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Huskyschlitten selber fahren: Unsere Erfahrung einer authentischen Tour

Autorenbild: Kati + Hermann
Kati + Hermann
vor 44 Minuten
10 Min. Lesezeit

Man stellt es sich romantisch vor. Draußen ist es eisig, man fährt mit einem Huskyschlitten durch eine winterliche Zauberlandschaft, das Licht färbt den Himmel in eine Palette aus Pastellfarben und man hört nichts, außer dem Tapsen der Hunde. Klingt nach einem Traum, oder?


Diese Fantasie hatten wir auch und wollten es unbedingt selber erleben. Dabei gab es zwei Optionen:


  1. wir lassen uns dick eingemummelt von jemandem in einem Schlitten von Huskies ziehen

  2. wir fahren den Schlitten selber. Mit allem, was dazu gehört.


Und ratet mal, für was wir uns entschieden haben.



Im Vorfeld haben wir lange recherchiert. Tierwohl, Gruppengröße, Abgeschiedenheit, weg vom Massentourismus; und wurden schließlich in schwedisch Lappland fündig. Wir buchten unsere 5-Tages Tour bei Petter Karlsson, einem mehrfachen Weltmeister im Schlittenhunde-Langdistanz-Rennen. *alles selber bezahlt, aber große Empfehlung unsererseits


Im tief verschneiten Vindelfjällen Naturreservat kann man dabei eine der unberührtesten Regionen Europas erleben. Es ist mit über 560.000 Hektar das größte Schutzgebiet Schwedens und eines der größten zusammenhängenden Wildnisgebiete ganz Europas.


Klang perfekt für uns und klick, war das Abenteuer gebucht. Wir wollten the real deal. Wir wollten erleben, was es heißt, von früh bis spät in der Eiseskälte unterwegs zu sein. Was alles dazu gehört, wie man sich um die Hunde kümmert und vor allem: wie man den Schlitten überhaupt fährt.


Kati von Bunt um die Welt mit zwei Huskies
Huskyfreunde in der eisigen Wildnis Lapplands

Wir hatten beide großen Respekt vor der Kälte, studierten Packlisten, überlegten, welche Kleidung unsere Zeit in der arktischen Wildnis erträglicher machen könnte, denn zwei Tage würden wir komplett abgeschieden, mitten im Nirgendwo in einfachen Holzhütten ohne Strom und fließend Wasser übernachten.


Unsere Anreise erfolgte von Berlin nach Oslo und dann weiter nach Umeå, wo wir eine Nacht verbrachten, bevor es am nächsten Morgen nochmal 4,5 Stunden mit dem Bus in Richtung Slussfors ging. Im Bus lernten wir den dritten Teilnehmer kennen. Wir würden zu dritt mit unserem Guide in unser Huskyabenteuer starten. Die maximale Anzahl der Teilnehmer beträgt 4 Personen.


In Slussfors angekommen, wurden wir vom Team begrüßt und in nur ein paar Fahrtminuten zur ersten Unterkunft gebracht. Ein voll ausgestattetes Haus mit großer Küche, Sauna, Wohnbereich und den Zimmern für die Nacht. Im Keller befand sich ein Raum, in dem wir unsere arktischen Ganzkörperanzüge, Schuhe, Handschuhe usw. anprobierten und für den nächsten Morgen bereitlegten. Wir bekamen ebenso wasserfeste Reisetaschen, in die wir all unsere persönlichen Dinge verstauen konnten.


Es folgte ein gemeinsames Abendessen und es gab, wie sollte es auch anders sein, nur ein Thema: die Huskies. Und die Aufregung stieg mit jeder vergangenen Stunde.


Tag 1: es geht los!


Nach dem Frühstück am nächsten Morgen wurde es dann ernst. Wir schlüpften in unseren Zwiebellook, sahen am Ende aus wie Michelinmännchen, stiegen ins Auto und fuhren rüber zum Hauptgebäude. Dort würden wir unsere Einweisung bekommen und die Hunde kennenlernen.


Kati und Hermann von Bunt um die Welt neben einem Hundeschlitten
Ready to go! Sind wir das wirklich?

Als wir ankamen, hörten wir die Hundefreunde schon, sie waren alle ganz aufgeregt und hüpften voller Vorfreude in ihren Gehegen umher. Sie wussten wahrscheinlich, dass es gleich auf große Reise gehen würde und wollten am liebsten sofort losflitzen.


Wir bekamen jeweils einen Zettel mit 5 Namen und dann war das Chaos perfekt. Die Informationen prasselten in einem Tempo auf uns ein, das wir nicht verarbeiten konnten. Das ganze Thema rund ums Dog Mushing war neu für uns, ebenso viele der Wörter.


Parking Line, Hundegeschirrgrößen, das richtige Anlegen dieser. Holt schon mal die Hunde aus den Zwingern und leint sie an, vergesst nicht, eure Schlitten zu sichern, nicht dass die Hunde schon loslaufen. In diesem Moment hat die Überforderung dann komplett gekickt. Ok wait ... hä? Was muss ich zuerst machen? Wie halte ich die Hunde auseinander und woher weiß ich, welcher Hund welcher ist?


In jedem der geräumigen Zwinger lebten mehrere Tiere, Name und kleines Foto hing am Eingangstor, was definitiv eine Hilfe war, auseinanderhalten konnten wir sie trotzdem nicht. Für uns sahen sie da noch alle gleich aus.


So standen wir da, komplett lost. Unser Guide war selber beschäftigt und wir wollten nicht schon nach 5 Minuten zehn Mal nachfragen ... aber es ging nicht anders. Und natürlich hatten wir da auch schon wieder vergessen, wie wir die Hundegeschirrgröße checken und wie man die Hunde genau anleint. Es war das absolute Chaos.


Wir wussten natürlich im Vorfeld, dass es Arbeit werden würde, aber es war genau das, was wir wollten. Mehr über den Sport und das Leben, die Hunde und das harte Leben in der Arktis lernen. Die Realität holte vor allem mich schnell ein und ein erstes: Okay wow, ich hoffe, ich schaff das machte sich breit.


Als wir dann endlich alle die Schlitten gepackt hatten, das ganze Essen, unsere Thermoskannen gefüllt mit heißem Wasser und das Equipment für die nächsten Tage verstaut hatten, wurde noch ein letztes Mal erklärt, wie wir den Schlitten mit Gewichtsverlagerung lenken, wie wir genau bremsen und was beim Parkvorgang zu beachten ist. Aber es war so viel Information, dass wir einfach hofften, dass schon alles gut gehen wird.


Kati von Bunt um die Welt mit einem Beutel vor Hundeschlitten
Mittagspause Tag 1. Es ist klitzekalt

Are you ready? Puhhh, maybe!?, aber hab ich 'ne Wahl? Alright, let's goooo ... und weg war unser Guide, der unseren Konvoi anführte. Dahinter fuhr ich, dann Hermann und der andere Teilnehmer.


Das Adrenalin kickte, wir waren aufgeregt, angespannt, voller Vorfreude, aber auch großem Respekt. Die ersten Kilometer verliefen recht entspannt, es ging so ziemlich nur geradeaus, über kleine Hügel und wir dachten uns: Cool, das wird sooo gut.


Wir sausten durch ein kleines Waldstück und konnten nicht glauben, wie wunderschön die Winterlandschaft glitzerte. Nichtsahnend, dass eine kleine (und ich meine wirklich kleine) Linkskurve uns gleich aus der Idylle reißen wird.

Ich sah die Kurve nicht, weil ich die zugeschneiten Bäume bewunderte, als plötzlich:


Oh neeein ... Mein Gehirn setzte aus, ich konnte plötzlich nicht lenken (und denken), stolperte über die Kufen und flog frontal in den Schnee.

Eine Sekunde später fuhr Hermann auf, der andere Teilnehmer konnte ebenfalls nicht mehr ausweichen und bretterte in unsere Schlitten.


Zu dritt lagen wir im Schnee, die Schlitten umgekippt, die Hunde ungesichert und wir völlig überfordert, was jetzt zu tun ist. Unser Guide hat natürlich gehört, was passiert war, sicherte ihr Gespann und eilte zur Hilfe, um uns zu erklären, wie wir unsere Schlitten festmachen, damit die Hunde nicht einfach weiterlaufen.


Seid ihr okay? Wir machen jetzt alles wieder fit und weiter geht's. Nach dem kleinen Schock fuhren wir alle erstmal extra vorsichtig und langsam und vor jeder weiteren Kurve an dem Tag dachte ich: Bitte nicht nochmal.


Drei Menschen sitzen im Schnee und machen eine Pause
Kurze Pause inklusive Heißgetränk

Die Mittagspause verbrachten wir auf einer Lichtung in einem gefrorenen Loch, was wir vergebens versuchten, mit ein paar Feuerklotzen aufzuheizen. Es war einfach zu kalt. Als Erstes kümmerten wir uns aber um die Huskies und machten sie an einer extra Parking Line fest, damit sie sich besser hinlegen und powernappen konnten. Jeder von uns hatte eine dabei und wir mussten die Leinen selber wechseln.


Um die Hunde wurde sich immer zuerst gekümmert. Essen, Trinken, wenn's zu kalt wird, spezielle kleine wärmende Decken über den Rücken gelegt. Und kleine Füßlinge angezogen und die Pfötchen mit Vaseline eingecremt (darum kümmerte sich immer unser Guide).


Dort hatte ich mein erstes Tief. Mir war kalt, der kleine Unfall nahm mich irgendwie noch mit und wir hatten noch Stunden vor uns, bevor wir in der ersten Hütte ankommen würden. Schaff ich das hier alles? Oder war ich zu übermütig bei der Auswahl der Tour?


Stundenlang fuhren wir durch eine glitzernde Winterlandschaft, die noch schöner war, als wir es uns erträumt hatten. Das Tapsen der Hunde, das Klimpern der Leine und sonst nichts. Zugeschneite Bäume, weite offene Ebenen, unser Atem, der sofort gefror. An unseren Wimpern formten sich kleine Vereisungen, denn es wurde immer kälter.


Rote schwedische Hütte mit Schnee bedeckt
Unser Schlafplatz für die Nacht

An der ersten Hütte für die Nacht angekommen, kümmerten wir uns erstmal um die Hunde. Jeder von uns hatte jeweils 5 Hundefreunde im Gespann, für die wir selbst verantwortlich waren. Stroh auslegen, gefrorene Klötze Fleisch hacken, Wasser aus dem Fluss holen und erwärmen, umleinen, Häufchen wegbringen, die vereisten Näpfe nach der Mahlzeit reinigen.

Die Näpfe zu säubern war die schlimmste Aufgabe von allen. Es dauerte eeewig, weil das Wasser immer wieder innerhalb weniger Sekunden in den Schälchen gefror. Und es waren viele Schälchen. Hermann hatte nicht so stark mit der Kälte zu kämpfen, deswegen kümmerte er sich mit unserem Guide um diese Aufgabe. Es gab viel zu tun und wir teilten die Arbeit untereinander auf. Da mir klitzekalt war, durfte ich mich drin ums Feuer kümmern, währenddessen die Jungs und unser Guide draußen rumwuselten.


Hermann von Bunt um die Welt macht Hundenäpfe im Schnee sauber
Hermann kümmert sich um die Hundenäpfe

Als die Hunde versorgt waren, begann ich das vorgekochte Essen, das wir in Kühltaschen mitgebracht hatten, zu erwärmen. Draußen. Gegessen wurde dann aber drin. Die Hütte war einfach. Ein großer Raum mit Doppelstockbetten, einem Ofen und Tisch in der Mitte. Kein Strom, nix. Wir schafften es, sie auf +3 Grad erwärmen.

Wir hofften natürlich auch auf Polarlichter, aber an diesem Abend war es leider zu bewölkt. Erschöpft von all den neuen Eindrücken und den Stunden in der Kälte war glaube jeder von uns froh, sich hinzulegen und in die dicken Schlafsäcke zu murmeln.


Kati von Bunt um die Welt wärmt sich am Feuer auf
Aufwärmen am Feuer

Tag 2: der längste Tag


An Tag 2 hatte ich früh dann meinen absoluten Tiefpunkt. Ich hatte die ganze Nacht überlegt abzubrechen, saß mit Tränen in den Augen am Frühstückstisch und hab meine Gedanken geteilt.


Ich glaub, ich schaff das mit der Kälte nicht.

Der Teamgeist und unsere Gruppe waren so gut, dass ich nach einem kurzen motivierenden Gespräch dachte: Weißte was. Da geht noch was! Aufgeben is nich, ich zieh das jetzt durch. Das wird schon irgendwie!


Und so packten wir alles zusammen und hinterließen die Hütte genau so, wie wir sie vorgefunden hatten. Es war noch kälter als am Tag zuvor. Bei -26 Grad machten wir unsere Schlitten fertig und weiter ging die wilde Fahrt.

Der zweite Tag war der längste und anstrengendste der Tour, denn heute lagen etwa 80 Kilometer vor uns. Bergauf, über windige Hochebenen, bergab durch Wälder, in denen die Bäume so stark zugeschneit waren, dass sie sich unter den Schneemassen nach unten bogen und weiter über riesige zugefrorene Seen. Es fühlte sich an wie im Märchen.


Hermann von Bunt um die Welt auf seinem Hundeschlitten in der verschneiten Wildnis Lapplands
Wahnsinnslandschaft im schwedischen Lappland

An Tag 2 hatten wir unsere bereitgestellten Hand- und Fußwärmer in Benutzung, die halfen natürlich etwas, aber was am meisten gegen die Kälte half? Das mit Anschieben unserer Schlitten, wenn's bergauf ging. Die Hunde ziehen einen natürlich, nichtsdestotrotz ist es einfacher für sie, wenn man mitläuft, anschiebt und auf gerader Strecke dann zurück auf die Kufen springt.


Und wenn man nur ein paar Sekunden zu spät zu schieben anfängt, drehen sie sich mit fragenden Augen um: Hey, was machst du da hinten eigentlich? Lauf jetzt :) Positiver Nebeneffekt: einem wird warm.


Und zwischen dem Anschieben, Mitlaufen, Landschaft bewundern und dem Gefühl, das wir alle langsam für die Hunde und das Schlittenfahren bekamen, änderte sich etwas. Ich konnte es ab dem Zeitpunkt tatsächlich genießen.


Den klirrend kalten Fahrtwind, die Umgebung, die Stille, die Weite, die Farben. Wir sahen Rentiere, es war wunderschön.

Wir fuhren auf unseren Schlitten, die Abstände zwischen uns waren groß. Man war alleine mit seinen Gedanken und der Stimme im Kopf, aber dieser abgeschiedene Ort war perfekt, um alles zuzulassen und zuzuhören und die extremen Umstände halfen einem dabei, im Hier und Jetzt zu sein und nicht zu viel über andere Dinge nachzudenken.


Die Mittagspause verbrachten wir an Tag 2 in einer kleinen Hütte mit Ofen und Sitzmöglichkeiten, auch hier wieder die gleiche Routine: die Huskies zuerst.


Später am Tag erreichten wir unser Nachtlager erst nach Sonnenuntergang. Die Lichtspiele, die Farben am Himmel, die Stille, unsere Stirnlampen, die uns den Weg wiesen. Es fühlte sich noch ruhiger und friedlicher an, als tagsüber.


Hermann von Bunt um die Welt mit Huskies vor einer Holzhütte
Die Hunde haben immer Priorität. Erst werden sie versorgt, dann sind wir dran

Die zweite Hütte war um einiges größer. Zwei Etagen, mehrere Zimmer. Und auch hier: Die gleiche Routine. Die Hunde hatten wieder Priorität, wir verteilten Aufgaben, jeder kümmerte sich und wuselte rum, es ging automatischer, als noch an Tag eins, weil wir wussten, was zu tun ist.


Zu den Stunden auf den Schlitten kamen also täglich noch mehrere Stunden hinzu, bei denen sich draußen um die Hunde, Holz, die Beschaffung von Wasser usw. gekümmert wurde. Als Team entschieden wir, dass ich mich auch an diesem Tag um die Aufgaben im Haus kümmern durfte, worüber ich sehr dankbar war.


Wasser für die Hunde und uns kochen, Thermoskannen auffüllen, Hundegeschirr neben dem Ofen zum Trocknen aufhängen. Holz auffüllen, Ofen anheizen, unser Essen erwärmen, Tisch decken. Durch die Größe des Hauses war es schwer, es einigermaßen warm zu kriegen und wir kamen die Nacht nicht über -7 Grad hinaus. Draußen kühlte es auf klirrende -30 Grad ab.


An diesem Abend wurde außerdem einer unserer Träume wahr, denn kurz bevor wir uns einmurmeln wollten, kam unser Guide und sagte: Schnell raus mit euch, wenn ihr die Polarlichter sehen möchtet, sie haben gerade angefangen zu tanzen.


Polarlichter und eine Hütte im Schnee
Ein Traum wird wahr: Polarlichter

Das ließen wir uns natürlich nicht 2x sagen und standen alle gemeinsam, dick eingepackt da und bewunderten das Naturschauspiel. Es wurde immer kälter, aber wir bekamen einfach nicht genug ... und erst, als sie langsam abflauten, hieß es dann: Gute Nacht.


Tag 3: das Finale


Nach dem Frühstück an Tag drei machten wir die Hunde ein letztes Mal fertig. Mittlerweile waren wir ein eingespieltes Team und die Handgriffe saßen. Ein leichter Anflug von Wehmut machte sich breit, denn es war der letzte Tag der Huskytour. Aber ehrlich gesagt auch leichte Vorfreude auf eine warme Dusche am Abend, wenn wir zurück in der Hauptunterkunft sind.


Bis dahin war es aber noch ein ganzer Tag auf dem Schlitten und so hieß es ein letztes Mal: Let's goooo! Der letzte Tag hat dann richtig Spaß gemacht. Wir konnten mittlerweile unsere Schlitten lenken, wussten, wie wir sicher in die Kurven gehen und waren ein richtiges Team mit unseren Huskies.


Verschneite Landschaft mit Flus zum Sonnenuntergang
Sonnenuntergangsstimmung

Zum Sonnenuntergang färbte der Himmel sich pastellig rosa, gülden und lila. Wir cruisten über offene Hochebenen mit Panoramablick auf die umliegenden Berge und saugten nochmal alles auf. Die letzten Kilometer wurden nochmal richtig aufregend, denn es ging gut steil bergab. Wir duckten uns, um den Ästen auszuweichen, holperten über kleine Abschüsse und hatten keine Angst mehr vor Tempo.


Und bevor wir uns umsehen konnten, kam uns die Umgebung wieder vertraut vor. Der Weg zum Zwinger, das Hauptgebäude.

Wir hatten es geschafft! Omg! Parkten unsere Schlitten und fielen uns in die Arme! We did it! Trotz aller Widrigkeiten, trotz der Stimme im Kopf, trotz der Eiseskälte.


Unpack everything please and put the dogs back in their kennels. Und zack, waren wir wieder in der Realität. Wir packten alles aus, verstauten das Equipment, verabschiedeten uns von unseren Hundefreunden (natürlich hatte auch zu dem Zeitpunkt jeder von uns einen Favoriten aus dem Team), brachten unsere Habseligkeiten ins Auto und fuhren zurück zum Haus. Mit Heizung, Dusche und Sauna.


Es fühlte sich nach den drei Tagen surreal an, einfach irgendwo reinzugehen, wo es warm drin ist. Einfach so. Ohne dass man erst Holz holen, Feuer anzünden und warten muss.

Am nächsten Morgen wurden wir nach dem Frühstück zur Busstation gebracht und das Abenteuer Huskyschlitten selber fahren in schwedisch Lappland war vorbei.


Es war hart. Es war kalt. Es war anstrengend. Aber auf der anderen Seite wurden wir so sehr belohnt. Die Hunde zu sehen. Die Freude in den Augen. Der Teamgeist. Das Aufbauen, wenn jemand einen kleinen Tiefpunkt hatte und wieder einmal zu erleben, dass man zu mehr fähig ist, als man sich vielleicht im ersten Moment zutraut.


Verschneite Winterlandschaft mit pinkem Himmel zum Sonnenuntergang
Surreale verschneite Winterlandschaft

Die Winterlandschaft, die noch schöner als in Dokus im Fernsehen glitzerte. Die Farben, die Stimmung, das Eis, den Schnee. Die Einfachheit.


Diese Erfahrung ist nicht für Jedermann, es ist eine sehr spezielle Form des Reisens und kann körperlich und mental herausfordernd sein. Die Tour besteht aus mehr Arbeit als Vergnügen, aber wir bekamen genau den authentischen Einblick ins Dog Mushing und das Leben in der Arktis, den wir uns erhofft haben.


Wenn du mehr zu unserer Tour erfahren möchtest. Alle Details, den kompletten Ablauf, den Anbieter, Preis, Anreise usw., dann schau gerne auf unserem Blogpost Huskyschlitten selber fahren in schwedisch Lappland: Was du wissen solltest vorbei.


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