Fukuoka: Zwischenstopp auf dem Weg nach Okinawa

Aktualisiert: 19. Apr 2019


Die Inselgruppe Okinawa sollte der letzte Stop auf unsere Japan Rundreise werden. Vor etwas über drei Wochen hat alles im Schnee Nozawa Onsens angefangen, Prellungen und eine schwere Erkältung inklusive. So kontrastreich unsere Reise durch Japan verlief, so "anders" wollten wir sie auch zu Ende bringen. Und was ist das Gegenteil von Schnee und Kälte? Genau! Sonne und Strand oder zumindest ein bisschen Wärme, es war ja schließlich noch Anfang März.

Wir hatten einen günstigen Inlandsflug von Fukuoka nach Naha gebucht. Für Touristen ist es dank allerhand Vergünstigungen möglich Japan schnell und bequem zu bereisen. ANA und JAL bieten One-Way Tickets innerhalb des Landes für ca. 100 Euro an, was nur ein Bruchteil dessen ist, was Japaner für den selben Flug bezahlen müssen. Es geht natürlich auch günstiger, wenn man Billigairlines fliegen möchte.

In Fukuoka hatten wir nur ein paar Stunden Zeit bevor unser Flug am Abend losgehen sollte. Wir wollten die Stadt rund um den Bahnhof erkunden und machten uns auf den Weg. Wir verließen den Hauptbahnhof, was wieder eine Leistung an sich darstellte. Man ist irgendwie immer kurz davor, bei all der Größe den Überblick zu verlieren und sich zu verlaufen. Die Bahnhöfe in Japan werden uns wohl noch eine Weile in Erinnerung bleiben.


In diesem Artikel findest du:

Tocho-ji Tempel

Kushida Schrein

Fazit


Wir hatten uns an einem Informationsstand eine kleine Karte besorgt auf der verschiedene Sehenswürdigkeiten eingezeichnet waren. Tempel, Gärten und Museen. Alles in der Nähe und somit schnell und easy zu Fuß zu erreichen. Unser Gepäck ließen wir in einem Schließfach im Bahnhof.

Tipp: An fast jedem Bahnhof in Japan befinden sich dutzende Schließfächer in allen erdenklichen Größen (auch, um einen 75l Rucksack zu verstauen) und können für ein paar Stunden, aber auch ein paar Tage gemietet werden. Wirklich praktisch.

Ein Tempel lag nur 10 Gehminuten entfernt und sollte laut Karte einen riesigen Buddha aus Holz beherbergen.


Klingt doch ganz kuhl, lass mal hinlaufen und schauen! Wie heißt der Tempel? Tocho-ji !

Tocho-ji Tempel

Wir gingen die Hauptstraße entlang und nach einer Weile konnte man den Tempel schon sehen. Die Tempelanlage ist "eingequetscht" zwischen modernen Gebäuden und nur durch einen Zaun abgeschirmt. Auf dem Gelände befindet sich außerdem eine schöne Pagode und ein paar Schreine umringt von Kirschbäumen und Palmen.

Der Tempel wurde im 9. Jahrhundert erbaut und dient bis heute auch als Grabstätte. Die hölzerne Statue Buddhas, die er beherbergt, gilt als die größte ganz Japans. Das besagte das Schild am Eingang. Also nix wie rein. Wir gingen durch den Eingangsbereich, immer den Schildern nach, eine Treppe hinauf. Oben wurden wir dann von einer netten Dame begrüßt, die ein kleines Eintrittsgeld verlangte und uns passieren ließ. Sobald man den Hauptraum betritt, steht man direkt vor dem Buddha.

Woah, der ist ja wirklich riesig. Von außen sah das Gebäude garnicht so aus, als würde dort sowas großes hineinpassen. Der Buddha ist fast 11 Meter hoch und wiegt über 30 Tonnen. Der Raum, in dem sich der Daibutsu (Buddha) befindet, ist etwas verdunkelt, was die Atmosphäre noch "spannender" machte. Es kamen immer mal wieder Leute hinein, die vor dem Buddha beteten und anderen buddhistischen Ritualen nachgingen. Es gibt einen kleinen Nebenraum mit weiteren religiösen Figuren und Abbildungen. Fotografieren im Inneren ist aber leider tabu.

Kushida Schrein

Der Kushida Schrein liegt wieder etwa 10 Gehminuten vom Tochi-ji Tempel entfernt, im Herzen Fukuokas. Der Tempel ist berühmt für seine Quelle, die von drei Kranich-Statuen umgeben ist. Es heißt, dass wenn man aus dieser Quelle trinkt, man ein langes Leben haben wird und ewig jung bleibt. Wenn man etwas von dem Quellwasser trinken möchte, so darf man das selbstverständlich auch tun. Man sollte allerdings ein paar Regeln beachten.

Allgemeine Regeln beim Trinken aus einer heiligen Quelle:

Man sollte drei mal vom Wasser trinken und bei jedem mal für etwas anderes beten. Beim ersten mal, für die eigene Langlebigkeit, beim zweiten mal betet man für das Wohlergehen seiner Familie und beim dritten mal für das seines Partners. Danach steht einem langen Leben wohl nichts mehr im Weg.

Am Kushida Schrein waren einige Touristen, die sich das Treiben anschauten und man sah immer mal wieder ein paar Mönche vorbei huschen. Etwas außerhalb der Schreinmauern entdeckten wir etwas, von dem wir erst nicht so genau wussten was es sein soll. Es sah aus wie bunte, aufeinander gestapelte Fässer. Wie uns dann erklärt wurde, sind es Sake Fässer, die dort gelagert werden.

Nebenan war noch ein Häuschen, in dem sich eine Art Trage befand, die mit bunten Figuren geschmückt war. Es handelte sich um Kazari Yamakasa, typisch bunten Tragen, die zu besonderen Festen durch die Stadt gerollt bzw. getragen werden.

Die Trage ist dauerhaft dort und dient als Wallfahrtsort, welcher den Menschen Segen spendet. Am ersten Juli jeden Jahres wird eine neue Trage aufgebaut, die einem anderen Thema gewidmet ist. Die Trage auf unserem Foto hat das Samurai Thema und verschiedene Elemente japanischer Sagen, Märchen und war unglaublich detailreich gefertigt. Wir standen fast 10 Minuten dort und schauten uns die ganzen Details an. Da kam wieder das Kind in mir durch, als ich mir vorstellte, wie die Samurais früher auf ihren Pferden in den Kampf geritten sind.


Langsam lief uns die Zeit davon, denn der Abflug nach Naha rückte näher und wir wollten noch etwas essen. Nachdem wir den Kushida Schrein verlassen hatten, begaben wir uns wieder zurück in Richtung Bahnhof und snackten in einem von den unzähligen Restaurants, die sich an der Hauptstraße befinden.


Fazit

Wir hatten leider nur ein paar Stunden Zeit, um Fukuoka zu erkunden. Die Gegend um den Hauptbahnhof bietet ein paar tolle Sehenswürdigkeiten, die es lohnt zu besuchen. Gerne hätten wir etwas mehr Zeit gehabt um uns noch die Yatai anzuschauen. Einen Markt mit Ständen, die verschiedenste japanische Leckereien verkaufen.

Als kurzer Zwischenstopp ist Fukuoka wirklich zu empfehlen.


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Kati &   Hermann

Wir sind zwei Backpacker und Reiseblogger, die ihr konventionelles Leben vor vielen Jahren hinter sich gelassen haben.

 

Auf unserer Weltreise erkunden wir ferne Länder und lassen uns gerne treiben. Am liebsten abseits des Mainstream. 

Kati + Hermann

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