender Wildlife direkt am Boteti Fluss bietet. Der Chobe Nationalpark im Norden des Landes, der wieder komplett anders aussieht. Saftige, grüne Flussufer voll mit Tieren und rostroter Erde.


Oder das private Tuli Wilderness Game Reserve im Osten des Landes, das uns landschaftlich teilweise stark an unsere letzte Heimat in den Kimberleys in Australien erinnerte, voller Wildlife und wenig Touristen, was Tiersichtungen hier besonders einfach machte.

In den Nationalparks kann man entweder in Camps übernachten oder geführte bzw. Game Drives auf eigene Faust unternehmen. In einigen, wie z.B. dem Nxai Pan Nationalpark, kann man nur mit Vorreservierung übernachten. Tagestouren auf eigene Faust kann man aber immer unternehmen und den Eintritt in die Nationalparks direkt vor Ort bezahlen. Am Eingang eines Nationalparks – egal welchem – zahlt man 120 Pula (9,70 €) pro Person und nochmal 50 Pula (4 €) für das Auto. Dafür kann man sich dann theoretisch den ganzen Tag von ca. 6 Uhr morgens bis zum Einbruch der Dunkelheit im jeweiligen Nationalpark aufhalten (unterschiedliche Öffnungszeiten im Sommer und Winter). Wenn man campt – also über Nacht bleibt – gilt der Eintrittspreis bis zum nächsten Morgen. Die Camps kosten extra.


Voraussetzung zum Befahren der Nationalparks ist ein Allradfahrzeug. Außerdem muss man in manchen Parks (z.B. dem Nxai Pan) Dokumente unterschreiben, dass man auf eigene Gefahr hineinfährt und der Nationalpark im Todesfall nicht haftet.

Im Nxai Pan NP campt man direkt in der Wildnis, umgeben von Löwen, Elefanten und Geparden. Zäune gibt es keine. Abenteuer pur!

Game Drives und wilde Tiere

Der Hauptgrund, weshalb wir nach Botswana reisten, war seine Ursprünglichkeit und grandiose Tierwelt. Wir wurden an der Grenze schon von Giraffen und Warzenschweinen begrüßt. Wir sahen Zebras, Impalas, Schakale, Mungos, Gnus, Wasserbüffel, Nashörner, Nilpferde, Elefanten, Erdmännchen, die buntesten Vögel. Je nachdem, zu welcher Jahreszeit man reist (Okt/Nov) kann man sicher sein, fast immer Junge zu sehen. Wir hatten auf unserer Rundreise kein Tier dabei, von dem wir nicht auch Junge gesehen haben.

↠ Game Drive: Ein Game Drive bedeutet nichts weiter, als in einem höher gelegten, offenen, meist überdachten Offroadfahrzeug mit einem Guide durch die Wildnis zu fahren und nach Tieren Ausschau zu halten. Wenn man etwas erspäht, wird angehalten, erklärt und genug Zeit zum Fotografieren gelassen.


Der Vorteil bei den geführten Drives ist, dass man mit einem erfahrenen Guide unterwegs ist, der genau weiß, wo sich die Tiere tummeln. In einigen Reservaten sind Wildkatzen gechipt und können geortet werden, was Sichtungen bei geführten Game Drives einfacher macht. ↠ Auf eigene Faust: Wenn man mit einem Allradfahrzeug unterwegs ist, empfehlen wir allerdings Game Drives auf eigene Faust. Man ist flexibler, kann länger stehenbleiben, sich seine Zeit besser einteilen und länger genießen. Ganz ohne Zeitdruck.


Man sollte etwas Erfahrung im Offroad-fahren mitbringen, teilweise können die Verhältnisse haarig werden. Tiefsand, Schlamm, tiefe Schlaglöcher. Außerdem sollte man sich vor einer Reise nach Botswana über das Freischaufeln im Notfall, Reifendruck regulieren, Radwechsel und Getriebeübersetzung informieren.

Unbedingt Reifendruck vor Offroad Fahrten ablassen

Einkaufen und Tanken in Botswana: Unsere Tipps

Einkaufen


Es gibt in Botswana zwei große Supermarktketten, einmal Spar und Choppies. Spar ist eindeutig teurer. Wenn du die Chance hast, geh im Choppies einkaufen, wenn du auf dein Budget achten musst. Das Sortiment ist zwar etwas kleiner, aber es ist günstiger.

Tanken


Tankstellen gibt es alle paar hundert Kilometer. Wir hatten einen Ersatzkanister dabei, dieser ist uns allerdings am ersten Tag in Botswana abhanden gekommen, denn: Wir hatten ein Feuer im Auto. Die zweite Batterie hatte im Kofferraum Feuer gefangen. Unser Ersatzkanister hatte von vornherein ein kleines Leck. Da kam wohl eins zum anderen. Wir haben ihn nicht ersetzt und nicht gebraucht. Die Offroad-Fahrzeuge, die man mieten kann, haben Reichweiten von etwa 800 bis 1100 km pro Tankfüllung. Wir würden empfehlen, nur an den gängigen Tankstellen, wie z.B. Engen, Shell, Caltex oder Puma zu tanken. Da kann man sicher sein, keinen gepanschten Sprit zu bekommen. Ein Liter Diesel kostete im Schnitt um die 7 Pula (~0,6 €). An Tankstellen: Es gibt Tankwarte, die für dich auftanken. Mit Kreditkarte kann an allen großen Tankstellen bezahlt werden, das Kartengerät wird direkt zu dir ans Auto gebracht. Easy. Die Frontscheiben werden gratis geputzt, es wird kein Trinkgeld dafür verlangt.

Malariaprophylaxe

Hier kommt es ganz klar drauf an, zu welcher Jahreszeit du planst Botswana zu besuchen. Zur Regenzeit (Nov-Feb) ist Prophylaxe auf jeden Fall zu empfehlen, gerade wenn man in den nördlichen Gebieten unterwegs ist. Wir haben unsere Tabletten (Lariam) in Australien gekauft, uns dann aber aufgrund der krassen Nebenwirkungen dazu entschlossen, diese nicht zu nehmen. Stattdessen haben wir uns Doxycyclin vor Ort in einer Apotheke in Botswana gekauft.

Wenn du mehr über das Thema Malaria, die verschiedenen Präparate, ihre Nebenwirkungen, die Kosten und unsere Erfahrung lesen willst, schau mal in unseren Malariaprophylaxeartikel.

Wie lange sollte ich meine Botswana Reise im Voraus planen?

Als wir uns im August dazu entschlossen, Botswana im November zu besuchen und mit der Internetrecherche begannen, fanden wir überall dieselben Reisetipps:


Plane deine Safari durch Botswana auf jeden Fall ein Jahr im Voraus! Stimmt das?

Nach unserem Roadtrip können wir nun sagen: Ja und Nein. Es kommt auch hier wieder drauf an, wann genau du unterwegs bist. Die meisten Touristen kommen zwischen Mai und August, in dieser Zeit ist es auf jeden Fall ratsam Camps/Lodges, bzw. die Camps, in denen du unbedingt übernachten willst, vorzubuchen.


Viele Camps und Nationalparks haben stark limitierte Campingplätze (Nxai Pan's Baines Baobab hat z.B. nur 3 Stellplätze). Wenn du aber so wie wir zur Nebensaison unterwegs bist, kannst du die Camps und Lodges einfach ansteuern. Wir haben ein paar im Voraus gebucht (u.a. Baines Bobab), waren aber so gut wie auf allen Campsites alleine.

Sicherheit: Ist Botswana sicher zu bereisen?

Wir haben uns in Botswana von der ersten Minute an sicher gefühlt. Es gab nur eine Situation in Serowe, die etwas mulmig für uns war. Wir standen an einem großen Einkaufszentrum und wollten eigentlich nur schnell ein paar Besorgungen machen, als sich auf einmal eine Gruppe junger Männer um unser Auto versammelte, stehenblieb, die ganze Zeit reinschauten und untereinander etwas bequatschten. Als sie nach ein paar Minuten immer noch dastanden, haben wir einfach das Auto umgeparkt und gut war.

Ansonsten wie gesagt alles sehr sicher. Wir hatten zwei Mal Probleme mit unserem Auto (ein Feuer und ein auslaufender Kühler) und beide Male kamen Einheimische zur Hilfe geeilt, halfen uns das Auto zu reparieren und wollten dafür kein Geld. Man kann als Tourist auch ohne Probleme in den Ortschaften anhalten und sich zu den Einheimischen in deren lokale Bars gesellen und ein kühles Bierchen (St. Louis) in netter Gesellschaft trinken. Die Menschen in Botswana werden uns als sehr ehrlich, hilfsbereit und freundlich in Erinnerung bleiben.

Brauche ich spezielle Kleidung in Botswana?

Eins schon mal vorweg: Man kann seinen Aufenthalt in Botswana auch ohne die typische und überteuerte, hellbeige, mückenabweisende, luftdurchlässige, Spezial-Safaribekleidung überleben. :) Extra Klamotten für deine Selbstfahrer Safari zu kaufen halten wir für rausgeschmissenes Geld. Es reicht helle, luftige, langärmlige Kleidung für abends oder tagsüber, wenn man in der Sonne unterwegs ist. Festes Schuhwerk ist zu empfehlen, wenn man Aktivitäten plant (haben wir z.B. in Simbabwe beim Abstieg in die Victoriafälle gebraucht). Kopfbedeckung ist auch zu empfehlen, denn die Sonne hat es in Verbindung mit manchen Malariatabletten (Doxy) wirklich in sich.

Wenn du zur Hauptreisezeit im botswanischen Winter unterwegs bist, vergiss nicht, dass es nachts sehr kalt werden kann.



Reisetipps: Kurz und knackig

  • Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor nicht vergessen

  • immer ein paar Pula in bar dabei haben, in manchen Shops/abgelegenen Camps kann man nur bar bezahlen (wenn man plant in US-Dollar zu bezahlen, bezahlt man meist das doppelte wenn man es zurück in Pula umrechnet)

  • sich an die Schilder und Geschwindigkeitsbegrenzungen in den Nationalparks halten und nur auf vorgefahrenen Wegen fahren

  • Bitte keine wilde Tiere füttern oder versuchen anzufassen

  • in Nationalparks oder an Straßen, an denen wilde Tiere leben: Nicht leichtsinnig aus dem Auto steigen

  • nicht nach Sonnenuntergang fahren

  • volltanken, wenn sich die Gelegenheit bietet

  • ruhig Mal anhalten und sich unter die Locals mischen

  • Mückenspray nicht vergessen (uns hat Antibrumm sehr gut geholfen)

  • evtl. zweite Batterie für Kameras etc. Powerbank besorgen, falls mal kein Strom vorhanden ist

  • Begrüßungen in Setswa: Hallo | “Dumella-rra” für Männer | “Dumella-mma” für Frauen

  • wild campen ist in Botswana nicht erlaubt, es gibt aber einige Camps (z.B. im Nxai Pan Nationalpark - South Camp oder Molema in the Bush), in denen man ohne Zäune inmitten wilder Tiere campen kann

Spartipps für deinen Roadtrip

  • übernachte in Camps

  • geh bei Choppies einkaufen

  • unternimm Game Drives auf eigene Faust

  • koche selber anstatt Essen zu gehen

  • möglichst alles in Landeswährung (Pula) und nicht in US$ bezahlen

Und zu guter Letzt der wichtigste Tipp: Zurücklehnen, Kameras parat halten und die atemberaubenden Nationalparks und deren Tierwelt genießen. Viel Spaß dabei.



Das waren sie, unsere gesammelten Reisetipps und alles Wissenswerte für deine ganz persönliche Safari als Selbstfahrer durch das wunderschöne Botswana.

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Kati + Hermann

Wir sind zwei Backpacker und Reiseblogger, die ihr konventionelles Leben vor vielen Jahren hinter sich gelassen haben. Auf unserer Weltreise erkunden wir ferne Länder und lassen uns gerne treiben. Am liebsten abseits des Mainstream. 

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