Neuseeland Wanderungen: Rob Roy Gletscher & Ben Lomond

Aktualisiert: 25. Nov 2019


Wanderung auf den Rob Roy Gletscher


  • Länge: 10 km

  • Dauer: ca. 3-4 Stunden

  • Höhe: 760 m über dem Meeresspiegel

  • Startpunkt: Raspberry Creek Car Park, Mt Aspiring National Park

Wanderungen standen bei uns weit oben auf unserer To Do Liste, wir haben in Neuseeland einige unternommen, darunter mehrtägige Wanderungen durch den Abel Tasman Nationalpark, aber auch Tageswanderungen zum Gillespie Beach, Rob Roy, Ben Lomond, Queenstown Hill, Rocky Hill und alle Tageswanderungen auf Stewart Island.

Wie auch schon bei unserem Ausflug auf die aktive Vulkaninsel White Island brauchten wir auch bei der Rob Roy Wanderungmehrere Anläufe, um diese Wanderung starten zu können. Das erste Mal liefen wir in voller Montur und bereit für den Tag los, um nach 15 min. festzustellen, dass die Hängebrücke - der einzige Weg über den Fluss zum Ausgangspunkt der Wanderung - gerade saniert wird. Beim zweiten Anlauf haben wir zuvor die Webseite des D.O.C. gecheckt!

Der Rob Roy Gletscher Track war nicht überlaufen, wir starteten aber relativ früh, um gegebenenfalls vor dem Ansturm oben zu sein.

Startpunkt ist der Parkplatz des Raspberry Creek im Mount Aspiring Nationalpark etwa 50 Kilometer von Wanaka gelegen. Dann einfach dem Weg zur Hängebrücke folgen und anschliessend dem Trampelpfad nachlaufen. Der Anstieg ist angenehm, der gesamte Höhenunterschied beträgt ca. 400 m. Auf dem gesamten Weg erwarten dich wunderschöne Ausblicke auf Wasserfälle und die neuseeländische Tierwelt.

Auf der Rob Roy Wanderung sahen wir z.B. den kleinsten Vogel, der in Neuseeland heimisch ist. Den Rifleman (dt. Grünschlüpfer). Und hin und wieder, als wir durch die Baumwipfel schauten, konnten wir erahnen, was wir für einen grandiosen Ausblick man auf den Gletscher haben werden.

Am Ende des Tracks angekommen, blieb uns dann erstmal die Spucke weg. Diese Ruhe, die Wasserfälle, der Gletscher, der förmlich am Berg klebt, die wunderschöne Blumenwiese. Wir wussten nicht, wohin wir zuerst schauen sollten.


Wenn du Ende des Rob Roy Tracks noch mal 5 Minuten weiterläufst, findest du abgeschiedene Plätze und großen Steinbrocken, die sich perfekt für Pausen eignen.

Während unserer Pause wunderten wir uns über das donnern und “knacken”, konnten aber irgendwie nicht zuordnen, was das war und woher das Geräusch kam. Plötzlich brachein riesiger Brocken Eis vom Gletscher und stürzte donnernd in die Tiefe . Leider ging das alles so schnell und kam so unerwartet, dass wir unsere Kameras nicht schnell genug zur Hand hatten.

Die gesamte Rob Roy Gletscher-Wanderung hin und zurück dauert ca. 3 - 4 Stunden plus die Zeit, die du oben verbringen willst, in unserem Fall ca. 1,5 Stunden. Man kann auf eigene Faust noch mal Zeit dranhängen und in Richtung Gletscher gehen. Wie weit man da rankommt und wie gut die Wege dorthin ausgebaut sind, können wir nicht sagen, wir haben es nicht ausprobiert. Einige andere Wanderer waren allerdings in diese Richtung unterwegs.


Hermann's Geheimtipp: Versteckte Badestelle mit eiskaltem Wasserfall

Wenn man vom Raspberry Creek Car Park etwa 4 Kilometer zurückfährt, kommen rechts eingezäunte Felder, die nicht beschriftet sind. Um zur Badestelle zu kommen, muss man diese Felder bzw. das private Gelände überqueren. Ab da sind es etwa 300 Meter zu Fuß zum Wasserfall.


Dort angekommen, sprangen wir ohne lange zu überlegen ins eiskalte Wasser, um uns abzukühlen. Falls du keine Badesachen dabei hast, macht nix. Man kann die Badestelle nicht einsehen, außer uns war niemand da und wir glaube nicht, dass viele Touristen von diesem Spot wissen.


Wenn du also auf dem Rückweg vom Rob Roy Wanderweg Parkplatz ca. 10 Minuten fährst, kommt das Grundstück auf der rechten Seite.

Hinweis: Wanderwege führen in Neuseeland auch über private Feldgrundstücke, die man dann (meistens) einfach überqueren darf.

Wir verbrachten einige Stunden dort, bevor es 50 km über Schotterpiste zurück durch den Mount Aspiring Nationalpark nach Wanaka und von dort aus nach Hause nach Queenstown ging.



Wanderung auf den Ben Lomond


  • Länge: ca. 10 km

  • Dauer: 6 Std. ab Queenstown, ca. 4.5 Std. ab der Skyline Gondola

  • Höhe: 1748 m über dem Meeresspiegel

  • Startpunkt Queenstown: Skyline Access Road oder von der Skyline Gondola Base, Bob's Peak

Der Ben Lomond Track war eines meiner Highlights, denn es war für mich der bis dato höchste und steilste Anstieg mit ca. 1300 Metern.

Falls du diese Wanderung starten möchtest, check vorher unbedingt den Wetterbericht und pack dir Wechselklamotten und eine Regenjacke ein, selbst wenn strahlender Sonnenschein gemeldet ist. Vergiss nicht: Neuseeland und seine 4 Jahreszeiten an einem Tag.

Am Tag unserer Wanderung waren nicht viele Leute unterwegs und das Wetter war super. Beim Anblick des Gipfels wurde mir allerdings mulmig, ich wußte nicht genau, ob ich das schaffen werde, aber probieren wollte ich es auf jeden Fall.

Du kannst direkt in Queenstown mit der Wanderung zum Ben Lomond beginnen, sie dauert dann ca. 6 Std. Wir nahmen eine Abkürzung und fuhren mit der Gondel auf 450 m hoch und starteten dort am Bob’s Peak.


Der Start vom Bob's Peak verkürzt die Wanderung um ca. 1,5 Std. Der Anstieg bis zum Ben Lomond Saddle ist recht angenehm, wird danach aber teilweise sehr steil.

Tipp: Falls du keine Lust hat, diese teils anstrengende Wanderung zu machen, von der Skyline Gondel Aussichtsplattform hat man ebenfalls einen schönen Blick über Queenstown und die Region.

Man kann am Saddle eine Pause einlegen und den 360 Grad Ausblick genießen.


Den gesamten Weg über hast du wunderschöne Aussicht auf Queenstown und Umgebung und viele Möglichkeiten für tolle Fotostops. Das letzte Stück zieht sich etwas und ist recht anstrengend. Sehr steil, der Weg wird schmaler, wir mussten über einige Brocken kraxeln und ich war komplett aus der Puste, als wir dann endlich auf dem Gipfel ankamen.

Aber dann: Die Ankunft am Gipel des Ben Lomonds und der Ausblick!

Der absoluter Wahnsinn, egal in welche Richtung man blickt. Die Strapazen waren wie weggeblasen und wir konnten diesen einmaligen Moment ungestört genießen, denn außer uns war nur eine handvoll Wanderer oben. Wunderschön!


Der Abstieg war um einiges angenehmer, obwohl die Füße immer schwerer wurden. Wir gingen relativ langsam, sodass wir noch einmal die gesamte Landschaft und die uns umgebende Ruhe aufsaugen und genießen konnten, bevor es mit der Gondel wieder zurück nach Queenstown ging.

Toller Tagesausflug mit einem atemberaubenden Ausblick und einer Stille, die man zwischendurch in Queenstown manchmal braucht.

Eine absolute Empfehlung unsererseits!


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Kati + Hermann

Wir sind zwei Backpacker und Reiseblogger, die ihr konventionelles Leben vor vielen Jahren hinter sich gelassen haben. Auf unserer Weltreise erkunden wir ferne Länder und lassen uns gerne treiben. Am liebsten abseits des Mainstream. 

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