Neuseeland - Reisetipps und Wissenswertes

Aktualisiert: 19. Apr 2019


Hier findest du Insiderinfos, Wissenswertes und Ratschläge für deine nächste Neuseeland Reise. Alles über D.O.C. und iSites, Autokauf, Fortbewegung, Einkaufen und viele andere Tipps. Wir haben vor unserer Weltreise insgesamt fast 2 Jahre in Neuseeland verbracht und all unser Wissen für dich zusammengefasst. Viel Spaß beim Stöbern.


D.O.C. und iSites

iSites sind die Neuseeländischen Touristeninformationen und in fast jedem Ort zu finden.

Dort kann man sich Infos über die Aktivitäten der Umgebung, sich Broschüren über die nächstgelegenen Campingplätze (auch D.O.C.) besorgen, sich über das Wetter oder die umliegenden Wanderwege informieren oder Souveniere kaufen.

Die Mitarbeiter sind freundlich und immer darum bemüht, die besten Informationen für einen rauszusuchen und sich immer genug Zeit für einen zu nehmen. Wir legten relativ schnell unseren Lonely Planet (der einzige, den wir uns je gekauft haben) zur Seite und holten uns unsere Infos nur noch von dort oder von Einheimischen.

Es gibt auch D.O.C. (Department of Conversation) Informationen, die du besuchen kannst. Dort bekommst du spezifische Infos zu Wanderwegen und Wetter, aber z.B. auch über die Tierwelt Neuseelands. Dort meldest du dich auch ab und wieder an, wenn du z.B. eine mehrtägige Wanderung startest.

Es gibt in Neuseeland sehr viele D.O.C. Campingplätze, die überall im Land verteilt sind. Sie sind relativ günstig, teilweise sogar kostenlos. Informier dich da direkt wenn du auf die Plätze fährst oder schon vorher. Sie sind unterschiedlich ausgestattet. Mal nur mit WC, mal ohne WC, mal mit kalter Dusche.

Diese Campingplätze haben meistens keinen Parkwärter, man bezahlt in einem Umschlag, den man in eine Box wirft. Den dazugehörigen Zettel legst du einfach in die Windschutzscheibe. Wenn der Ranger dann abends oder morgens seine Runde macht, kann er sehen, wer bezahlt hat und wer nicht. Die Locations dieser Campingplätze sind so vielfältig wie Neuseeland selbst. Mitten im Nationalpark, direkt am Strand, mitten in den Bergen. Manche D.O.C. Campingplätze sind nur zu Fuß oder per Boot erreichbar (gerade im Abel Tasman Nationalpark oder in den Marlborough Sounds).



Wir haben auf unseren Roadtrips meistens alle 4 - 5 Tage einen teureren Campingplatz angefahren, um z.B. unsere Wäsche zu waschen. An Tankstellen oder in Supermärkten wie New World, gibt es diverse Straßenkarten. Wir kauften eine, in der alle D.O.C. Camps schon eingezeichnet sind und man außerdem sehen konnte, womit diese ausgestattet sind.



Auto kaufen oder mieten?

Das kommt natürlich darauf an, wie lange man in Neuseeland bleiben will und wie es die finanziellen Mittel zulassen. Beides kann Vor- und Nachteile haben. Wenn man einen 2 - 3 wöchigen Roadtrip plant, ist ein Mietwagen oder Camper zu empfehlen (wobei die Preise da schon enorm hoch sein können, gerade zur Hauptsaison). Wenn man aber plant, mehrere Monate in Neuseeland zu bleiben, würde ich zum Auto/Campervankauf raten.

Mach dich schon in Deutschland schlau, worauf es beim Autokauf ankommt, damit du, wenn du von einer Privatperson kaufst, nicht übers Ohr gehauen wirst. Es gibt in Neuseeland auch Buy Back Deals, z.B. bei Kiwicruisecontrol.

Dort kannst du Camper kaufen, für 3 Monate, aber auch für 1 Jahr. Nach Ablauf der Zeit bringst du den Wagen (am besten genau so, wie er dir übergeben wurde) wieder zurück und kriegst dann den vereinbarten Betrag zurückgezahlt. So hatten wir unseren Bongo gekauft. Für uns war das einfach die sicherere Variante, da wir ein Jahr in Neuseeland bleiben und in der Zeit viel im Auto schlafen und es täglich nutzen wollten.

Leider blieben auch wir nicht von einer Panne verschont, in der es fast unseren gesamten Motor zerhauen hätte. Auf so etwas sollte man sich aber einstellen, wenn man ein 15 Jahre alten Camper mit über 300.000 km kauft. Wir waren gerade mitten im Nirgendwo, in Twizel, als uns das passierte. Wir hatten Glück und fanden eine Werkstatt, die uns ein kostenlosen Kombi zur Verfügung stellte, für die Zeit, in der Bongo repariert wurde. Dies dauerte alles in allem zwei Wochen. Die Panne ist uns natürlich direkt vor Ostern passiert.

Wir hatten zum Glück ein Zelt dabei und konnten so in den zwei Wochen die Catlins bereisen.

Ansonsten kann man auch in Hostels am schwarzen Brett schauen, dort hängen oft angebotene Campervans von Backpackern, die kurz vor der Abreise stehen und ihr Auto noch verkaufen müssen. Beste Zeit für den Autokauf ist natürlich die Nebensaison, da die Nachfrage geringer ist. Beste Zeit für den Verkauf ist die Hauptsaison.

Hinweis: In Neuseeland brauchst du einen Internationalen Führerschein. Es herrscht Linksverkehr (an den man sich schnell gewöhnt). Innerorts sind 50 km/h zulässig. Außerorts: 100 km/h



↠ Wenn man länger als 1 Jahr in Neuseeland lebt, braucht man einen neuseeländischen Führerschein!

Wir wurden fast für eine Nacht in Polizeigewahrsam genommen und hätten 700 NZ$ gezahlt, weil wir uns nicht informiert hatten und nach 14 Monaten in NZ bei einer Verkehrskontrolle angehalten wurden und keinen neuseeländischen Führerschein vorzeigen konnten. Die Polizeibeamten drückten allerdings beide Augen zu, unter der Bedingung, dass wir uns am nächsten Tag sofort den Neuseeländischen besorgen.

Der deutsche Führerschein wird von den Behörden dort einbehalten und nach Deutschland geschickt. Wenn du zurück in Deutschland bist, gehst du zur Fahrerlaubnisbehörde und tauscht den Neuseeländischen gegen den Deutschen aus. Done!

Spritpreise können in Neuseeland stark variieren. Besorg dir einen Kanister und füll diesen auf, wenn du das Gefühl hast, einen guten Spritpreis erwischt zu haben. Relativ günstig war der Sprit um Rotorua, teuer dagegen im Westen der Südinsel.

Hitch Hiking (per Anhalter Fahren) ist in Neuseeland weit verbreitet. Jedoch ist trotzdem Vorsicht geboten. Wenn du ein komisches Gefühl bei der ganzen Sache habt, steig nicht ein. Wir haben oft Backpacker mitgenommen und nie irgendwelche Probleme damit gehabt.

Es gibt natürlich noch andere Möglichkeiten sich in Neuseeland fortzubewegen

Reisebus: Sie fahren die berühmtesten Touristenspots ab. Teilweise kann man sogar relativ gute Deals rausschlagen. Der große Nachteil dabei ist, dass deine Flexibilität komplett verloren geht. Du bist an die Stops gebunden und kannst nicht einfach mal schnell anhalten, Fotos machen oder dich länger an Spots aufhalten, die dir besonders gut gefallen.

Zug: Auch diese bringen einen nur begrenzt durch das Land, das Streckennetz ist nicht mit dem in Deutschland zu vergleichen.

Flugzeug: Inlandsflüge sind in Neuseeland weit verbreitet. Das Flugzeug ist in Neuseeland quasi der Zug, der Reisebus und die Fähre in einem. Selbst kurze Strecken werden bedient. Das Straßennetz ist zwar gut ausgebaut, jedoch ist das Fliegen meist günstiger und man ist schneller am Ziel.

Öffentliche Verkehrsmittel: Gibt es in Neuseeland nur in den größeren Orten bzw. Städten.

Fähren: Die bekanntesten und meist genutzten Fähren sind die Interislander und die Bluebridge Ferry, die die Nord und Südinsel verbinden. Es gibt auch eine Fährverbindung nach Stewart Island (RealJourneys).

↠ Wenn du einen Urlaub bzw. Working Holiday Jahr in Neuseeland planst, buch die Flüge eine gute Zeit im Voraus. Die Annahme, kurz vor dem Abflugdatum noch einen guten Deal zu machen, kann schnell im Gegenteil enden.

Einreise nach Neuseeland: Falls du Outdoor bzw. Wanderequipment mit nach Neuseeland einführst, solltest du alles vorher sauber machen! Auch Schuhsohlen! Die Neuseeländer sind da pingelig und wollen ihr Land vor Kontaminationsquellen schützen. Wir mussten unsere Wanderschuhe zum nachsäubern abgeben. Die Beamten waren genervt. Wenn deine Schuhe zu dreckig sind, schrubbst du selber.

Einkaufen in Neuseeland

Soviel sei gesagt: Neuseeland ist, was Lebensmittelpreise angeht, deutlich teurer als Deutschland. Jedoch kann man mit einigen Tipps und Tricks auch dort seine Schnäppchen machen. Es gibt in Neuseeland drei große Supermarktketten: New World, Countdown und Pak'n'Save. Pak'n'Save ist mit Abstand der günstigste, und wenn du die Chance hat, versuch dich dort einzudecken und einen kleinen Vorrat anzulegen. Countdown ist auch noch ok von den Preisen, falls mal kein Pak'n'Save in der Nähe ist. New World ist die teuerste Supermarktkette von den dreien. Wenn man aber nach Angeboten schaut und z.B. Gemüse/Obst kauft, das gerade Saison hat, kann man sparen.

Es gibt in einigen Städtchen noch unabhängige Supermarktketten oder kleine Tante Emma Läden. Wenn es nicht unbedingt sein muss, und du dringend etwas brauchst, fahr an den Tante Emma Läden vorbei! Diese sind komplett überteuert.

Was wir noch empfehlen können sind Fruit Sheds. Bauern, die ihr Obst/Gemüse oder auch Eier, Milch usw. verkaufen. Meist sind das kleine Stände direkt an der Straße, teilweise aber auch große Schuppen. Das Obst/Gemüse sieht hier natürlich nicht mehr perfekt aus, aber schmeckt dafür umso besser und ist günstig!

↠ Wenn du rauchst oder gerne mal einen trinkst, Neuseeland ist ein guter Ort, dieses Suchtverhalten einzudämmen, denn vor allem Zigaretten (aber auch Alkohol) sind hier sehr teuer! SEHR teuer!

↠ Für alles andere, dass man so im Alltag braucht, können wir das Warehouse empfehlen. Dort gibt es alles, vom Zelt, über Kosmetik bis hin zu Socken. Erwarte nicht zuviel von der Qualität, aber für ein paar Monate reisen muss man sich ja keine High End Produkte kaufen, die man dann sowieso nicht wieder mit nach Deutschland nimmt. Wir haben im Warehouse damals unser Zelt gekauft. Für 80 NZ$ (ca. 50 Euro) und es hat tatsächlich knapp 2 Jahre gehalten.

↠ In Neuseeland ist das Zahlen mit Kreditkarte gängiger als in Deutschland.

Honig, der in NZ hergestellt wird, hat eine unglaublich hohe Qualität. Du wirst oft an Bienenstöcken vorbeifahren. Es gibt lokale Anbieter und Shops, die Honig direkt aus der Region verkaufen. Z.B. hier. Probier auch unbedingt den Manuka Honig, kauf den aber nicht im New World oder Countdown (dort wird er teilweise mit anderem Honig gemischt), sondern lokal.

Leg den Lonely Planet zur Seite und erkunde selbst! Das ist übrigens unser Tipp für ALLE Länder!



↠ Neuseeländer sind sehr hilfsbereit. Falls du mal mit dem Auto liegen bleibst, auch an abgelegenen Stellen, ist dies meist kein großes Problem. Wir hatten mal versehentlich das Licht unseres Bongo vor einer 5-stündigen Wanderung angelassen. Glücklicherweise trafen wir ein neuseeländisches Paar, welches sofort, ohne zu zucken und überlegen in die nächste Ortschaft gefahren ist, um uns ein Überbrückungskabel zu besorgen, da sie selber keins dabei hatten. Jackpot.

↠ 20% der Fläche Neuseelands bestehen aus Nationalparks, Wald und Schongebieten.

↠ Wenn du einen Roadtrip durch Neuseeland planst und beide Inseln besuchen willst, aber keine Ahnung hast, wie lange du dich wo aufhalten willst?

Die Südinsel ist größer und hat landschaftlich mehr zu bieten. Wir waren länger auf der Südinsel unterwegs, was ich auch dir empfehlen kann.

↠ Du kannst dich in Neuseeland (im Vergleich zu Australien) in der Natur komplett entspannen und brauchst keine Angst haben, dass dir gleich etwas Giftiges über den Weg läuft.

Verbring so viel Zeit es geht draußen, genieße, entdeckte und lass Dich treiben! Du wirst Aotearoa – Das Land der langen, weißen Wolke - genauso lieben, wie wir. Da sind wir uns 100% sicher. Falls du noch mehr über Neuseeland wissen möchtest oder etwas unklar geblieben ist, schreib und einfach hier.


Schau gerne auch bei unseren anderen Tipps&Tricks Blogposts vorbei, wenn du z.b. Reisen nach Botswana, Südafrika, Namibia, Mauritius, Japan, oder nach Russland planst.

Du magst es ausgefallener? Wie wäre es mit Georgien oder Kasachstan?


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Kati + Hermann

Wir sind zwei Backpacker und Reiseblogger, die ihr konventionelles Leben vor vielen Jahren hinter sich gelassen haben. Auf unserer Weltreise erkunden wir ferne Länder und lassen uns gerne treiben. Am liebsten abseits des Mainstream. 

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