Südkorea Reisetipps: Wissenswertes für deine Reise

Aktualisiert: 1. Dez 2019


Insgesamt verbrachten wir 2,5 Monate in Südkorea und hatten in dieser langen Zeit natürlich die Möglichkeit etwas tiefer in das Leben und Geschehen hier einzutauchen. In diesem Blogpost geben wir dir nützliche Tipps, Tricks und Wissenswertes für deine ganz persönliche Reise nach Südkorea.

Die meiste Zeit übernachteten wir in Südkorea bei Einheimischen, bewegten uns mit den wohl luxuriösesten Bussen, die wir je gesehen haben kreuz und quer über die Halbinsel und entspannten einige Zeit auf der Insel Jeju, dem “Hawaii Südkoreas”. Wir probierten verrücktes und teils undefinierbares Essen, stürzten uns ins Getümmel und verständigten uns weitestgehend nur mit Händen und Füssen.




In diesem Blogpost findest du nützliche Südkorea Reisetipps und Wissenswertes zum Thema Visum Anreise Ankunft Fortbewegung Geld abheben Unterkunft Sehenswertes Kulinarisches Sicherheit Sprache Drohnenregularien Preise


Südkorea Visum

Brauche ich ein Visum für Südkorea? Nein, denn deutsche Staatsbürger können sich als Touristen oder Geschäftsreisende insgesamt 3 Monate visumfrei in Südkorea aufhalten und müssen vorab kein Visum beantragen. Südkorea bietet jungen Menschen im Alter von 18-30 Jahren außerdem die Möglichkeit mit einem Working Holiday Visum insgesamt ein Jahr im Land zu arbeiten und zu reisen.

Anreise nach Südkorea

Wie komme ich am besten nach Südkorea?

Direktflüge


Direktflüge nach Südkorea gibt es ab Deutschland u.a. mit Lufthansa, Asiana Airlines oder Korean Airlines, Abflug ist Frankfurt/Main. Lufthansa bietet als einzige der drei Airlines auch Flüge ab München an. Die Flugzeit beträgt etwa 11 Stunden, die Preise starten bei 600 € one way. Mit etwas Glück findet man direkt auf den Webseiten der Airlines Flüge schon ab 350 €. Die größte Beinfreiheit bietet Asiana Airlines, gefolgt von Korean Air, Lufthansa bildet platzmäßig das Schlusslicht.

Mit Zwischenstopp


Mit einem Zwischenstopp sind die Preise deutlich günstiger, geflogen werden kann dann entweder mit Ethiad, Qatar oder Emirates, Turkish Airlines oder Vietnam Airlines. Aeroflot, LOT oder Finnair bieten ebenfalls Flüge nach Südkorea mit nur einem Zwischenstopp an. Die Preise hierfür starten bei 270 € one way.

Ankunft und Weiterreise vom Flughafen Incheon/Seoul

Wie komme ich nach der Ankunft am Incheon/Seoul Flughafen am besten in die Innenstadt? Du hast drei Möglichkeiten.

Mit dem Bus


Egal ob du “nur” ins Zentrum nach Seoul fahren willst oder direkt weiter in eine der anderen Städte düsen möchtest; direkt am Flughafen (Terminal 1 und 2) fahren unzählige Busse – meist im Stundentakt – zu den verschiedensten Destinationen ab.


Die passenden Tickets kannst du gleich am Flughafen kaufen. In beiden Terminals gibt es je zwei Schalter, aber auch draußen, direkt an den Abfahrtsplattformen, kannst du deine Tickets besorgen. Wenn du die Ticketschalter nicht gleich findest, kannst du an der Information nachfragen, dort wird dir schnell und freundlich weitergeholfen. Es gibt zwei Varianten von Bussen; Deluxe und Standard. ↠ Der Deluxe Bus: Er fährt je nach Route ohne – oder wenn, dann nur mit einem, maximal zwei - Stopps zum Ziel und ist in der Regel schneller am Ziel als der Standard Bus. Die Sitze in den Deluxe Bussen sind die bequemsten, mit denen wir bis jetzt gefahren sind. Pro Reihe gibt es nur drei Plätze, dementsprechend viel Platz und Komfort hat man. Zudem lassen sich die Lehnen weit nach hinten klappen und es gibt sogar extra Fußstützen für die Beine. ↠ Der Standard Bus: Er hält öfter und ist meist etwas länger unterwegs. Die Sitzreihen sind hier enger beieinander, was etwas weniger Beinfreiheit und Komfort im Vergleich zum Deluxe Bus bietet. Die Preise variieren pro Bus und Strecke. Egal ob Deluxe oder Standard Bus. Mehr dazu und einige Preisbeispiele in Abschnitt Fortbewegung. ↠ Bargeld: Brauchst du bei Ankunft Bargeld, kannst du südkoreanische Won im Terminal abheben oder eintauschen (Achtung, der Kurs am Flughafen ist nicht der beste). Die Bustickets kannst du am Flughafen aber auch bequem mit Kreditkarte zahlen.

Unser Tipp ist definitiv der Bus. So einfach und organisiert wie es am Incheon Airport zugeht, ist die Busfahrt das entspannteste Fortbewegungsmittel nach dem langen Flug nach Südkorea.

Das System der Busse in Südkorea ist eines der besten der Welt

Mit der Metro


Entweder mit dem Airport Railroad Express (AREX) oder der Express Train. Mit den Express Zügen bzw. der Metro kommt man ebenfalls ans Ziel, sofern man die ersten Tage nach Anreise in und um Seoul verbringen möchte. Stationen gibt es in beiden Terminals (1 und 2), Ticketautomaten ebenfalls. Englisch kann als Sprache im Automaten eingestellt werden, was den Ticketkauf ungemein vereinfacht. ↠ Express Train: Bis zur Seoul Station (Bahnhof Seoul) sind es ab Incheon Airport etwa 40-50 Minuten Fahrtzeit, je nachdem von welchem Terminal man abfährt. Dieser Zug bzw. Metro fährt ohne Stopp direkt bis zur Seoul Station. Der Ticketpreis liegt bei 9000 Won p.P. (etwa 7 €), egal von welchem Terminal man losfährt. ↠ Airport Railroad Express (AREX): Die Züge der AREX halten insgesamt an 13 Stationen und fahren ebenfalls bis zur Seoul Station (dem Bahnhof). Umsteigen kann man während der Fahrt an verschiedenen Metro-Stationen, der Airport Railway Express hält u.a. auch am Gimpo Flughafen. Fahrtzeit bis zur Seoul Station zwischen 55 und 65 Minuten, je nachdem von welchem Terminal man abfährt. Preis: 4150 Won (3,25 €) von Terminal 1, 4750 Won (3,70 €) von Terminal 2. Zusätzlich fallen 500 Won (0,40 €) pro Ticket (Plastikkarte) an Pfand an, den man aber nach der Fahrt an den entsprechenden Automaten zurückbekommt.


Mit dem Taxi


Taxi fahren ist in Südkorea eher kostspielig und deshalb nur bedingt zu empfehlen. Es gibt einen Taxi Stand direkt vor der Ankunftshalle der Terminals 1 und 2. Man hat die Wahl zwischen Standard-, Jumbo- oder Deluxe-Taxi. Wenn man mit seinem Fahrer auf Englisch kommunizieren will, gibt’s auch noch internationale Taxis. Die Preise für Taxis sind weitaus höher als für die Busse und die Züge. Mit den internationalen Taxis kostet eine Fahrt bis ins Zentrum etwa 40 €. Uber ist in Südkorea nicht sehr populär, da es eigene andere und günstigere Alternativen gibt. Kakao-Taxi ist eine davon und funktioniert nach dem Download der entsprechenden App nach dem gleichen Prinzip. Diese App gibt es allerdings nur auf Koreanisch.

Tipps zur Fortbewegung in Südkorea

Apps

Naver - Der wichtigste Tipp dieses gesamten Blogposts ist wohl: Lade dir die App NAVER runter. Eine Navigationsapp, die gleichzeitig Bus und Metro-Routen inklusive Preisen raussucht. Man gibt einfach den Ort ein, an dem man sich befindet und den Ort, zu dem man möchte und die App zeigt in Echtzeit Verbindungen an. Inklusive der Stationen, Nummern der Metro- Buslinien und - ganz wichtig - den Preisen. Diese App wird dir deinen Südkoreaaufenthalt um ein Vielfaches erleichtern. Der “Nachteil” dieser App ist, dass sie eine Internetverbindung braucht, was aber in Südkorea kaum ein Problem darstellt, da es fast überall gratis WIFI und Hotspots gibt. Für alle Situationen, in denen du offline navigieren willst, empfehlen wir wie immer die App... Maps.me – Unser Klassiker ist in Südkorea zwar gut zu gebrauchen, allerdings war Naver unsere erste Wahl, wenn wir Wifi hatten. Kakao-Taxi – Willst du dich mit dem Taxi fortbewegen, empfiehlt sich die App Kakao-Taxi, die ähnlich wie Uber funktioniert. Diese App gibt es allerdings nur auf Koreanisch.


Fortbewegung in der Stadt

In den großen Städten wie Busan oder Seoul empfiehlt sich die Fahrt mit der Metro oder den Bussen. Preise hierfür variieren bei der Metro je nach Strecke. Pro Busfahrt zahlt man ungefähr 1250 Won (etwa 1 €). In der Metro werden die Stationen auch auf Englisch angesagt bzw. auf einem Monitor angezeigt, bei den Bussen teilweise gar nicht. Deshalb empfehlen wir die App Maps me, in der du vor deiner Fahrt einfach den Punkt markieren kannst, zu dem du willst. Dann, live beim Bus fahren – die App funktioniert auch offline – kannst du schauen, wo du dich gerade befindest und in etwa aussteigen musst. So haben wir es auch gehandhabt und es hat super geklappt. Für dein Ticket (eine Plastikkarte) mit der Metro kommen je 500 Won (0,40 €) an Pfandgebühren oben drauf, diese kriegst du nach der Fahrt an den entsprechenden Automaten wieder.

Fortbewegung von Stadt zu Stadt

↠ Fernreisebusse: Von Stadt zu Stadt kommst du am besten mit den Fernreisebussen, diese sind in Südkorea sehr komfortabel und preislich angemessen. Tickets kaufst du direkt am Busterminal der jeweiligen Stadt. Hinweis: An manchen Schaltern kann nur bar bezahlt werden, ATM's gibt es aber meist irgendwo um die Ecke.


Die Busse sind so gut wie immer pünktlich, sauber, sehr zuverlässig und halten auf längeren Fahrten alle zwei – drei Stunden an einer Raststätte. Dort kannst du dich mit koreanischen Snacks versorgen oder aufs Klo gehen. Der Busfahrer gibt die Länge der Pause leider nur auf Koreanisch durch, bei Nachfrage aber auch auf englisch oder er zeigt dir die Zeit auf dem Handy. Meist sind es 10-15 Minuten. Unser Tipp zum Thema Fernbusse wäre noch: Merke dir das Kennzeichen deines Busses. Du wirst erstaunt sein, wie viele Reisebusse in Südkorea unterwegs sind. Man verliert schnell den Überblick, wenn plötzlich zehn fast identische Reisebusse nebeneinander parken.

Preisbeispiele für Busreisen in Südkorea pro Person

  • Incheon Airport – Geoje Island (6 Stunden Fahrt) - 43.900 Won (34,30 €)

  • Nambu Station (Seoul) – Geoje Island (4,5 Stunden Fahrt) – 34.300 Won (26,80 €)

  • Nambu Station (Seoul) – Gyeongju (etwa 4 Stunden Fahrt) – 28.300 Won (22,10 €)

  • Gyeongju – Busan (etwa 50 Minuten) – 4.800 Won (3,75 €)

  • Geoje Island – Busan Airport (etwa 1,5 Stunden) – 7.000 Won (5,50 €)

Wie komme ich am besten nach Jeju Island?

Möchtest du auf deiner Reise durch Südkorea z.B. die Insel Jeju besuchen, bietet sich hier entweder der Flug oder die Fähre an. Je nachdem, von wo du startest. ↠ Mit dem Flugzeug


Flüge gibt es z.B. ab Busan schon ab 15 € one way. Flugzeit etwa 1 Stunde. Wir buchten unsere Flüge kurz vor Abflug direkt am Flughafen. Pro Tag gibt es extrem viele Flüge, daher ist eine Spontanbuchung überhaupt kein Problem und wir ergatterten so ein wahres Schnäppchen. ↠ Mit der Fähre


Im Moment gibt es nur eine Fähre von der Stadt Mokpo nach Jeju Island. Die Fähre schippert in 4,5 Stunden mehrmals die Woche rüber und kostet etwa 60 € one way pro Person.


Geld abheben in Südkorea

Geld abheben ist in Südkorea eher unproblematisch. In jeder Bankfiliale gibt es Bankautomaten, an denen Geld gezogen werden kann. Die Abhebegebühr beträgt meist 3000 Won (2,35 €) pro Abhebung. An Busterminals, in Einkaufsstraßen; überall findet man Möglichkeiten an Bargeld zu gelangen.


Die Automaten wirken im ersten Moment eher unübersichtlich und sind etwas anders angeordnet, als wir es aus Deutschland gewohnt sind, man fuchst sich aber recht schnell rein. An einigen Automaten gibt es keine “Englisch-Taste”, an einem Automaten wurde unsere Kreditkarte einfach eingezogen.


Falls du auch vom Pech heimgesucht werden solltest und der Automat deine Karte nicht mehr hergibt und die Bankfiliale schon geschlossen ist, befindet sich neben jedem Geldautomat ein kleiner oft weißer Knopf, den man in diesem Fall drückt und anschließend auf Hilfe wartet. Manchmal gibt es auch ein Notfall-Telefon. Bis Hilfe kommt dauert in der Regel bis zu einer Stunde, aber man bekommt seine Karte ohne Probleme wieder.


Tipps zu günstigen Unterkünften

Je nach Geldbeutel hat man auch in Südkorea eine Fülle an Möglichkeiten. Von Couchsurfing bei Einheimischen, über Betten in großen Dorm-Zimmern, einfachen Doppelzimmern bis hin zu Luxussuiten ist alles drin. Wir übernachteten hauptsächlich in recht einfachen Doppelzimmern meist direkt im Stadtkern, die preislich bei etwa 10 € pro Person starten. Für diesen Preis bekommt man ein eigenes Bad, einen Wasserkocher, Kühlschrank und Duschgeld/Shampoo inklusive. Manchmal ist ein sporadisches Frühstück dabei, das man sich aber meist selber zubereiten muss. Erwarten sollte man für diesen Preis in Südkorea allerdings nicht viel. Es ist ok, wenn man so wie wir mit einem begrenzten Budget unterwegs ist und keine großen Ansprüche hat; wirklich schön oder besonders komfortabel war allerdings keines der Hotels. Zudem empfanden wir die Sauberkeit in diesem Preissegment in Südkorea schlechter als z.B. in Hotels der gleichen Preiskategorie in Georgien, Kasachstan, Usbekistan oder Kirgisistan. Eingecheckt werden kann in Südkorea meist erst ab 15/16 Uhr, ausgecheckt zwischen 11/12 Uhr. Kommt man früher an, kann man manchmal schon früher das Zimmer beziehen, sofern es frei ist. Oft erlebten wir aber, dass Hotels bzw. die Eingangstür bis Punkt 16 Uhr abgeschlossen waren und man nicht einmal die Möglichkeit hatte in der Lobby zu warten.

Unsere Hoteltipps auf Jeju Island


In guter Erinnerung sind uns nur zwei Hotels geblieben. Ein Mal das moderne Hotel The Best Jeju* auf der Insel Jeju, welches unweit der Sehenswürdigkeiten Seopjikoji und Seongsan Ilchubong liegt. Große helle Zimmer, modern, sehr sauber. Sehr schönes Badezimmer inklusive japanischer Toilette. Die Rezeptionisten sprechen Englisch, sind sehr freundlich und im Untergeschoss des Hotels gibt es einen hauseigenen 7/11.

Und zum Zweiten, ebenfalls auf der Insel Jeju gelegen, das Jungmun Yegreen Residence Hotel*. Das Zimmer ist eher ein Appartment mit Kichenette inkl. Waschmaschine, Bad, Schlafzimmer und kleinem Wohnzimmer. Sauber, ansprechend eingerichtet, an der Rezeption wird allerdings fast kein Englisch gesprochen. Wir durften bei Ankunft 3 Stunden früher einchecken.

Sehenswertes in Südkorea

Südkorea hat neben Moderne auch Traditionen zu bieten. Die typischen Bauwerke mit den geschwungenen Dächern, wuselnde Basare und schöne Parks liegen hier oft in der Nähe hoher Wolkenkratzer und teurer Einkaufsstraßen.

Uns haben die Städte Gyeongju und Busan am meisten überzeugt. Dort fanden wir das Südkorea, das wir zuvor in unseren Köpfen hatten.

Gyeongju


In Gyeongju kann man wunderbar alte Tempelanlagen oder die Gräber der Silla bewundern und durch schön angelegte Parks spazieren. Zudem findet man hier selbst in der Innenstadt traditionelle, meist ein/zweistöckige Gebäude und enge Gassen, die zum Schlendern einladen.


Busan Fischmarkt


In Busan fanden wir den Fischmarkt am authentischsten. Hier aßen wir verrückte Dinge zwischen Hunderten von Einheimischen und fühlten uns pudelwohl.

Jeju Island


Jeju Island präsentiert sich selbst gerne als das “Hawaii Südkoreas”. Dementsprechend hoch waren unsere Erwartungen. Landschaftlich ist die Küste der gesamten Insel wunderschön anzusehen, gerade der Jusangjeolli Aussichtspunkt in Däpo-dong mit seinen schwarzen Lavaklippen oder der Seongsan Ilchulbong Vulkankrater in Goseong-ri.


Ansonsten fanden wir die Insel eher durchschnittlich. Den gehypten Liebes-Park empfanden wir z.B. als sehr langweilig.

Im Netz findet man oft die Info, dass man für Jeju Island unbedingt einen Mietwagen braucht. Das können wir nicht bestätigen, denn wir waren insgesamt 10 Tage auf Jeju unterwegs und haben uns ausschließlich mit den günstigen öffentlichen Bussen fortbewegt. Klappt super.


Seoul


In Seoul waren wir eher abseits der typischen Sehenswürdigkeiten unterwegs und trieben uns auf lokalen Märkten und in kleinen abgelegenen Gassen umher und staunten nicht schlecht, als wir Schilder an kleinen Garküchen mit “Dog Soup” vorfanden.


Kulinarisches: Was muss ich unbedingt probieren?

Oft bieten die Restaurants (gerade die mit dem traditionellen koreanischen BBQ) nur ein Gericht an, das man sofort an den Tisch gebracht bekommt, wenn man sich setzt. Manchmal kann man sich sein Fleisch selbst aussuchen, der Klassiker ist hier aber Schweinefleisch. Die Sprachbarriere ist in den meisten Restaurants allgegenwärtig. ↠ Koreanisches BBQ: Ein koreanisches BBQ kannst du dir in etwa so vorstellen: Auf dem Tisch gibt es eine Grillplatte, auf der du dann das Fleisch, bzw. die Knoblauchzehen, Chillies usw. selber grillst. Interessant ist hier, dass man eine Schere zum Kleinschneiden des Fleisches benutzt.


Schweinebauch, Knobi und Sprossen; Klassiker bei einem koranischen BBQ

Zudem bekommt man viele kleine Schälchen mit eingelegtem Gemüse wie Rettich, Seetang, Kimchi (scharfer traditioneller Kohl). Eine Portion Reis kann man sich immer dazu bestellen, sie kostet im Schnitt einen Euro extra und wird in einem Edelstahl-Schälchen mit Deckel serviert.


In vielen Restaurants kann man sich die kalten Beilagen nach Bedarf selber wieder auffüllen. Wasser gibt es so gut wie immer gratis dazu. Preise für ein koreanisches BBQ starten bei etwa 10 € p.P.

Unser Tipp: Die Restaurants in Südkorea sehen von außen meist nicht besonders einladend aus, aber: Siehst du, dass das Lokal mit Einheimischen gefüllt ist, nichts wie rein mit dir. Wir landeten so auch in den abgefahrendsten Kaschemmen, die dann aber mit das beste Essen unserer gesamten Reise servierten.


↠ Englische Speisekarten: Englische Speisekarten gibt es eher nicht, jedenfalls haben wir in unseren 2,5 Monaten im Land, in denen wir fast täglich auswärts essen waren, so gut wie nie eine gesehen. Ausgesucht wird nach Bildern, was für Vegetarier/Veganer oder Menschen mit Allergien schwierig werden könnte. Wir nutzten zudem eine Übersetzungsapp, allerdings kam diese oft an ihre Grenzen und konnte uns nicht wirklich weiterhelfen.

Wir suchten immer nach Bildern aus und hatten teilweise Dinge dabei, die wir uns so nicht vorgestellt hatten. Eine eiskalte Suppe, in der riesige Eiswürfel trieben, undefinierbare Hot Pots, in denen Fischinnereien schwammen, die wir so noch nie gesehen, geschweige denn gegessen hatten, oder Gerichte, die so scharf waren, dass wir fast kollabiert sind.

↠ Tipps für Veganer/Vegetarier: Südkorea würden wir als nicht besonders veganer- oder vegetarierfreundlich bezeichnen, da die Südkoreaner zu fast allen Gerichten entweder Fisch oder Fleisch essen. Selbst bei den günstigen Snacks, die man am Straßenrand kaufen kann, ist von außen oft nicht zu sehen, ob sich Fleisch/Fisch/Milchprodukte im Essen befinden. Wir würden definitiv zum selber kochen raten. ↠ Frische Seeananas: Unser verrücktestes Essen aßen wir in Busan auf dem Fischmarkt. Seeananas. Diesen Meeresbewohner hatten wir zuvor noch nie gesehen, also mussten wir ihn natürlich probieren. Gegessen wird er roh, direkt frisch aus dem Meer. Geschmacklich eher neutral, am besten mit dem Geschmack einer Auster zu vergleichen.


Unser Tipp für Südkorea ist auf jeden Fall: Rein damit. Probier dich durch, sofern du “Allesesser” bist. Es gibt hier wirklich die abgefahrendsten Gerichte.


Als Dessert wäre Bingsu zu empfehlen. Geschredderte Eiswürfel, die zu Eisschnee gemahlen werden und in verschiedenen Geschmacksrichtungen serviert werden.


Sicherheit: Ist Südkorea sicher?

Ist Südkorea ein sicheres Reiseland? Definitiv ja. Südkorea gilt als eines der sichersten Reiseländer weltweit und wir können dies nur bestätigen. Wir fühlten uns zu keiner Sekunde unwohl, man wird hier als Tourist außerdem nicht wirklich beachtet. Selbst als wir mit unserer Kamera in Menschentrauben unterwegs waren, gab es nicht eine brenzlige Situation. Die Koreaner sind meist eh mit ihren Handys beschäftig, oder damit ihr Äußeres zu richten bzw. Selfies zu knipsen. :)

Sprache: Klappt es mit Englisch?

Kommt man in Südkorea gut mit Englisch zurecht? Ganz so einfach läuft es in Südkorea leider nicht ab, denn nur sehr wenige Menschen sprechen Englisch und wenn, dann auch nur bröckchenweise. Unser Tipp ist definitiv: Eine Übersetzungsapp. Diese half uns mehrmals aus der Patsche. In der Metro und in manchen Bussen (auf Jeju Island z.B.) gibt es Durchsagen bzw. Anzeigetafeln auf Englisch. In Restaurants wirst du oft vergeblich nach englischen Speisekarten suchen, diese gibt es schlichtweg nicht. An den Rezeptionen der Hotels wird mal mehr, mal gar kein Englisch verstanden. Alles in Allem ist das aber doch der Spaß beim Reisen. Komme ich im Land klar, auch wenn mich niemand versteht? Wir sagen für Südkorea definitiv: Jap, es wird klappen!

Wissenswertes zu Drohnenregularien

Darf ich meine Drohne in Südkorea fliegen lassen? Ein ganz klares ja, allerdings sollten einige Dinge beachtet werden.

  • Die Drohne nicht höher als 150 Meter fliegen

  • Nicht in der Nähe von Flughäfen fliegen (in einem Radius von 5,5 km)

  • Man darf die Drohne nur tagsüber fliegen

  • Nur in Sichtweite fliegen

  • Nicht bei schlechten Wetterverhältnissen oder Smog steigen lassen

  • Die Drohne nicht in der Nähe von Militäreinrichtungen, Kraftwerken, der Seoul Plaza oder staatlichen Einrichtungen starten

Preisniveau in Südkorea

Ist Südkorea ein günstiges Reiseland? Eher nein, denn die Preise in Südkorea sind etwa auf europäischem Niveau. Lebensmittel und Restaurantbesuche können teils auch deutsche Verhältnisse überholen. Auch Unterkünfte – sofern man es etwas luxuriöser mag – sind eher teuer. Bist du auf der Suche nach einem richtig, richtig günstigen Backpackerland solltest du eventuell noch mal überdenken nach Südkorea zu reisen. Wir kamen mit unserem Budget von 33 € p.P./Tag allerdings recht gut hin, man muss dazu sagen, dass wir die meiste Zeit Frühstück mit dabei hatten und nur ein Mal am Tag auswärts essen waren oder uns von günstigen Asia Nudeln ernährten.


Das waren sie. Unsere gesammelten Reisetipps, Wissenswertes und Tricks für Südkorea. Wir hoffen, wir konnten einige deiner Fragen beantworten und wünschen dir viel Spaß bei deiner Planung und Reise nach Asien.


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Wir sind zwei Backpacker und Reiseblogger, die ihr konventionelles Leben vor vielen Jahren hinter sich gelassen haben. Auf unserer Weltreise erkunden wir ferne Länder und lassen uns gerne treiben. Am liebsten abseits des Mainstream. 

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