Botswana Reisekosten

Botswana Reisekosten für Selbstfahrer - 22 Tage

 

Wir hatten im Voraus immer gehört, dass Botswana teurer zu bereisen sei, als z.B. seine Nachbarländer Südafrika und Namibia. Was kostet ein Allradfahrzeug inklusive Dachzelt? Was kostet Sprit oder eine Übernachtung auf einem Campingplatz? Was kosten Ausflüge und wieviel zahlt man eigentlich für den Grenzübergang auf eigene Faust nach Simbabwe? Wir sind 22 Tage durch Botswana und Simbabwe gedüst, haben viele Ausflüge und Game Drives durch die Nationalparks gestartet, uns hauptsächlich selbst verpflegt, nur auf Campingplätzen übernachtet und ein Land erlebt, das uns verzaubert hat.

 

Botswana ist teurer als seine beliebten Nachbarländer, aber unserer Meinung nach jeden Cent wert. Das Land möchte den Massentourismus bewusst aus dem Land fernhalten und hat für sich die Strategie gewählt lieber weniger Touisten im Land zu haben, diese dann aber tiefer in die Tasche greifen zu lassen.

 

Wir haben im Anschluß Südafrika und Namibia bereist, haben in Botswana allerdings DAS Afrika und Safari-Feeling erlebt, das wir uns zuvor in unseren Köpfen ausgemalt hatten. Wir haben hier die meisten freilebenden Tiere unserer 5 Monate in Afrika gesehen, denn in Botswana können sich diese noch frei bewegen und leben nicht wie z.B. im Krüger oder Etosha eingezäunt in Nationalparks.

Wie versprochen, werden wir nach jedem unserer Reiseländer unsere gesamten Reisekosten für dich offenlegen, damit, falls du auch eine Safari durch Botswana planst, sehen kannst, ob unser Reisestil in etwa deinem entspricht und was wir für die Safari-Rundreise im eigenen 4WD bezahlt haben.

In den Unterpunkten erläutern wir kurz unsere Reiseart, die Unterkünfte oder wie wir uns verpflegt haben, damit du einen kleinen Einblick bekommst.

Einreise/Visum

 

Das Visum für Botswana ist erst seit Mitte diesen Jahres Pflicht. Es wird bei Einreise erteilt, im Internet haben wir gelesen, dass es p.P. 30 US$ kostet. Wir zahlten deutlich weniger (10 $), und das, obwohl wir ein Re-entry Visum (mit mehrmaliger Ein- und Ausreise) beantragt hatten. Dafür war das Visum nach Simbabwe deutlich teurer als gedacht. Wir wurden vor Schleusern an der Grenze zu Simbabwe gewarnt, hatten zum Zeitpunkt unserer Grenzberquerung keine andere Möglichkeit, als den verlangten Betrag zu zahlen, um über die Grenze zu gelangen.

 

Unterkunft

 

Wir haben während unserer 22 Tage in Botswana und Simbabwe 21 mal auf Campingplätzen und ein mal in einer Cabin (einfache Holzhütte) mitten in der Wildnis übernachtet.

 

Verpflegung

 

Wir sind als Selbstversorger gefahren, d.h. wir haben in den Supermärkten vor Ort eingekauft und immer selber gekocht, einmal haben wir uns allerdings einen Restaurantbesuch in einem der Camps gegönnt. Die Preise in Botswana sind für Lebensmittel recht günstig, wir haben in 22 Tagen gerade einmal 150 Euro für uns beide ausgegeben und nicht gehungert. Restaurantbesuche sind etwas teurer, allerdings immer noch im Rahmen. Der Punkt Verpflegung war der Punkt, an dem wir uns entschieden haben zu sparen.

Mietauto

 

Für unseren Roadtrip mieteten wir uns einen Toyota Landcruiser in Johannesburg, voll ausgestattet mit Campingequipment und allem Nötigen für eine Safari auf eigene Faust. Einem Tisch, Stühlen, Kochern, Geschirr, Notfallkits, einem Ersatzreifen und Reperaturset, dem Dachzelt, Kissen, Schlafsäcken und einer Versicherung, die in unserem Mietpreis enthalten war. Unserer Meinung nach reicht ein Toyota Hilux für einen Botswana Roadtrip locker aus, diese sind etwas preisgünstiger als die Landcruiser.

 

Malariaprophylaxe

 

Wir hatten uns in Australien (unserem Wohnort vor Beginn der Weltreise) zwar Lariam gekauft, entschieden uns aber wegen der krassen Nebenwirkungen dagegen und besorgten für uns beide vor Ort in Botswana Doxycyclin für 3 Wochen. Die Tabletten sind in Botswana so günstig, dass wir es selber kaum glauben konnten.

 

Autopannen

 

Wir hatten leider kein großes Glück mit unserem Mietwagen. Am ersten Tag in Botswana brannte unsere zweite Batterie im Kofferraum und kurz vor Ende unseres Roadtrips verlor unser Auto Kühlwasser. Beide Male halfen uns Einheimische, das Auto zu reparieren, die Mietwagenfirma kümmerte sich leider nicht darum. Mal sehen, ob wir bei Autoabgabe die Kosten erstattet bekommen, denn beide Male war es nicht unser Verschulden. Nachtrag: Wir bekamen rund 61 Euro zurück.

Ausflüge

 

Da Botswana eines unserer Traum-Reiseländer war, haben wir uns einige Ausflüge gegönnt. Ausserdem unternahmen wir viele Game Drives auf eigene Faust und zahlten so nur die Nationalpark-Gebühren und den Sprit.

 

1.) Khumaga Village Walk - 2 Stunden Einblicke in das Leben in ein traditionelles Dorf in Botswana. Mit eigenem Guide.


2.) Fähre über den Boteti zum Game Drive im Magkadikgadi Nationalpark - Den Game Drive unternahmen wir auf eigene Faust.


3.) Halbtages-Mokoro Tour im Okavango Delta - 6 Std. im kleinen Holzboot durch das Okavango Delta schippern, kleine Wanderung & Lunch inklusive.


4.) Ntetwe Pan + Erdmännchen - 6 Std. Ausflug zu freilebenden Erdmännchen und Besuch der größten Salzpfanne in Botswana


5.) Bootstour Chobe River - 3 Stunden Bootstour über den Chobe River


6.) Simbabwe: Victoriafälle "Boiling Pot" - 3 1/2 Std. Ausflug in die Schlucht der Victoriafälle, klettern, kraxeln und baden inklusive.


7.) Simbabwe: Victoriafälle Eintritt - Der Eintritt ist für den gesamten Tag gültig, verfällt aber mit Verlassen der Anlage.


8.) Game Drive im Tuli Wilderness Game Reserve - 3 Stunden Pirschfahrt mit Ausschau halten nach wilden Tieren

Pro Person: 2270,69 €

Pro Tag pro Person: 103,21 €

Kosten insgesamt für 22 Tage Roadtrip: 4542,38 €

Dass Botswana unser Budget von ca. 1.000 Euro p.P./Monat komplett sprengen wird, wussten wir von Anfang an. Wir wollten uns aber unseren ganz eigenen afrikanischen Traum mit einer Safari auf eigene Faust verwirklichen und müssen sagen: Botswana war jeden einzelnen Cent wert!

So oft saßen wir während unserer Game Drives im Auto und konnten nicht fassen, dass das gerade alles vor uns passiert. Große Tierherden, kleine Tierbabies und teils surreal wirkende Landschaften, die wir so nur aus dem Fernsehen kannten. Wir saßen einige Male sprachlos im Auto, umgehauen und beeindruckt von Botswanas Schönheit und der Anmut der wilden Tiere, die hier einfach so leben. Ohne Gehege, ohne Panzerglas. Genau so, wie es überall auf der Welt sein sollte.


Danke Botswana, wir hätten uns kein besseres erstes Land für den Start unserer Weltreise aussuchen können!

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Kati + Hermann

Wir sind zwei Backpacker und Reiseblogger, die ihr konventionelles Leben vor vielen Jahren hinter sich gelassen haben. Auf unserer Weltreise erkunden wir ferne Länder und lassen uns gerne treiben. Am liebsten abseits des Mainstream. 

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