Simbabwe kurz & knapp
Einwohnerzahl
16,4 Mio.
Währung
US$
Klima
Ø 28,6 °C
Sprache
​Shona, Englisch und Ndebele
Visum
Bei Einreise (30 $/30 Tage)
E-Visum (50 $/30 Tage)

Lage
Wo genau liegt Simbabwe?
Simbabwe ist ein Binnenstaat im südlichen Afrika, der an Südafrika, Botswana, Sambia und Mosambik grenzt.
Bekannt ist das Land vor allem für seine beeindruckenden Landschaften, Parks, Reservate und natürlich die spektakulären Viktoriafälle.
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Zudem befindet sich hier der größte von Menschenhand erschaffene See, der Lake Kariba, der 40 km breit und 223 km lang ist, eine der höchsten Konzentrationen an Höhlenmalerei weltweit, und diverse UNESCO-Weltkultur-/Naturerbe-Stätten – wie z.B. die Mana Pools, die Matopo Hills oder Mosi-oa-Tunya, die Viktoriafälle.
Sprache und Verständigung
Wie du dich in Simbabwe verständigen kannst
Simbabwe hat offiziell 16 Landessprachen. Zu den am weitesten verbreiteten zählen Shona, Ndebele, Englisch, Shangani oder Sotho.
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Die Verständigung auf Englisch ist daher problemlos möglich.


Beste Reisezeit
Die beste Reisezeit für Simbabwe ist zwischen Mai–Oktober während der Trockenzeit. Die Temperaturen sind mild bis warm, die Niederschlagsmengen gering und die Chance auf Tiersichtungen auf Safaris am größten.
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Möchtest du die Viktoriafälle in ihrer schönsten Pracht erleben, empfiehlt sich der Reisezeitraum von Ende Februar–Mai. Hier führen sie nach der Regenzeit normalerweise das meiste Wasser.
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Möchtest du Vögel beobachten oder hast einfach Lust auf weniger Touristen und mehr Ruhe? Dann wären die Monate November–April interessant. Hier herrscht zwar Regenzeit, die teilweise wirklich nicht ohne sein kann. Größter Vorteil ist allerdings, dass man flexibel durchs Land reisen und sich den Bedingungen anpassen kann. Wir waren 2× in der Regenzeit in Simbabwe (November und Februar) und würden es immer wieder so machen.
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Tiersichtungen sind natürlich weiterhin möglich, aber nicht in dem Umfang wie in der Trockenzeit.
Fortbewegung
Wie komme ich durchs Land?
Am besten und entspanntesten kann man Simbabwe mit einem 4WD mit Dachzelt und Campingausrüstung bereisen. Es herrscht Linksverkehr. In Simbabwe selbst ist die Auswahl an passenden Autos eher gering, oft nicht up to date und teuer. Deswegen wäre unser Tipp, den Allradwagen für dein Safari-Abenteuer in Südafrika zu buchen.
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Achtung auf Simbabwes Straßen: Einige Abschnitte, vor allem auf der Strecke Bulawayo – Vic Falls (A8), kommst du aufgrund nicht vorhandener Streckenabschnitte oder wadentiefer Schlaglöcher, die sich wie ein Minenfeld über die Straße ziehen, teilweise nur sehr langsam voran.
Polizeikontrollen sind an der Tagesordnung – unser Rekord liegt bei 8 am Tag. Korruption war lange Zeit ein Thema; uns wurde auf der letzten Reise von Einheimischen erzählt, dass die Regierung jetzt aktiv dagegen vorgeht.

Reisegefahr
Ist Simbabwe ein gefährliches Reiseland?
Simbabwe ist nicht so sicher wie Botswana oder Namibia, aber auch hier kann man sich als Tourist ganz normal durchs Land bewegen.
Da die politische und wirtschaftliche Lage im Land immer noch angespannt ist, empfiehlt es sich, seinen gesunden Menschenverstand zu benutzen. Kleinkriminalität ist ein Thema – ist uns aber auf beiden Reisen nicht begegnet. Korruption kann passieren, deswegen immer auch kleinere Dollarscheine mit sich führen.
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Zu erwähnen wäre zudem Malaria. Es herrscht ganzjährig ein hohes Risiko im Norden (auch Viktoriafälle), Osten (Mana Pools) und Südwesten.
Welche Impfungen?
Welche Impfungen sind ratsam?
Für die Einreise aus Deutschland sind keine Impfungen vorgeschrieben – auch nicht bei Einreise aus Südafrika, Botswana oder Sambia.
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Sollte man allerdings zuvor in einem Gelbfiebergebiet unterwegs gewesen sein, ist eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen.
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Als Reiseimpfung werden Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus empfohlen. Bei längeren Aufenthalten auch gegen Hepatitis B und Tollwut.
Kostenniveau
Ist Simbabwe ein teures Reiseland?
Simbabwe ist erstaunlicherweise relativ teuer und weitaus preisintensiver als seine Nachbarländer.
Durch die Hyperinflation und die Einstellung der eigenen Währung im Jahr 2009, Misswirtschaft, Dürren, politische Instabilität und die Tatsache, dass Simbabwe viel importieren muss, schießen die Preise in die Höhe.
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Vor kurzer Zeit wurde mit dem „Simbabwe Gold“ eine neue Währung eingeführt, die allerdings nur schleppend von der Bevölkerung akzeptiert wird.
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Ein realistisches Budget – ohne den 4WD mit einzurechnen – wären etwa 100 US$ pro Person und Tag. Möchte man in Lodges übernachten, Game Drives und verschiedene andere Aktivitäten buchen, kann sich das pro Tag locker auf mehrere hundert US$ erhöhen.
Stromspannung
Welchen Adapter brauche ich?
Die Netzspannung in Simbabwe beträgt 220 Volt Wechselstrom bei einer Frequenz von 50 Hertz.
Adapter für Steckdosen
Für eine Simbabwe-Reise braucht man einen Reiseadapter. Es werden Adapter für Steckdosen Typ D und G benötigt.




Essen und Trinken
Sadza
Traditionelles, sehr sättigendes Grundnahrungsmittel – ein fester Brei aus Maismehl, der normalerweise zu verschiedenem Gemüse, Eintöpfen oder Fleisch gereicht wird.
Bota
Beliebtes Frühstück. Ein Brei, der aus weißem Maismehl und Milch gekocht wird und mit Marmelade, Erdnussbutter oder Zucker gereicht wird.
Mopane Würmer
Auch in Simbabwe sind Mopane-Würmer ein beliebter Snack und wichtiger Eiweißlieferant. Sie werden zu Beginn der Regenzeit im Dezember/Januar von den Mopane-Bäumen geerntet und dann getrocknet, geröstet oder geschmort gegessen. Man findet sie oft auf einheimischen Märkten oder Straßenständen.
Huku ne Dovi
Wörtlich übersetzt: Hühncheneintopf mit Erdnuss. Wird oft mit Sadza, aber auch mit Kartoffeln gegessen.
Kapenta
Mini-Fische, die meist getrocknet als Snack serviert werden. Aber auch frisch gebraten oder frittiert sind sie in Simbabwe ein Hit.
Muriwo Unedovi
Spinat, Grünkohl oder andere grüne Blattgemüse werden mit Zwiebeln und Tomate gekocht, bevor sie mit Erdnussbutter vermischt werden.
Chimukuyu / Biltong
Gesalzene und getrocknete Fleischstreifen. Meist vom Rind, aber auch Wild wie Kudu oder Strauß sind beliebt.
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Sehenswertes
Was kann man in Simbabwe erleben?
Viktoriafälle
Die Viktoriafälle befinden sich zwischen Simbabwe und Sambia, der Sambesi ist hier der Grenzfluss. Sie sind mit ca. 1,7 Kilometern der breiteste Wasserwall der Welt, zählen seit 1989 zum UNESCO-Weltnaturerbe und sind außerdem Teil des Mosi-oa-Tunya-Nationalparks, was übersetzt so viel wie „donnernder Rauch“ bedeutet.
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Man kann die Wasserfälle aus der Luft aus einem Helikopter bewundern (in Simbabwe sind die Flüge günstiger), kann zu Fuß verschiedene Aussichtspunkte ablaufen, zum Ende der Trockenzeit als Teil einer geführten Tour in die Schlucht absteigen oder am Abgrund in den Devils Pools (Sambia-Seite) chillen.
Hwange Nationalpark
Wild, abenteuerlich – Hwange Nationalpark. Der fast 15.000 km² große Nationalpark ist der größte im Land, liegt im Nordwesten und ist in etwa so groß wie Schleswig-Holstein. Über 100 Säugetier- und 400 Vogelarten sind hier zu bewundern. Im Hwange lebt außerdem eine der größten Wildhund-Populationen im südlichen Afrika.
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Der Park ist bekannt für seine enorme Elefantenpopulation und vielfältige Ökosysteme – trockene Savannen, Mopane-Wälder bis hin zu Grasland und Buschsavannen kann man hier erleben.
Mana Pools
Im äußersten Norden Simbabwes, an der Grenze zu Sambia, liegt der Mana Pools Nationalpark, der seit 1984 zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört und Teil des grenzüberschreitenden Kavango-Zambesi-Schutzgebietes (KAZA) ist. Ursprünglich wild, rau mit riesigen Wildtierpopulationen, gerade zur Trockenzeit.
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Lagunen, Sandbänke, wenig Infrastruktur, keine asphaltierten Straßen weit und breit, dafür pures Abenteuer und abgeschiedene Wildnis.
Matopo Nationalpark
Der Matopo oder auch Matopos Nationalpark im Südwesten des Landes ist einer der kulturell und landschaftlich faszinierendsten Orte Simbabwes. Eine Mischung aus riesigen Granitfelsen, Höhlenmalereien, Spiritualität und einer einzigartigen Tierwelt.
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Am bekanntesten ist er für seine außergewöhnlichen Granitformationen, z. B. am World's View oder jahrtausendealte Höhlenmalerei am Nswatugi Hill.
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Außerdem ist der Matopos Nationalpark einer der wenigen Orte in Simbabwe, an denen man zu Fuß auf Rhino-Tracking-Touren gehen kann.
Lake Kariba
An der Grenze zwischen Simbabwe und Sambia liegt der Kariba-See, der größte von Menschenhand geschaffene See Afrikas.
Hier kann man unter anderem Hausboot-Safaris starten, den Matusadona-Nationalpark erkunden, angeln oder einfach nur die Seele baumeln lassen.
Gonarezhou Nationalpark
Der wenig erschlossene Gonarezhou-Nationalpark im südöstlichen Teil des Landes ist eines der wildesten, unberührtesten und spektakulärsten Naturschutzgebiete Simbabwes.
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Gonarezhou bedeutet „Ort der vielen Elefanten“ und der Name ist Programm. Auch Wildhunde, Löwen, Hyänen und über 450 Vogelarten nennen diesen Nationalpark ihr Zuhause.
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Sehenswert sind unter anderem die Chilojo-Klippen oder der Tembwehata-Wasserfall zur Regenzeit. Ein 4WD ist unerlässlich, und Erfahrung mit Selbstfahrer-Safaris sollte vorhanden sein.
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Atemberaubendes Vietnam
Ha Giang Loop
Der spektakuläre Ha Giang Loop ist ohne Zweifel eines der landschaftlichen Highlights im Norden Vietnams und ist am besten mit dem Motorrad zu bereisen.
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Vor Jahren noch als Geheimtipp alternativer und unabhängiger Reisender gehandelt, erfreut sich der Loop mittlerweile immer größerer Beliebtheit.
Ban Gioc Wasserfall
Vietnams Norden hat landschaftlich einiges zu bieten, unter anderem die spektakulären Ban Gioc (auch Detian) Wasserfälle. Das Wasser stürzt in mehreren Kaskaden etwa 50 Meter tief in den jadegrünen Quay Son Fluss.
Ein Anblick der beeindruckt und der aufgrund seiner Lage abseits des üblichen Touristenpfades durch Vietnam noch nicht vom Massentourismus überrannt wurde.
Dinge, die man beachten sollte
Know How und Insiderwissen
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Erfahrung in Ländern wie Botswana, Namibia oder Südafrika empfohlen
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Zuverlässiges Allradfahrzeug buchen
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Trinkwasser und Sprit gut planen – nicht überall verfügbar
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Tagesetappen realistisch planen
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Über Straßenverhältnisse vorab informieren
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Auto-Papiere, Pass und US$ immer griffbereit für Polizeikontrollen haben
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Genügend Bargeld mitnehmen – ATMs oft nicht vorhanden oder leer
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Kein Mobilfunknetz in vielen Nationalparks
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Malariaprophylaxe bei Reisen in der Regenzeit nicht vergessen
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Wildcampen ist verboten
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Keine Fotos von offiziellen Gebäuden, Militär, Flughäfen etc. erlaubt
Simbabwe Blogartikel
Wissenswertes, Tipps und ehrliche Reiseberichte





